3. Handball-Liga Nord SG Achim/Baden hat noch immer Relegations-Chancen

Achim. Die Handballer der SG Achim/Baden konnten am drittletzten Spieltag der 3. Liga Nord keinen Boden im Fernduell mit dem DHK Flensborg um den Relegationsplatz 14 gut machen.
06.05.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Achim. Die Handballer der SG Achim/Baden konnten am drittletzten Spieltag der 3. Liga Nord keinen Boden im Fernduell mit dem DHK Flensborg um den Relegationsplatz 14 gut machen. Im Gegenteil: Während der ehemalige Zweitligist aus dem Kreis Verden sein Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Henstedt-Ulzburg mit 32:37 (18:19) verlor, kam Flensborg beim 33:33 gegen den TSV Altenholz zu einem überraschenden Punktgewinn und weist in der Tabelle nun zwei Zähler Vorsprung gegenüber dem Team von Trainer Carsten Meyer auf.

Carsten Meyer, Trainer der SG Achim/Baden, sprach nach dem gestrigen 32:37 gegen den SV Henstedt-Ulzburg vom "vielleicht besten Spiel unter meiner Regie". Doch das reichte gegen den Tabellenzweiten nicht aus. Den spielentscheidenden Rückstand handelten die Gastgeber sich in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit ein. Nachdem Tobias Freese bei drei Versuchen geblockt worden war und Florian Doormann noch in der eigenen Hälfte ein weiterer Fehlpass unterlaufen war, führte Henstedt-Ulzburg beim 19:23 erstmals mit vier Toren. Da Achim bereits die elfte Niederlage in Folge kassierte, der Konkurrent im Kampf um den Relegationsplatz, DHK Flensborg, aber zugleich gegen den TSV Altenholz einen weiteren überraschenden Punktgewinn landete, ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt bei den Anhängern des Tabellenvorletzten gestern nicht größer geworden.

Da in den 3. Ligen bei Punktgleichheit indes nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich den Ausschlag gibt, läuft es rein rechnerisch unverändert auf einen Showdown zwischen der Spielgemeinschaft und Flensborg am letzten Spieltag hinaus. Kann Achim nach dem Erfolg im Hinspiel am finalen Spieltag in zwei Wochen in der heimischen Gymnasiumhalle auch den Rückrundenvergleich gewinnen, hat die SG die Saison auf dem von Carsten Meyer bei seinem Amtsantritt als Ziel ausgegebenen und rettenden 14. Rang beendet.

Im Match mit dem SV Henstedt-Ulzburg war gestern zumindest in der ersten Halbzeit zwischen dem Tabellenzweiten und dem Vorletzten kein Unterschied auszumachen. Dass die Gäste aus dem Kreis Segeberg zur Halbzeit letztlich noch eine knappe Führung mitnahmen, hatte die SG sich letztlich selber zuzuschreiben. Gleich dreimal unterliefen den Gastgebern bereits im Spielaufbau Abspielfehler, die die Mannschaft um Trainer Tobias Skerka dann zu einfachen Toren nutzte. Bis zum 7:6 durch Kreisläufer Cord Katz (12.) lag der Aufsteiger sogar immer vorne. Danach ließ die SG sich auch durch die erstmalige Führung des SV (7:9/16.) nicht aus der Spur bringen. Florian Doormann glich beim 10:10 wieder aus.

Rote Karte für Skerka

Den eingangs der letzten 15 Minuten eingehandelten Rückstand vermochte die schließlich mit einer offensiven 3:3-Variante verteidigende SG aber auch mit zwei Spielern mehr auf dem Feld nicht mehr entscheidend zu verringern, nachdem Gäste-Coach Skerka wegen Reklamierens eine allerdings überzogene Rote Karte erhalten hatte. Überhaupt leisteten sich die in der Bundesliga erprobten Schiedsrichter Jürgen Aniol und Prof. Dr. Udo Boeken den einen oder anderen Schnitzer, auch zum Nachteil der SG. Carsten Meyer stellte nach dem Match fest, "dass wir weiter Fortschritte machen". Der Sieg der des SV Henstedt-Ulzburg gehe aber vollkommen in Ordnung. "Der Gegner war heute schon die zwei, drei Tore besser", gab der Trainer der unterlegenen Heimmannschaft zu.

SG Achim/Baden:Blum, von Seelen; Freese (8/4), Doormann (5), Patzack (5), Schanthöfer (4), Xhafolli (3), Katz (3), Hoppe (3), Podien (1), Block-Osmers, Meier, Balke, Zschorlich

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