Fußball-Oberliga Niedersachsen Schon 16 der 20 Startplätze fest vergeben

Ottersberg. Der Meisterschaftskampf in der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost ist seit Pfingstmontag entscheiden. Eintracht Braunschweig II wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich mit einem 4:1-Heimsieg gegen Güldenstern Stade schon am vorletzten Spieltag den Titel.
26.05.2010, 00:22
Lesedauer: 3 Min
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Der Meisterschaftskampf in der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost ist seit Pfingstmontag entscheiden. Eintracht Braunschweig II wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich mit einem 4:1-Heimsieg gegen Güldenstern Stade schon am vorletzten Spieltag den Titel. Zwei Tage zuvor hatte der Tabellenführer auf eigenem Platz schon Hansa Lüneburg (3:0) geschlagen und von Punktverlusten seiner Verfolger TuS Heeslingen (2:3 gegen VSK Osterholz-Scharmbeck) und TSV Ottersberg (0:0 gegen VfV Hildesheim) profitiert.

Braunschweigs Drittliga-Reserve wird nun voraussichtlich am Freitag, 4. Juni, und am Sonnabend, 12. Juni, gegen den noch zu ermittelnden Meister der Oberliga West um die Niedersachsenmeisterschaft spielen. Nur die erfolgreichere Mannschaft aus diesen beiden Vergleichen wird als einziger Vertreter Niedersachsens in die Regionalliga Nord aufsteigen. Der TSV Ottersberg läuft am Sonnabend um 17 Uhr zum Saisonfinale gegen seinen Tabellennachbarn SV Drochtersen/Assel auf. Egal, wie das Verfolgerduell enden wird, Trainer Axel Sammreys Mannschaft wird die Saison 2009/10 als Tabellendritter abschließen. Auch im Falle eines Sieges hat sie keine Möglichkeit mehr, dem vier Punkte entfernten TuS Heeslingen die Vizemeisterschaft noch streitig zu machen.

TSV Havelse fehlt noch ein Punkt

In der Oberliga West wird am Sonnabend (16 Uhr) ebenfalls der abschließende Spieltag über die Bühne gehen. Die günstigste Ausgangsposition im Meisterschaftskampf hat sich der TSV Havelse verschafft, der frühere Zweitligist verfügt über einen Vorsprung von drei Punkten und elf Toren gegenüber dem VfB Oldenburg, dem er im Spitzenspiel am 9. Mai mit 0:1 unterlegen gewesen war. Seitdem gab Havelse in vier Meisterschaftsspielen nur noch einen Punkt ab. Der Tabellendritte BSV Rheden hat wegen seines ungünstigen Torverhältnisses keine Chance mehr, in den Titelkampf einzugreifen.

An der Entscheidung im Meisterschaftsdreikampf der Oberliga Ost war Braunschweigs Stürmer Stefan Hauk maßgeblich beteiligt. In den Begegnungen mit Hansa Lüneburg und Güldenstern Stade schoss er nicht weniger als fünf der sieben Eintracht-Tore. Während er den Dreier gegen Lüneburg mit einem Dreierpack (4./58./81.) nahezu im Alleingang gesichert hatte, gelangen ihm gegen Güldenstern die Treffer zum 1:0 (18.) und 2:1 (43./Foulelfmeter). Stade hatte in der 36. Minute durch den einen Foulelfmeter verwandelnden Mario Radtke zum 1:1 ausgeglichen, doch noch vor dem Seitenwechsel brachte Hauk die Eintracht wieder in Führung. Die endgültige Entscheidung erzwangen Christoffer Pieper und Kevin Kluk mit ihren Treffern zum 3:1 (55.) und 4:1 (65.). Das Braunschweiger Meisterstück sahen rund 800 Zuschauer.

Das Starterfeld in der von der kommenden Saison an eingleisigen Oberliga Niedersachsen nimmt immer deutlichere Konturen an. Weil der SV Wilhelmshaven den Kampf gegen den Regionalliga-Abstieg bereits gewonnen hat, werden 'nur' 20 Mannschaften in der reformierten Liga an den Start gehen. Einziger Absteiger aus der Regionalliga Nord in die Oberliga Niedersachsen ist der Goslarer SC. Aus der Ost-Staffel haben Eintracht Braunschweig II, TuS Heeslingen, TSV Ottersberg, SV Drochtersen/Assel, VSK Osterholz-Scharmbeck, Hansa Lüneburg, Eintracht Northeim und VfV 06 Hildesheim die direkte Qualifikation geschafft.

Die Zulassungskommission des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat bereits jedem dieser acht Klubs die Oberliga-Lizenz erteilt. SVG Göttingen, SV Ahlerstedt/Ottendorf, Güldenstern Stade, die am Montag mit 1:0 in Ottersberg siegreiche FT Braunschweig (wir berichteten) und Lupo Martini Wolfsburg spielen am Sonnabend noch zwei Teilnehmer an der Relegationsrunde aus. RW Cuxhaven, MTV Gifhorn, BSV Ölper 2000 und Schlusslicht BW Bornreihe dagegen müssen in die Landesliga absteigen.

Aus der Oberliga West haben TSV Havelse, VfB Oldenburg, BSV Rheden, TV Cloppenburg, Kickers Emden, Eintracht Nordhorn und SV Meppen den Einzug in die eingleisige Oberliga vorzeitig gesichert. Den achten Tabellenplatz belegt derzeit der SV Ramlingen/Ehlershausen, der noch vom VfL Osnabrück II abgefangen werden kann. Chancen auf die Teilnahme an der Relegation dürfen sich ferner SV Bad Rothenfelde, Preußen Hameln und SC Langenhagen ausrechnen. In der Relegation kämpfen die Meister der vier NFV-Bezirksoberligen (als Lüneburger Meister steht schon Teutonia Uelzen fest) sowie die Tabellenneunten und - zehnten der Oberligen Ost und West um insgesamt vier Startplätze in der eingleisigen Oberliga.

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