TSV Ganderkesee trennt sich im Duell der Aufsteiger mit 1:1 vom TuS Varel/"Wir hatten sie spielerisch im Sack" Schrank rettet beim Comeback einen Punkt

Ganderkesee. Die gute Nachricht vorweg: Marko Schrank ist zurück - und trifft wieder. Mit seinem Tor zum 1:1 in der 84. Minute sicherte der Stürmer des TSV Ganderkesee seinem Team im Bezirksliga-Heimspiel gegen den TuS Varel einen Punkt. Trotz überstandenem Haarriss im rechten Fuß und erstem Saisontreffer - freuen konnte sich der 24-Jährige über sein Comeback allerdings nicht. "Gegen diesen Gegner nicht zu gewinnen, ist ganz, ganz bitter", haderte Schrank kurz nach dem Abpfiff. Tatsächlich hatten die Ganderkeseer im Duell der Aufsteiger vieles vermissen lassen und vor rund 100 Zuschauern eine schwache Leistung geboten. So wartet das Team von Trainer Raphael Riekers auch nach dem fünften Spiel weiter auf den ersten Sieg.
05.09.2011, 05:00
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Von Daniel Cottäus

Ganderkesee. Die gute Nachricht vorweg: Marko Schrank ist zurück - und trifft wieder. Mit seinem Tor zum 1:1 in der 84. Minute sicherte der Stürmer des TSV Ganderkesee seinem Team im Bezirksliga-Heimspiel gegen den TuS Varel einen Punkt. Trotz überstandenem Haarriss im rechten Fuß und erstem Saisontreffer - freuen konnte sich der 24-Jährige über sein Comeback allerdings nicht. "Gegen diesen Gegner nicht zu gewinnen, ist ganz, ganz bitter", haderte Schrank kurz nach dem Abpfiff. Tatsächlich hatten die Ganderkeseer im Duell der Aufsteiger vieles vermissen lassen und vor rund 100 Zuschauern eine schwache Leistung geboten. So wartet das Team von Trainer Raphael Riekers auch nach dem fünften Spiel weiter auf den ersten Sieg.

"Es ärgert mich einfach, dass wir unsere Angriffe nicht konsequent zu Ende spielen", kritisierte der Coach, der nach dem Abpfiff das Feld schnellen Schrittes verlassen hatte, um sich nach einer hitzigen Partie erstmal Abkühlung zu verschaffen - am vor der Sportanlage parkenden Eiswagen. "Wir hatten sie spielerisch im Sack. Jetzt müsste auch der Letzte gelernt haben, dass wir in der Bezirksliga selbst gegen ein Team von unten 100 Prozent geben müssen, um am Ende überhaupt einen Punkt zu holen", betonte Riekers, der den ersten Aufreger des Spiels bereits in der 18. Minute gesehen hatte.

Jens Bauer ging im Strafraum gegen Varels Waldemar Müller zu ungestüm zu Werke, der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter Daniel Hirsch (GVO Oldenburg) entschied auf Strafstoß. Gäste-Kapitän Sven de Groot ließ sich in der Folge nicht lange bitten - 1:0. Kurz vor der Pause trat dann Varels Giancarlo Orru in den Mittelpunkt des Geschehens, als er wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah (38.). Ärgerlich für Ganderkesee: Hirsch unterbrach für den Platzverweis eine aussichtsreiche Konterchance der Gastgeber und brachte so unnötig Unruhe ins Spiel.

"Wir starten in die zweite Halbzeit mit einem Mann mehr, haben alle Möglichkeiten und bringen uns selbst um diesen Vorteil", ärgerte sich Riekers - und meinte damit die Szene aus der 67. Minute, als Patrick Meyer überhart gegen de Groot eingestiegen war und dafür zurecht die Gelb-Rote Karte sah. Die Gäste beschränkten sich nun - trotz der wieder ausgeglichenen Kräfteverhältnisse - aufs Kontern, Ganderkesee rannte an, allerdings ohne wirklichen Plan, für Gefahr in Varels Strafraum zu sorgen. "Wenn Pässe über fünf Meter nicht ankommen, ist es eben nicht möglich, Druck aufzubauen", fand auch Torjäger Schrank klare Worte für den Auftritt seines Teams. Als der Rückkehrer in der 75. Minute für den glücklosen Bastian Mahlendorf auf den Platz gekommen war, schien in der Schlussphase noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen - mit Folgen. Nach schöner Flanke von Niklas Stopinsek war es Schrank, der im Strafraum die Übersicht behielt und aus kurzer Distanz den Ausgleich markierte

(84.). Nur zwei Minuten später hätte Kapitän Stephan Asche sogar das 2:1 machen können - eigentlich müssen - vergab aber freistehend aus rund zehn Metern Torentfernung. "Die Chancen waren da. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", sagte Ganderkesees Co-Trainer Markus Metschulat. Allerdings war das Riekers-Team auch gegen neun Vareler (Laszlo Kerekes hatte in der 83. Minute wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot gesehen) nicht in der Lage, den ersten Sieg der Saison perfekt zu machen.

"Wir haben in fünf Partien erst einmal verloren", hob Riekers hervor, wusste aber auch: "Nur mit Unentschieden bewegt man eben nichts." Mut dürfte den Ganderkeseern machen, dass mit Marko Schrank in Zukunft wieder eine vielversprechende Alternative im Angriff mehr zur Verfügung steht. "Das ist sehr wichtig für uns. Er weiß genau, wo das Tor steht", sagte Metschulat.

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