Erfolge bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft stärken auch TSV Timke und seiner Schwedin Lisa Alker den Rücken

Schweden-Import motiviert Bezirksliga-Team Timkes Torhüterin Lisa Alker: Begeistert von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft, selbstbewusst vor dem Saisonstart

Kirchtimke. Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft hat dem Königreich Schweden viel Selbstvertrauen gegeben, kein Wunder nach den starken Auftritten und dem Bronzeplatz. Der Frauen-Bezirksligist TSV Timke blickt ebenfalls voller Selbstvertrauen auf die Saison 2011/12. Was auch an Schweden-Import Lisa Alker liegt, die seit zwei Jahren das Tor des ambitionierten Vereins hütet.
20.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Reiner Tienken

Kirchtimke. Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft hat dem Königreich Schweden viel Selbstvertrauen gegeben, kein Wunder nach den starken Auftritten und dem Bronzeplatz. Der Frauen-Bezirksligist TSV Timke blickt ebenfalls voller Selbstvertrauen auf die Saison 2011/12. Was auch an Schweden-Import Lisa Alker liegt, die seit zwei Jahren das Tor des ambitionierten Vereins hütet.

Die schwedische Frauen-Nationalelf um Torjägerin Lotta Schelin setzte mit Rang drei bei der WM in Deutschland ein dickes Ausrufezeichen. Da durfte die Wahl-Deutsche im Trikot des TSV Timke mit Fug und Recht etwas stolz auf die "Tre Kroners" sein. Lisa Alker: "Ich habe mir die WM mit Freunden angeschaut. Die Männer waren positiv überrascht, wie gut man sich die Spiele ansehen kann." Die Frauen zeigten sich gerade in punkto Technik bei den Auftritten in Deutschlands Bundesliga-Stadien häufig von ihrer starken Seite.

Die Timkerin, die seit Mai 2009 für den TSV aktiv ist, verfolgte die Auftritte ihres Heimatlandes als großer Fan. Lisa Alker: "Wenn man im Ausland wohnt, wird man noch patriotischer." Die Bezirksliga-Torhüterin warf bei der WM natürlich ein besonderes Auge auf die Torwächterinnen der WM-Teams. Der Skandinavierin blieben da einige dicke Patzer natürlich nicht verborgen.

Lisa Alker hat sich beim Bezirksligisten aus dem Kreis Rotenburg sehr gut eingelebt. Das Nordlicht vermisst nur etwas den Reiz der schwedischen Landschaft. Das Pauken einer neuen Fremdsprache fiel der 28-jährigen Produktfotografin, die in der Schule in Schweden Französisch und Spanisch büffelte, gar nicht schwer. Lisa Alker: "Das Lernen einer Sprache war immer eine meiner Stärke." Die Schwedin, die aus einem Vorort von Göteborg stammt, begeisterte sich bereits im hohen Norden für den Fußballsport. Nach den Vereinsstationen Sjöviks SK, Lerums IF und BK Jige (alle Schweden) landete die Mutter zweiter Kinder beim TSV Timke. Die Beziehung zu ihrem Ex-Mann aus Deutschland führte die Schwedin in die Bundesrepublik.

Eine schwere Verletzung hatte zur Folge, dass die Freizeitkickerin den Part der Torhüterin übernahm. "Ich bin Torwart geworden, weil ich mir als Stürmerin ein Bein gebrochen habe", sagt Lisa Alker. Beim TSV Timke ist die Skandinavierin eine feste Größe zwischen den Pfosten. Das Spiel auf der Torlinie und die Weitschüsse (Abschläge) zählen zu den Stärken der Stammkraft. "Lisa ist sehr ehrgeizig. Was sie noch gut macht: Sie unternimmt viel für den Zusammenhalt der Mannschaft", ist Trainer Lars Mahnken begeistert von seiner Schlüsselspielerin.

Die Stammtorhüterin, die es in Schweden bis in die 2. Liga brachte und zwischendurch eine siebenjährige Fußball-Pause einlegte, traut dem TSV Timke eine sehr gute Rolle im Spieljahr 2011/12 der Frauen-Bezirksliga West zu. Lisa Alker ist überzeugt: "Wenn wir uns besser auf den Gegner einstellen und vorbereiten, ist alles möglich. Ich finde, dass wir auf jeder Position sehr gut besetzt sind."

Ins Heimatland Schweden fährt der Fan des IFK Göteborg, der vor neun Jahren in die Bundesrepublik übersiedelte, nur noch im Urlaub. Im August steht erneut der Eltern-Besuch im Königreich an. Die Wahl-Deutsche ist in der Bundesrepublik bestens angekommen und aufgehoben. Für Lisa Alker ist es die neue Heimat geworden: "Ich möchte in Deutschland bleiben. Ich fühle mich hier super wohl." Lars Mahnken dürfte das mit Wohlwollen hören. Der Trainer des TSV Timke, der sich in Sonderschichten regelmäßig extra um seine starke Torfrau kümmert, baut auch für die Zukunft mit der Leistung auf dem Platz und dem praktizierten Teamgeist außerhalb des Platzes ganz auf seinen sympathischen Schweden-Import.

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