Schulden, Stolz und Selfies

Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist hart, hart umkämpft, die Immobilien rar und teuer. Wer kann helfen? Sabia Boulahrouz sucht eine Wohnung für sich und ihre zwei Kinder.
27.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Mona Adams

Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist hart, hart umkämpft, die Immobilien rar und teuer. Wer kann helfen? Sabia Boulahrouz sucht eine Wohnung für sich und ihre zwei Kinder. Aktuell braucht die Ex-Ex-Spielerfrau einen großen Waschkeller, um die dreckige Wäsche mit dem Ex Rafael van der Vaart zu waschen. Davon hat sie nämlich Berge. Da braucht es schon „fünf Zimmer“, wie sie sagt, natürlich „in Eppendorf“, nur wegen der Kinder. So lange sie nichts geeignetes findet, bleibt sie einfach in dem ehemaligen van der Vaartschen Liebesschloss in Alsterdorf: 3000 Quadratmeter, großer Garten, monatliche Warmmiete 8500 Euro. Weil sie die nicht hat, zahlt sie nicht. Macht Sinn. Blöd für ihren Ex, dass der auch im Mietvertrag steht, und jetzt für ihre 60 000 Euro Mietschulden aufkommen soll. Und schwupps werden aus Mietschulden Mitschulden.

Wie schön? Das Bäderland Hamburg verteilt in einigen seiner Freibäder kleine bunte Sticker. Doch bevor das Kinderherz sich freut, nein, die sind nicht fürs Stickeralbum gedacht. Sie richten sich gegen Hobbyfotografen und Selfiekönige. Die Aufkleber gibt es erst einmal nur im Schwimmbad in Bramfeld, in der Alster-Schwimmhalle, im Festland in Altona und im MidSommerland im Süden Hamburgs. Schon seit einem halben Jahr gilt in Hamburg in allen von Bäderland betriebenen Schwimmbädern ein generelles Foto- und Film-Verbot.

Die Betreiber wollen damit verhindern, dass unbeteiligte Gäste fotografiert werden. Eine Spiegel­reflex oder ein traditioneller Fotoapparat ist schnell enttarnt, die Kamera am Smartphone nicht. Daher wird nun zugeklebt, was das Zeug hält. Keine Macht der Handy-Spamer bedeutet dann aber auch keine zuckersüßen Fotos vom Nachwuchs bei den ersten Plansch­versuchen. Es sei denn, der Sticker kommt statt auf die Linse doch ins Stickeralbum. Noch ist sein Gebrauch nämlich freiwillig.

Der HSV hat es also mal wieder geschafft, bleibt erstklassig. Die Polizei hatte sich auf die besondere Spielbegegnung mit dem VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende gut eingestellt, 250 Bundespolizisten sorgten für eine sichere An- und Abreise der Fans. Insgesamt blieb es recht ruhig: „5 x Körperverletzung, 1 x Raub, 1 x Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen, 1 x Verstoß Sprengstoffgesetz und 1 x Diebstahl“, so die Meldung der Polizei. Letzteres war dann doch skurril. Zwei HSV-Fans trugen ihr Diebesgut derlei ungeniert, für alle sichtbar bei sich, dass Polizisten auf die Männer aufmerksam wurden. Die Täter bestätigten, dass es sich bei ihrem 14-Kilo-Mitbringsel um eine Querlatte eines Fußballtores aus dem Volksparkstadion handele. Nach dem siegreichen Spiel wurden die Teile eines Fußballtores, sagen wir mal, nicht ganz sachgerecht demontiert am Spielfeld aufgefunden. Daraufhin hatten die beiden HSV-Fans die Querlatte einfach mitgenommen. Das besondere Mitbringsel sollte eigentlich im heimischen Vereinsheim einen besonderen Platz erhalten, stattdessen liegt es jetzt in der Asservatenkammer der Polizei. Aber nicht lange. Denn: Der HSV verzichtet auf den Wiederaufbau und eine Diebstahlsanzeige. Die Latte kann privatisiert werden.

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