Hopp denkt nicht ans Aufhören SAP-Gründer wird 75 Jahre alt

St. Leon-Rot. Unter dem Wort Ruhestand versteht SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wohl etwas anderes: „Ich könnte mich nicht erinnern, dass ich mich mal hingesetzt und ferngesehen habe“, sagt er: „Fußballspiele sehe ich meistens im Arbeitszimmer nebenher, wenn nicht gerade Hoffenheim spielt oder Deutschland bei der WM!“
25.04.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Annika Graf

Unter dem Wort Ruhestand versteht SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wohl etwas anderes: „Ich könnte mich nicht erinnern, dass ich mich mal hingesetzt und ferngesehen habe“, sagt er: „Fußballspiele sehe ich meistens im Arbeitszimmer nebenher, wenn nicht gerade Hoffenheim spielt oder Deutschland bei der WM!“

Andere Menschen in seinem Alter geben sich mit ihren Enkeln oder Fußballschauen zufrieden. Hopp reicht das nicht: Der SAP-Gründer ist Mehrheitseigner des Bundesligisten 1899 Hoffenheim, hat den Golfclub in St. Leon-Rot ins Leben gerufen und fördert soziale Projekte. „Vor fünf Jahren habe ich schon gesagt: „Ich fange nichts Neues mehr an, was ich auch gemacht habe, sonst ginge gar nichts mehr“, sagt Hopp und räumt freimütig ein: „Das ist mein größter Fehler. Ich habe zu viel angefangen.“ Er feiert am Sonntag seinen 75. Geburtstag. Hopp ist in Hoffenheim aufgewachsen. Fußball ist seine große Leidenschaft. Er kickt als Jugendlicher bei 1899 Hoffenheim. Schon als junger Mann nimmt er sich aber auch vor, Millionär zu werden. „Ich habe zwar nicht schlecht Fußball gespielt“, sagt er, „aber es hat nicht gereicht, damit Geld zu verdienen.“ Stattdessen verdient er sich das Studium der Nachrichtentechnik in Karlsruhe, indem er die „Badischen Neuesten Nachrichten“ verpackt und Speicher ausräumt. 1972 schart er vier IBM-Kollegen um sich und gründet mit ihnen das Softwareunternehmen SAP. „Wir hatten Riesenglück und waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“, resümiert Hopp. „Wir hatten damals Zeit – unsere Start-up-Phase dauerte etwa zehn bis 15 Jahre.“ Hopp hat die Softwarefirma bis zu seinem Rückzug aus dem Aufsichtsrat im Jahr 2005 geprägt. „Vadder Hopp“ nennt ihn die Belegschaft noch heute. „Wäre die Mitarbeiterzufriedenheit damals in mein Gehalt eingeflossen, wie das neuerdings bei einem Konzern geplant ist, hätte ich gutes Geld verdient“, schmunzelt er.

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