Jugendförderverein (JFV) Bremen bereitet sich akribisch auf den Startschuss im September vor Sieben Trainer für fünf Fußball-Teams

Vegesack. Nach rund einjähriger Vor- bereitung wird in Bremen-Nord nun ein neues Fußball-Kapitel aufgeschlagen: Anfang September starten fünf Mannschaften des Jugendfördervereins (JFV) Bremen in den Pokal- und Punktspielbetrieb des Bremer Fußballverbandes. JFV-Vorsitzender Bernd Siems ist zuversichtlich: „Wir sind gut gerüstet, um talentierten und leistungswilligen Jugendspielern eine Perspektive zu bieten.
21.07.2015, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Nach rund einjähriger Vor-

bereitung wird in Bremen-Nord nun ein neues Fußball-Kapitel aufgeschlagen: Anfang September starten fünf Mannschaften des Jugendfördervereins (JFV) Bremen in den Pokal- und Punktspielbetrieb des Bremer Fußballverbandes. JFV-Vorsitzender Bernd Siems ist zuversichtlich: „Wir sind gut gerüstet, um talentierten und leistungswilligen Jugendspielern eine Perspektive zu bieten.“

Jugendfördervereine sind in Deutschland ein bewährtes Mittel, um den Jugendfußball dort am Leben zu erhalten, wo er schwächelt. Wie zum Beispiel beim TSV Lesum-Burgdamm, SV Grohn und der SG Aumund-Vegesack. Die drei Traditionsvereine beschlossen deshalb Anfang 2014, einen Jugendförderverein zu gründen, um die eigenen C-, B- und A-Junioren in leistungsstarken Teams zusammenzuführen. Bernd Siems (SAV), Axel Seekamp (TSV Lesum-Burgdamm) und Juan Schrader (SV Grohn) sowie der ehemalige Jugendleiter des Blumenthaler SV, Andreas Petersen, erarbeiteten ein Konzept und bilden jetzt die Führungsmannschaft des neuen Vereins.

Dessen Vorbild ist der JFV Bremerhaven, der seit vielen Jahren am Spielbetrieb teilnimmt und beispielsweise ebenso wie der Blumenthaler SV mit einer A-Junioren-Mannschaft in der Regionalliga Nord kickt. Auch am Burgwall wurde in der Vergangenheit über eine „Bündelung der Kräfte“ nachgedacht. Der Blumenthaler SV gründete deshalb den JFV Bremen-Nord, der freilich nur vorsorglich auf dem Papier existiert. Dem JFV Bremen wollte man deshalb nicht beitreten, versteht ihn als Konkurrenz und versuchte, dessen Aufnahme im Bremer Fußballverband zu verhindern.

Vergeblich, der BFV-Beirat, das höchste Organ zwischen den Verbandstagen, lehnte den Einspruch ab. Der Blumenthaler SV hat nun nach den Worten seines Vorsitzenden Holger Bors, erneut Einspruch gegen die Teilnahme des JFV Bremen am Spielbetrieb eingelegt, aber noch keine Antwort erhalten. Oliver Baumgart, Pressesprecher des Bremer Fußballverbandes: „Dass gegen die am 13. Juli veröffentlichte Staffeleinteilung seitens des Blumenthaler SV Einspruch eingelegt wurde, ist mit persönlich nicht bekannt.“

Der JFV Bremen hat zwei A-Junioren (U19/U18)-, zwei B-Junioren-Teams (U17/U16) und eine C-Jugend (U15) mit jeweils rund 20 Aktiven für den Spielbetrieb gemeldet und keine Absage erhalten. Die A-Junioren spielen in der Verbandsliga beziehungsweise in der Stadtliga und tragen ihre Heimbegegnungen auf den Plätzen des TSV Lesum-Burgdamm aus.

Die B-Junioren (Stadtliga/1. Kreisklasse) haben im Vegesacker Stadion beziehungsweise auf dem Oeversberg des SV Grohn Heimrecht, und die C-Jugend spielt ebenfalls in Vegesack. Für alle Teams hat Jugendleiter Andreas Petersen erfahrene Trainer gewinnen können. Julian Gelies (26) und Christopher Jones (29) für die U19 sowie Dieter Dering (54), der die U 18 unter seine Fittiche nimmt. Das Trainer-Tandem der U17 heißt Christian Thiemann (23) und Mirco Hoefermann (26), die U16 hört auf das Kommando von Tim Brexendorf (25), und Bernhard Andre betreut und trainiert die C-Jugend des JFV Bremen.

Ansprechpartner für alle Jugendteams sind neben Bernd Siems (1. Vorsitzender), Axel Seekamp (2. Vorsitzender), Juan Schrader (3. Vorsitzender) und Andreas Petersen (Jugendleiter) auch Angela Lange-Bullmahn (2. Jugendleiterin) und Dörthe Wendt (2. Schriftführerin).

Der Jugendförderverein Bremen soll zunächst einmal allen Jugendlichen eine Plattform bieten, die an einem leistungsorientierten Fußballsport interessiert sind, im Norden der Hansestadt aber keine Angebote finden. Grund: Viele Vereine haben schlicht keine C-, B- oder A-Juniorenteams mehr gemeldet. „Damit taltentierte junge Spieler nicht mehr aus Bremen-Nord abwandern, bieten wir ihnen jetzt mit dem JFV eine Alternative“, sagt Bernd Siems, der als Förderer und Vorsitzender der SAV-Fußballsparte einen guten Draht zu Sponsoren in der Region hat. Und Siems erhofft sich ebenso wie seine Mitstreiter eine Mag-netwirkung: Auch Spieler aus stadtbremischen Wohngebieten oder dem Kreis Osterholz könnten für Teams des JFV Bremen auflaufen. „Wer höherklassig spielen will, sollte sich bei uns melden“, wirbt Andreas Petersen. Der Jugendleiter verhehlt aber auch nicht, dass die SAV, der TSV Lesum-Burgdamm und der SV Grohn im JFV eine Nachwuchsschmiede für die eigenen Herrenmannschaften sehen.

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