Basketballer verlieren in Lindhorst Schulterverletzung schockt TuS Syke

Syke. Die Aufholjagd der Basketballer des TuS Syke im Abstiegskampf der Bezirksoberliga Hannover ist gestoppt. Beim TuS Jahn Lindhorst gab es eine 66:71 (32:43)-Niederlage. Die kam angesichts des deutlich besseren Tabellenstandes des Gegners nicht komplett unerwartet, war in ihrem Entstehen aber ärgerlich.
14.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker

Syke. Die Aufholjagd der Basketballer des TuS Syke im Abstiegskampf der Bezirksoberliga Hannover ist gestoppt. Beim TuS Jahn Lindhorst gab es eine 66:71 (32:43)-Niederlage. Die kam angesichts des deutlich besseren Tabellenstandes des Gegners nicht komplett unerwartet, war in ihrem Entstehen aber ärgerlich.

Tragisch und viel schlimmer als die verlorenen Punkte war aber die schwere Verletzung von TuS-Akteur Markus Finke, der sich die Schulter auskugelte und auf nicht absehbare Zeit ausfallen wird. Es war Mitte des dritten Viertels, als Finke die Hand auf dem Ball hatte, ein Gegner ihm das Spielgerät wegschlagen wollte, Finkes Arm jedoch nicht nachgab und am dafür vorgesehen Gelenk am Ellbogen einknickte. Stattdessen wirkte die Hebelwirkung des ausgestreckten Armes auf die Schulter, die aus dem Gelenk sprang und Finke unglaubliche Schmerzen bereitete. Der Syker wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Stadthagen gebracht. "Die kannten unsere Trikots schon", meinte Trainer Paul Bärwald sarkastisch, denn vor nicht einmal drei Monaten erlitt Sykes Center Patrick Weseloh die gleiche Verletzung bei einem Auswärtsspiel und landete ebenfalls in besagtem Spital.

Nach der halbstündigen Unterbrechung startete der TuS einen kurzen Zwischenspurt. "Insgesamt aber hat uns die Verletzung natürlich beschäftigt. Und außerdem kam für Lindhorst die Unterbrechung gerade recht, denn die waren konditionell ziemlich am Ende", so Bärwald. Es war schließlich wieder einer der Tage, an dem die Basketballdiva TuS Jahn einen schwächeren Tag erwischt hatte. "Die hatten auch nur acht Leute", so Sykes Coach.

Die Gäste starteten furios, gingen mit 19:7 in Führung, um das erste Viertel dann doch nur mit 19:15 für sich zu entscheiden. Der Schwächephase zum Ende des ersten Abschnitts folgte ein totaler Blackout im zweiten Viertel. Das gewannen die Hausherren mit 28:13 und lagen so zur Pause mit 43:32 vorne. Fehlpässe, Unaufmerksamkeiten, fehlende Cleverness und mangelnde Disziplin waren die Merkmale des Syker Spiels in dieser Phase.

Trotz des Verletzungsschocks verkürzte das Bärwald-Team im dritten Viertel und glich im letzten Teil sogar zum 65:65 aus. "Wer ist denn hier eigentlich die Diva der Liga?", mochte sich nicht nur der Übungsleiter der Gäste gefragt haben, denn der Zwischenspurt seiner Mannen war einfach nur stark gewesen. "Doch am Ende waren wir nicht abgezockt genug", haderte er.

TuS Syke: Neufeld (23), Bomhoff (10), Bäuning (8), Winzia (9), Finke (10), Salame (4), Bengs (2), Müller.

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