Landkreis Osterholz

Senioren-DM: Bronze für Wagner, Boy erstmals im Achtelfinale

Landkreis Osterholz. Siegfried Wagner ist mit einer Bronzemedaille von den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Senioren zurückgekehrt. Diese holte der Abwehrspieler der TuSG Ritterhude im Doppelwettbewerb der 50er-Klasse an der Seite seines niedersächsischen Partners Guido Hehmann.
08.06.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Siegfried Wagner ist mit einer Bronzemedaille von den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Senioren zurückgekehrt. Diese holte der Abwehrspieler der TuSG Ritterhude im Doppelwettbewerb der 50er-Klasse an der Seite seines niedersächsischen Partners Guido Hehmann. In der Einzelkonkurrenz kam Jessica Boy von den fünf Startern des Landkreises Osterholz am weitesten. Die Falkenbergerin schaffte erstmals den Sprung ins Achtelfinale.

Dabei hatte das Turnier in Kassel für den erfahrenen Wagner gar nicht gut begonnen. Im Einzel fehlte dem Oberligaakteur nur ein Satz zum Weiterkommen. In Wagners Gruppe wiesen der Zweit- bis Viertplatzierte jeweils 1:2-Siege auf. Doch die Viersatz-Niederlage des Ritterhuders gegen Ludger Ostendarp (Württemberg) fiel im Endeffekt etwas zu hoch aus.

Im folgenden Doppelturnier erfüllte sich der 54-Jährige aber einen Traum. Zusammen mit Guido Hehmann (SC Hemmingen-Westerfeld) überstand Wagner die ersten drei K.o.-Runden relativ mühelos und fand sich plötzlich im Halbfinale wieder. Hier schnupperte das Duo sogar am Endspiel. Gegen die späteren deutschen Meister Hans-Jürgen Fischer/Reinhold Kessel (Hessen) unterlagen die beiden erst nach fünf umkämpften Durchgängen. Satz eins wurde beispielsweise erst in der Verlängerung abgegeben.

„Die Medaille kann mir keiner mehr nehmen“, strahlte Wagner nach der Siegerehrung, „da werde ich mich jetzt nicht darüber ärgern, was vielleicht sogar noch möglich gewesen wäre.“ Die wertvolle Plakette musste Wagner jedoch nach dem Siegerfoto erst mal wieder aus der Hand geben. Die eigentlichen Medaillen wurden nicht rechtzeitig angeliefert und lagerten stattdessen in einem Postdepot.

Ähnlich stolz kehrte Jessica Boy vom TV Falkenberg in die Heimat zurück. In allen drei Konkurrenzen (Einzel, Doppel, Mixed) schaffte es die Defensivspezialistin bis in die Runde der letzten 16. Im Einzel startete Boy mit zwei Erfolgen hervorragend.

Dennoch drohte der Oberligaspielerin im dritten Gruppenspiel vorübergehend doch noch das Aus. Beim Stand von 0:2 Sätzen gegen die Hamburgerin Katja Decker musste Boy unbedingt einen Durchgang für sich entscheiden. Dies gelang, die spätere Fünfsatzniederlage verhinderte nicht mehr das Weiterkommen. Am nächsten Tag dominierte Boy ihre Kontrahentin Petra Zeitz (Hessen) nach Belieben und siegte glatt mit 3:0. Im Achtelfinale wartete Sylke Bayer vom Pfälzischen Landesverband, gegen die sich Boy ein denkwürdiges Match lieferte.

Nach zwei abgewehrten Matchbällen ließ die Falkenbergerin ihrerseits zwei Chancen zum Sieg ungenutzt und verlor letztlich hauchdünn mit 15:17 im Entscheidungssatz. „Die Tischtennisgöttin war nicht auf meiner Seite“, analysierte Boy kurz und knapp. Auf der Heimreise im Zug stellte sich bei ihr aber dennoch Zufriedenheit über das Geleistete ein.

Mit Cornelia Kuhangel, Bianca Hampel und Silke Kästingschäfer nahmen auch drei Ritterhuderinnen teil. Alle scheiterten jedoch in der Gruppenphase. Kuhangel gelang zumindest ein Erfolg, im Doppel brachte die Routinespielerin an der Seite von Claudia Gemeinhardt (Hessen) eine 2:1-Satzführung in der ersten Runde nicht ins Ziel. Während Kästingschäfer bei ihrer Gruppenauslosung etwas Pech hatte und ihr unter anderem gegen die spätere Vizemeisterin Kerstin Segeth ein Erfolgserlebnis verwehrt blieb, durfte Bianca Hampel immerhin einmal jubeln. Beide konnten sich immerhin mit einem Fünfsatzsieg im Doppel gegen eine sächsische Paarung trösten, bevor sie im Achtelfinale das Aus ereilte.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+