VfL Wildeshausen fährt die ersten Saisonpunkte ein - 4:1-Sieg im Landkreis-Derby gegen den TSV Ganderkesee Sascha Görke lässt den Knoten platzen

Wildeshausen. So wie es sich für einen Teamplayer nun einmal gehört, wollte Sascha Görke nach der Partie gegen den TSV Ganderkesee die Rolle des "Erlösers" nicht annehmen. "Es ist doch ganz egal, wer das erste Tor schießt. Die Hauptsache ist, es ist endlich gefallen", kommentierte der 20-jährige Mittelfeldspieler des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen die Szene aus der 41. Minute, die für die Gastgeber allemal eine befreiende Wirkung hatte. Nach schönem Zuspiel von Kai Schmale hatte Görke das erste Saisontor der Wildeshauser markiert, damit für die 1:0-Führung gesorgt und den letztlich verdienten 4:1 (1:0)-Sieg gegen den Landkreisrivalen auf den Weg gebracht.
29.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Wildeshausen. So wie es sich für einen Teamplayer nun einmal gehört, wollte Sascha Görke nach der Partie gegen den TSV Ganderkesee die Rolle des "Erlösers" nicht annehmen. "Es ist doch ganz egal, wer das erste Tor schießt. Die Hauptsache ist, es ist endlich gefallen", kommentierte der 20-jährige Mittelfeldspieler des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen die Szene aus der 41. Minute, die für die Gastgeber allemal eine befreiende Wirkung hatte. Nach schönem Zuspiel von Kai Schmale hatte Görke das erste Saisontor der Wildeshauser markiert, damit für die 1:0-Führung gesorgt und den letztlich verdienten 4:1 (1:0)-Sieg gegen den Landkreisrivalen auf den Weg gebracht.

"Das war wichtig und wurde auch Zeit. Jetzt hoffen wir, dass es weiter aufwärts geht", zeigte sich Wildeshausens Co-Trainer Peter Görke nach dem Abpfiff erleichtert und betonte: "Nicht auszudenken, wenn wir dieses Spiel auch verloren hätten." Danach sah es allerdings zu keinem Zeitpunkt der Partie aus. Ganderkesee ging zwar engagiert zur Sache, wirklich gefährlich waren die Gäste dabei aber nicht. In einer chancenarmen ersten Hälfte war es lediglich Sascha Görke, der für Aufregung im Strafraum sorgte. Seinen ersten Warnschuss konnte der später verletzt ausgewechselte Gäste-Keeper Felix Dittrich gerade noch parieren (8.), kurz vor der Pause war er dann allerdings machtlos. "Wir haben erst nicht richtig ins Spiel gefunden und bekommen dann am Ende der ersten Halbzeit das Gegentor", haderte Ganderkesees Co-Trainer Markus Metschulat, dessen Mannschaft in der zweiten Halbzeit auch kein Rezept parat hatte, um die spielerisch nun starken Gastgeber vom eigenen Tor

fernzuhalten.

Wildeshausen hingegen schien den Spaß am Fußball wieder gefunden zu haben und wirbelte die Gäste ordentlich durcheinander - mit Erfolg. In der 51. Minute war es der starke Liridon Stublla, der nach schönem Zuspiel von Sascha Görke auf 2:0 erhöhte. Nach einem Patzer von Ganderkesees Abwehrchef Mustafa Sakin hätte Marco Gruel sogar auf 3:0 erhöhen müssen, ließ sich auf seinem Weg zum Tor allerdings zu viel Zeit, sodass Sakin seinen Fehler gerade noch ausbügeln konnte (56.).

Den nächsten Aussetzter in der Defensive der Gäste nahm Wildeshausen dann aber dankbar an. Nachdem Jan-Hendrik Kerner den Ball in der Vorwärtsbewegung vertändelt hatte, zeigte sich der eingewechselte Sascha Abraham gedankenschnell und sah den freistehenden Tobias Düser in der Mitte - 3:0 (71.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste übrigens nur noch zu zehnt auf dem Feld - Jens Bauer hatte nach rüdem Foulspiel an Kai Meyer die Gelb-Rote Karte gesehen (66.). Spätestens nach dem 4:0 von Matthias Ruhle, der in der 73. Minute per sattem Distanzschuss traf, war die Partie entschieden. Ganderkesees Ehrentor durch den eingewechselten Bastian Mahlendorf (76.) war dann nur noch Ergebniskosmetik.

"Wildeshausen musste unsere Angriffe heute gar nicht verteidigen. Wir haben schon selbst dafür gesorgt, dass keine Gefahr entsteht", kritisierte Metschulat vor allem die Offensivleistung seiner Mannschaft und sprach in diesem Zusammenhang auch von "einer völlig verdienten Niederlage". Die Wildeshauser hingegen waren - wen wundert's - mehr als froh über den ersten Sieg. Nach den Niederlagen aus den ersten beiden Saisonspielen hatte das Team von Trainer Jürgen Gaden bereits unter Druck gestanden. "Jeder Sieg ist wichtig. Ich denke, heute haben wir auch unsere spielerische Klasse gezeigt", sagte Sascha Görke, der - auch wenn er es selbst nicht sagen wollte - mit seinem Tor den Knoten bei seiner Mannschaft platzen ließ.

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