Die U11-Fußballer von RB Leipzig gehen erstmals beim Junior-Super-Cup an den Start / Rund 40 Turniere im Jahr Selbstbewusste Vielfahrer

„Wir schulen unsere Spieler extra, damit sie mit solchen Situationen umgehen können.“ RB-Leipzig-Trainer Mario Beyer über die Anfeindungen anderer Vereine Delmenhorst·Leipzig.
04.06.2015, 00:00
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Selbstbewusste Vielfahrer
Von Patrick Hilmes

Warum? „Weil wir bei uns einfach unterfordert sind.“ So begründet Trainer Mario Beyer die weiten Reisen seines Teams, der U11 von RB Leipzig. 40 an der Zahl sind es alleine in einem Jahr zu großen Turnieren. So wie auch im Sommer nach Delmenhorst. Die Leipziger sind eine der 36 Fußball-Mannschaften, die am 13. und 14. Juni um den Titel beim 2. Hermes-Junior-Super-Cup kämpfen. Das Turnier, das vom WESER KURIER unterstützt und auf der Anlage des Delmenhorster TB ausgetragen wird, strotzt nur so vor großen, klangvollen Namen.

Doch Angst hat Beyer vor den Kontrahenten nicht – im Gegenteil. „Wir sind absolut konkurrenzfähig.“ Mit seinen Youngstern erreicht der Coach laut eigener Aussage bei großen Turnieren normalerweise die Runde der besten Acht, und in Delmenhorst traut er seinen Jungs noch mehr zu: „Wir können durchaus ins Finale einziehen und das Turnier auch gewinnen.“ Dafür müssen die „Roten Bullen“ aber erstmal die Gruppenphase überstehen, in der sie auf den 1. FC Köln, Hannover 96, den FC Tereros Tokio, den TuS Hasbergen und den Blumenthaler SV treffen. „Ich freue mich schon sehr darauf und bin zuversichtlich“, gibt sich Beyer selbstbewusst.

Der Trainer und gleichzeitige Leiter der Fußballschule von RB Leipzig hält große Stücke auf seine Schützlinge, weil sie in steter Regelmäßigkeit durch Deutschland tingeln und sich dabei mit den Bundesliga- und internationalen Top-Nachwuchsteams messen. „Wir spielen auch in Holland oder in Tschechien“, erklärt Beyer. Nach dem Turnier in Delmenhorst geht es zunächst zurück nach Leipzig, ehe sich die Junioren auf den Weg nach Stuttgart machen. „Wir müssen so viele Kilometer reißen, da es sehr wichtig ist, dass wir uns mit solch starken Teams messen“, betont der Trainer. In der Kreisoberliga seien seine Jungs zwar unterfordert, spielerisch wie auch taktisch – doch drei Spieltage vor Schluss belegen sie dort lediglich den dritten Rang hinter dem SV Lok Engelsdorf und dem SV Eintracht Leipzig-Süd.

Dennoch sagt Beyer, dass „wir zumeist gegen Mannschaften spielen, die nur hinten drin stehen und mit langen Bällen agieren.“ Ab und an scheint das gegen die Leipziger zu funktionieren. Doch darüber macht sich Beyer vor dem Junior-Super-Cup in Delmenhorst keine Gedanken. „Das ist schließlich eines der besten Turniere in ganz Deutschland“. Verschiedene Strukturen und Spielsysteme, höhere spielerische Klasse, größere taktische Finessen – all das sieht der Coach nur bei Duellen mit den großen Klubs. Und dafür muss halt Kilometer um Kilometer gefahren werden. Die Kinder müssen allerdings nicht jedes Mal die großen Reisestrapazen auf sich nehmen. „Wir haben einen Kader von 17 Spielern. Nach Delmenhorst kommen beispielsweise nur zehn davon mit“, erläutert der 31-Jährige. Zwar haben die anderen dadurch eine Pause, jeder Einzelne kommt aber dennoch auf die stolze Summe von 25 bis 30 Turnieren im Jahr.

Noch stolzer ist die Zahl von Beyer selbst, denn er versucht, bei allen 40 dabei zu sein: „Wir müssen nicht nur mit-, sondern auch selber fahren, alles organisieren und auf die Kinder aufpassen. Das ist schon richtig anstrengend für uns Trainer.“ Doch er macht das gerne. „Genau wie die Kinder. Sie kommen dabei immer bei neuen Gastfamilien unter, lernen neue Leute und auch neue Spieler kennen.“ Und diese haben laut Beyer nicht solche Vorurteile gegenüber dem von Red Bull gegründeten und finanzierten Verein wie ein Großteil der Fußballfans. „Im Gegenteil, wir werden immer positiv aufgenommen. Andere Trainer und Spieler beneiden uns darum, dass wir über eine so gute Infrastruktur, Ausstattung und Anzahl an Plätzen verfügen“, unterstreicht Beyer.

Ab und an bekommen die Junioren dann aber doch spitze Kommentare über ihren Verein zu hören. „Die kommen dann allerdings mehr von den Gegnern aus der Region um Leipzig.“ Nicht nur, dass die RB-Jungs einmal Profi werden wollen, sie werden auch schon wie Profis auf solche Momente vorbereitet. „Wir schulen unsere Spieler extra, damit sie mit solchen Situationen umgehen können“

, sagt Beyer.

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