'Schwäne' lassen TV Neerstedt vor der Pause davonziehen

Schwanewede. Neuzugang Helmut Hinrichs kam von der Arbeit extra aus Südeuropa angeflogen, nahm sich am Bremer Flughafen sofort einen Leihwagen und düste der HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum Auftritt in der Handball-Oberliga Nordsee hinterher. Zum Überflieger sind die 'Schwäne' damit beim Regionalliga-Absteiger TV Neerstedt aber trotzdem nicht geworden: Der Aufsteiger musste sich mit 27:34 (11:15) geschlagen geben.
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Von Olaf Kowalzik

Schwanewede. Neuzugang Helmut Hinrichs kam von der Arbeit extra aus Südeuropa angeflogen, nahm sich am Bremer Flughafen sofort einen Leihwagen und düste der HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum Auftritt in der Handball-Oberliga Nordsee hinterher. Zum Überflieger sind die 'Schwäne' damit beim Regionalliga-Absteiger TV Neerstedt aber trotzdem nicht geworden: Der Aufsteiger musste sich mit 27:34 (11:15) geschlagen geben.

Doch Hand auf's Herz: Einen Erfolg beim Tabellenzweiten hatte niemand erwartet. 'Das Gute war, dass meine Mannschaft nie den Mut verloren hatte, nie aufgegeben hat', arrangierte sich Schwanewedes Co-Trainer Torsten Stellmann mit dem Ergebnis. Es hätte aus 'Schwäne'-Sicht nämlich auch wesentlich knapper ausfallen können: Beim 3:2 von Rafael Dollowski lagen die Gäste kurz in Front, beim 6:6 von Mirko Ahrens stand die Begegnung weiter auf des Messers Schneide.

Bis dahin hatte die Abwehr des Aufsteigers prächtig gestanden und die gefährlichen Neerstedter Halbangreifer sowie deren Kreisläufer gut abgeschirmt, der Angriff sorgte dazu mit einer konsequenten Chancenauswertung dafür, dass der Rückwärtsgang gegen den stark konternden Tabellenzweiten ein wenig ruhiger eingelegt werden konnte. Ja, selbst beim 9:11 von Syver Theuerholz war die HSG dem Regionalliga-Absteiger immer noch ebenbürtig.

Danach begann die verhängnisvolle Schwaneweder Phase, die den späteren Spielverlauf massiv bestimmen sollte. Die Gäste verballerten zwei Siebenmeter, ließen eine weitere Großchance aus und liefen TV Neerstedt bis zum 9:14 direkt ins offene Kontermesser. 'Gefühlt war das bis dahin immer noch ein knapper Rückstand', musste sich Torsten Stellmann, der den verhinderten Chefcoach Henning Schomann auf der HSG-Bank vertrat, von der Realität an der Anzeigetafel belehren lassen. Mit einem weiteren Gegentreffer direkt mit dem Pausenpfiff ging es für die HSG mit einem viel zu hohen Rückstand in die Kabine.

Der wurde direkt nach dem Wiederanpfiff noch größer, als sich die Gäste zu viele einfache Fehler erlaubten und binnen sieben Minuten auf 12:19 zurück fielen. 'Da sind wir überhaupt nicht aus dem Quark gekommen', beschrieb 'Todde' Stellmann die alles entscheidende Phase. Trotzdem überzeugte bei den 'Sahneschnitten' der linke Rückraumschütze Rafael Dollowski. 'Schwäne'-Neuzugang Helmut Hinrichs kam auf knapp zehn Minuten Einsatzzeit überwiegend in der Abwehr, da ihm im Angriff ohne großes Training mit dem Team natürlich noch die Bindung fehlt. 'Er hat seine Sache gut gemacht', bilanzierte Tor-sten Stellmann die Premiere seines früheren Grambker Zweitliga-Mitstreiters.

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