Oberliga Basketball

Scharfschützen

Die Delmenhorster Devils versenken 16 Dreier und triumphieren im Spitzenspiel bei der BSG Bremerhaven II.
05.12.2017, 16:37
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Scharfschützen
Von Michael Kerzel

Bremerhaven. Stacy Sillektis hatte es bereits im Vorfeld gesagt: „Wenn wir unsere Dreier treffen, werden wir für jeden Gegner gefährlich.“ Der 41-Jährige agiert normalerweise nur als Basketball-Trainer an der Seitenlinie des Delmenhorster TV. Doch da beim Spitzenspiel bei Vorjahresmeister BSG Bremerhaven II nur fünf Mann aus der ersten Mannschaft im Kader standen, schnürte er die Basketballstiefel selbst – und nahm sofort auf dem Parkett eine wichtige Rolle ein. Er versenkte acht Dreier und kam auf insgesamt 31 Punkte. Damit führte er die Devils zum 103:94 (22:18, 59:34, 81:63)-Auswärtssieg. Die Delmenhorster behalten dadurch die Tabellenführung in der Basketball-Oberliga. Mit diesem Erfolg, gerade auch weil er auswärts errungen wurde, sind die Delmestädter fortan im Rennen um den Aufstieg in die Regionalliga.

Doch diesen Weg würde Sillektis nicht mitgehen. „Ich frage die Spieler natürlich alle, und einige hätten auch Lust, in die Regionalliga zu gehen, aber die Mehrheit fühlt sich in Bezug auf den Aufwand in der Oberliga ganz gut aufgehoben“, berichtete er. Das gelte auch für ihn. Er sei jedoch nicht mehr Abteilungsleiter, diesem obliege die Entscheidung. Falls die Devils sportlich den Aufstieg schaffen würden. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

In Bremerhaven starteten Sillektis und Co. gut in die Partie. Führten die Devils nach dem ersten Viertel mit vier Punkten, zogen sie im zweiten Abschnitt bereits auf 59:34 davon. Sillektis selbst und Ali Akkurt trafen jeweils fünfmal für drei Punkte, und auch Roman Hanke aus der Devils-Reserve versenkte einen Dreier. Damit erzielten die Delmenhorster alleine von jenseits der 6,25-Meter-Linie so viele Punkte wie der Gastgeber insgesamt in der ersten Halbzeit. „Wenn es läuft, dann läuft es einfach“, sagte Sillektis kurz und knapp. Es sei sehr schwer, die Devils zu verteidigen, wenn die Dreier fallen. Die Bremerhavener reagierten auf die vielen Dreier und deckten die Devils enger. Doch das spielte ihnen durchaus in die Karten, zogen sie so doch das eine oder andere Foul. „Und die Freiwurfquote war ja auch nicht schlecht“, meinte Sillektis. Er traf bei fünf von sechs Versuchen. Marc Polley und Terryl Woolery blieben bei jeweils sieben Freiwürfen sogar gänzlich ohne Fehler.

„Es war insgesamt ein sehr gutes Spiel von uns und ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, berichtete er. Und das trotz der engen Personaldecke. Bei den Gastgebern fehlten mit den starken Dastan-Brüdern jedoch auch zwei wichtige Akteure, betonte Sillektis. Dass es trotz hoher Führung noch mal eng werden würde, hatte der 41-Jährige kommen sehen. Durch den kleinen Kader wurden die Kräfte der Devils zum Ende hin knapp. „Es war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit einbrechen“, sagte Sillektis.

Bevor es in die Winterpause geht, treffen die Devils auf die beiden Tabellenschlusslichter aus Lesum und Rotenburg. Zwei Delmenhorster Siege sind hier zu erwarten. Im Januar geht es für die Sillektis-Mannen dann zum Bürgerfelder TB. „Ich sehe den BTB vor uns auf Platz eins. Die sind schon enorm stark“, blickte der DTV-Coach voraus.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+