Nur 2:2-Remis beim abstiegsbedrohten TSV Grolland erreicht / Tore von Krämer und Felis

SAV offenbart Defensivschwächen

Vegesack. Im Kampf um die beste Mannschaft im Bremer Norden marschierten der Blumenthaler SV und die SG Aumund-Vegesack an diesem Wochenende im Gleichschritt. Ebenso wie der BSV am Sonnabend beim 1:1 gegen den VfL 07 erreichte die SAV in ihrem Fußball-Bremen-Liga-Punktspiel beim TSV Grolland mit dem 2:2 (1:2) lediglich eine Punkteteilung.
27.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marc Gogol
SAV offenbart Defensivschwächen

Adrian Felis (Mitte) traf erst Freitag zweimal für die zweite, dann gestern zum 2:2-Endstand für die erste Vertretung der SAV.

Tobias Dohr

Im Kampf um die beste Mannschaft im Bremer Norden marschierten der Blumenthaler SV und die SG Aumund-Vegesack an diesem Wochenende im Gleichschritt. Ebenso wie der BSV am Sonnabend beim 1:1 gegen den VfL 07 erreichte die SAV in ihrem Fußball-Bremen-Liga-Punktspiel beim TSV Grolland mit dem 2:2 (1:2) lediglich eine Punkteteilung.

Allerdings verhalfen die Schützlinge von Trainer Jens Heine Ortsnachbar SV Grohn damit zum Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Jens Heine selbst wollte jedoch eigentlich drei Zähler aus Grolland entführen: „Ich bin sehr enttäuscht, wir hatten uns mehr vorgenommen“, lautete sein Fazit unmittelbar nach dem Abpfiff auf dem nassen Grollander Rasenplatz. „Wir sind letztlich nicht so gut ins Spiel gekommen, und die gesamte Mannschaft hat teils unklug verteidigt.“

Gleich zu Beginn musste die SAV einen Rückstand verdauen, weil Torhüter Jan Templin bei einem Freistoß von Hasan Dalkiran das Leder durch die Hände rutschte. „Ich mache dem jungen Keeper deswegen aber keine Vorwürfe“, stellte Jens Heine klar.

Die erste Ausgleichschance besaßen die Nordbremer nach gut einer Viertelstunde. Obed Scholl-Amoah steckte durch auf Volkan Arslan, der schoss jedoch in der Eins-gegen-eins-Situation Grollands Torwart Ercan Vayvalko an. Dann gelang der SAV aber doch das 1:1. Ein Freistoß von Johannes Metschuck ließ Vayvalko nur abprallen, und Björn Krämer drückte das Leder über die Linie. Allerdings führte eine der von Jens Heine angesprochenen Verteidigungs-Aktionen der SAV direkt vor dem Halbzeitpfiff zur neuerlichen Grollander Führung. „Mit zwei Spielern sind sie gegen vier von uns einfach durchmarschiert“, wunderte sich SAV-Co-Trainer Issam El-Madhoun nach dem 2:1.

Eine Ecke von Muhamed Hodzic brachte nach Wiederanpfiff jedoch schnell das 2:2. Adrian Felis stand in der 53. Minute am ersten Pfosten goldrichtig und verwandelte den Eckstoß. Wenig später besaß der eingewechselte Nils Husmann im Alleingang die Möglichkeit zum 3:2 für die SAV, verlor jedoch im Laufen den Ball. Rund eine Viertelstunde vor Spielende musste Torschütze Adrian Grüner nach zwei gelbwürdigen Foulspielen mit der Gelb-Roten Karte vom Platz – die SAV hatte nun Überzahl. „Es ist uns dann aber nicht gelungen, diese Überzahl klarer und sauberer auszuspielen“, bedauerte Jens Heine in seinem Fazit und kam zu dem Schluss: „Das 2:2 geht also in Ordnung, so haben wir hier auch keinen Sieg verdient.“

Beinahe hätten die Platzherren sogar den Sieg davongetragen. In der Schlussphase unterschätzte Björn Krämer im eigenen Strafraum eine Flanke, die SAVer konnten dann aber mit letzten Kräften doch klären. Und in der ersten Minute der Nachspielzeit schoss Sönke Voss den Ball nur ganz knapp am SAV-Tor vorbei. Wieder waren zwei Grollander vier SAV-Verteidigern davongelaufen. Die Nordbremer hätten dagegen durch Denis Nukic noch einmal treffen können, doch Torwart Ercan Vayvalko zeigte sich auf dem Posten.

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