19. Starke-Bäcker-Halbmarathon: Stephanie Dangela mit Überraschungssieg / Stromausfall schnell behoben Sebastian Kohlwes ist nicht zu stoppen

Bremen-Nord. Beste sommerliche Lauftemperaturen von 18 Grad bei bedeckten Himmel bescherte der LG Bremen-Nord bei ihrem 19. Starke-Bäcker-Halbmarathon über die drei Laufstrecken von fünf, zehn und 21,1 Kilometer mit gesamt 470 Teilnehmern einen starken Zuspruch.
05.09.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Matthias Thode

Bremen-Nord. Beste sommerliche Lauftemperaturen von 18 Grad bei bedeckten Himmel bescherte der LG Bremen-Nord bei ihrem 19. Starke-Bäcker-Halbmarathon über die drei Laufstrecken von fünf, zehn und 21,1 Kilometer mit gesamt 470 Teilnehmern einen starken Zuspruch.

Statt der vor ein paar Tagen noch befürchteten Hitze, funkten kräftige Schauer während der Siegerehrungen am Grambker Sportparksee den Organisatoren um Martin Neumann dazwischen und sorgten für einen kurzzeitigen kompletten Stromausfall. Das luftgefüllte Zieltor sowie Zelt über dem Verpflegungsstand sackten zusammen.

Das Problem war allerdings schnell behoben und bis auf zwei, drei Nachzügler waren alle Teilnehmer ohnehin bereits im Ziel. Auch auf der Laufstrecke präsentierte sich die LG Bremen-Nord, wenn auch sicherlich nicht ganz freiwillig, als guter Gastgeber und überließ die Siege jeweils den Gästen.

Im Hauptrennen des Starke-Bäcker-Halbmarathons über 21,1 Kilometer war Sebastian Kohlwes von der LC Hansa Stuhr nicht zu stoppen. Seinen Vorsprung von 40 Metern nach einem Kilometer baute er auf der Wendepunktstrecke auf dem Lesum- und Weserdeich Richtung Moorlosen Kirchen auf einen halben Kilometer aus. Nach seinem Zieleinlauf in 1:16:32 Stunden musste Sebastian Kohlwes dann aber lange warten, bevor Carsten Glinsmann (1:20:42) vom SV Hepstedt-Breddorf und Lokalmatador Frank Themsen (1:21:18) auf den Plätzen zwei und drei einliefen.

„Es war hart, dass Tempo hochzuhalten. Auf dem Deich hat man keinen Schutz vor dem Wind. Ich war drei Monate verletzt und wollte einen Testlauf im Hinblick auf den Bremen-Marathon machen“, begründete Sebastian Kohlwes, dass er sich trotz des riesigen Vorsprungs keine Schonung gönnte, und sich damit zugleich in den Favoritenkreis für den Bremen-Marathon lief.

An schnelle Marathonzeiten kann Frank Themsen von der LG Bremen-Nord dagegen noch nicht denken. „Bis vor einer Woche hatte ich aufgrund einer Entzündung noch Antibiotika nehmen müssen“, erklärte Frank Themsen nachdem er abgekämpft ins Ziel kam und immerhin noch seinen dritten Vorjahresplatz wiederholte.

Auf den siebten Platz lief Holger Bannies von der LG Bremen-Nord (1:24:11 Stunden) ins Ziel, der auf den letzten Kilometern noch zwei Positionen verlor. Zusammen konnten sich die beiden Nordbremer aber über die Altersklassen-Gewinne für die M 45 beziehungsweise M 50 freuen.

Einen unerwarteten Erfolg gab es bei den Frauen. Stephanie Dangela vom Sport-Ziel-Marathonteam feierte in starken 1:34:56 Stunden ihren ersten Laufsieg überhaupt. „Ich hatte mich langsamer eingeschätzt. Ich habe auf der Strecke zwar mitbekommen, dass ich vorne liege, aber bis zum Schluss damit gerechnet, dass noch welche von hinten kommen“, so die überraschte Bremerin Dangela. Die weiteren Geldpreise des Hauptlaufes sicherten sich knapp dahinter Naime Schimanski (LT Dodenhof Ottersberg) in 1:35:23 Stunden und Klara Zidlicky (Sport-Ziel-Marathonteam) in 1:35:58 ­Stunden.

Nicht für seine Tempoarbeit belohnt wurde Andreas Oberschilp von der LG Bremen-Nord im Zehn-Kilometer-Rennen. Die beiden Hauptklassenläufer Abiel Hailu und Fisha Werede von der LG Kreis Verden hefteten sich nur an die Sohlen der M-45-Läufers. „Ich hatte sie aufgefordert auch mal Tempo zu machen, aber aus taktischen Gründen oder vielleicht nach Vorgabe ihres Trainers hängten sie sich immer nur ran“, beschrieb der ebenfalls in Verden wohnende Andreas Oberschilp sein Unverständnis über dieses Verhalten seiner viel jüngeren Konkurrenten. Auf den letzten Kilometern musste er sich im Spurt bei seiner dennoch guten Endzeit von 35:01 Minuten um zehn beziehungsweise sechs Sekunden geschlagen geben.

In den weiteren Einläufen am Sportparksee zeichneten sich die Sieger schon frühzeitig ab. Die letztjährige Halbmarathon-Siegerin Janina Heyn vom ATS Buntentor gewann über die zehn Kilometer überlegen in 39:49 Minuten, und auf der halben Distanz setzte sich Janina Beck (21:49) vom SV Werder Bremen vor der Ritterhuderin Vanessa Jegust (23:50) durch.

Auf den fünf Kilometern der Männer ­dominierte Ben Torda (16:06) vom Lehnstedter RC vor Sven Eilingshoff (16:52/Buntentor) und Martin Petzold (18:16) von der LG Bremen-Nord.

„Ich hatte sie aufgefordert, auch mal Tempo zu machen.“ Andreas Oberschilp, LGN-Läufer
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