Kölns Manager ist mit dem 1:1 gegen Leipzig sehr zufrieden

Schmadtkes Lob

Köln. Die ganz große Fußballekstase wird nun doch nicht ausbrechen am Dom, dabei wäre es so schön gewesen. Am kommenden Samstag spielt der aufblühende 1.
26.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Theweleit
Schmadtkes Lob

Erfreut: Jörg Schmadtke.

nph / Treese, nordphoto

Köln. Die ganz große Fußballekstase wird nun doch nicht ausbrechen am Dom, dabei wäre es so schön gewesen. Am kommenden Samstag spielt der aufblühende 1. FC Köln beim FC Bayern, und wie sie so sind, die Rheinländer, hatten sie gehofft, in München die Tabellenspitze erklimmen zu können. Besonders realistisch war das natürlich nicht, aber man darf ja wohl träumen. Nach dem sehenswerten 1:1 (1:1) am Sonntagabend gegen RB Leipzig ist der Rückstand zum Rekordmeister jedoch auf vier Punkte angewachsen, glücklich waren die Kölner Zuschauer trotzdem. „Es ist sehr schön, dass die Fans hier nach einem Unentschieden applaudieren“, sagte der Kölner Kapitän Matthias Lehmann.

Die Erwartungen sind trotz des sensationellen dritten Tabellenplatzes noch halbwegs realistisch, und es hatten ja auch alle gesehen, was für ein starker Gegner die Leipziger sind. „Das hat mit einem normalen Aufsteiger wenig zu tun“, sagte Lehmann, dessen Team bereits nach fünf Minuten durch einen Treffer des 19-jährigen Schotten Oliver Burke in Rückstand geraten war. Aber die Mannschaft von Trainer Peter Stöger ist beflügelt von der Kraft des erfolgreichen Saisonstarts. Und so gelang dem seit Woche überzeugenden Japaner Yuya Osako ein tolles Tor zum 1:1 (25.).

Danach passierte vor den Toren nicht mehr viel, „beide Seiten haben auf einen Fehler gewartet, aber der kam nicht mehr“, sagte Kölns Manager Jörg Schmadtke, der sich bis zum Schluss an einem „hoch intensiven Spiel“ erfreute. Und zu dieser Intensität hatte auch die Kölner Fans beigetragen.

Alle paar Minuten wurde ein Transparent im Publikum entrollt, mit Botschaften wie, „Lieber arm mit Herz als Marionette des Kommerz!“, „Geld macht falsche Freunde und echte Feinde!“ oder „Köln hasst RB“. Die Leute waren elektrisiert. „Klar pusht das noch mal, und man gibt noch mehr, wenn so viel Intensität aus dem Publikum kommt“, sagte Lehmann.

Wegen der Fans hatte die Partie sogar mit einer viertelstündigen Verspätung begonnen, eine Gruppe Protestler hatte die Einfahrt für den Gästebus blockiert. Und die Organisation „Südkurve 1. FC Köln e.V.“ verteilte vor der Partie ein zwölfseitiges Manifest, in dem erläutert wurde, warum das Red-Bull-Projekt aus der Perspektive von Fußballtraditionalisten abgelehnt werden muss. Es war das Duell zweier völlig unterschiedlicher Bundesligisten, die an diesem Tag aber ziemlich genau gleich gut gespielt hatten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+