Lilienthal

Siebtes Lilienthaler Benefiz-Hallenfußballturnier setzt Zeichen für Integration

Lilienthal. Fünf Teams trafen sich zum siebten Lilienthaler Benefiz-Hallenfußballturnier. Dieses Mal stand das Turnier ganz im Zeichen der Integration.
27.08.2017, 00:00
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Von FR
Siebtes Lilienthaler Benefiz-Hallenfußballturnier setzt Zeichen für Integration

Wei immer wurde ohne Schiedsrichter gespielt. Dennoch verliefen die Spiele fair.

Lilienthal. Fünf Teams trafen sich zum siebten Lilienthaler Benefiz-Hallenfußballturnier. Dieses Mal stand das Turnier ganz im Zeichen der Integration. Der Lilienthaler Sozialarbeiter der Kommunalen Jugendarbeit, Jürgen Manteufel, hatte eingeladen, und Steffen Nehls vom Gymnasium Lilienthal unterstützte das Turnier sowohl mit einem Team als auch mit einer kleinen Fangruppe, sodass es während der Spiele hörbare Unterstützung gab. Das Team „Gymnasium“ bestand aus Gymnasiasten, ehemaligen Schülern, die zurzeit an der IGS sind, und einem Schüler der BBS Osterholz-Scharmbeck. Den Grund dafür nannte Steffen Nehls: „Wir vergessen keine ehemaligen Schüler und freuen uns, dass die Schüler zu diesem Anlass wieder gemeinsam auftreten.“

Der TV Lilienthal (TVL) um Coach Mohamed Afanah stellte gleich zwei Teams, wobei das Team 2 ein Mix-Team war. Christoph Lüdemann (Stifter des neuen Wanderpokals) hätte mit seinem Team ohne Auswechselspieler antreten müssen. Kurzerhand tat man sich mit TVL 2 zusammen. Immerhin wurde eine Hin- und Rückrunde gespielt, sodass jedes Team sechs Mal antreten musste – eine recht hohe Belastung für überwiegend Hobbyspieler.

Als Gastteam konnte der FC Europa mit Spieler-Trainer Gregor Schöpe gewonnen werden, dem sein Können anzusehen war. Der ehemalige VSK-Osterholz-Spieler zeigte einige Glanzstücke, die lauten Applaus hervorriefen. Alle Spieler seines Teams sind Flüchtlinge, sie spielen in der sogenannten „Wilden Liga“ in Bremen, einer Hobby-Liga. Das Treffen mit den Flüchtlingen um Mohamed A. war herzlich, die Atmosphäre sehr freundschaftlich und fair.

Wie immer beim Lilienthaler Benefizturnier wurde ohne Schiedsrichter gespielt, was bei den zum Teil bestehenden Verständigungsschwierigkeiten erstaunlich reibungslos verlief. Die Teams wurden mit Obst und Getränken versorgt. Neben dem Sport ging es vorrangig um Spaß und Fair Play.

Das Team TVL 1 wurde Turniersieger vor TVL 2/Team Christoph. Den dritten Platz belegte punktgleich der FC Europa, wiederum knapp vor dem Team Gymnasium. Neben dem Gewinner-Wanderpokal wurden zusätzlich drei weitere Pokale verteilt: Spieler des Tages wurde Hakim durch zahlreiche Tore und sein foulfreies Spiel. Hakim spielt beim TVL Hobby-Fußball und betreibt gleichzeitig bei Octagon Sport Judo, ein Allrounder sozusagen. Der Fair-Play-Pokal ging an das Team „Gymnasium“, das sich durch die wenigsten Fouls auszeichnete. Dasselbe Team erhielt vom Organisator auch den Respekt-Pokal. „Eine Sportlergruppe, die vor der Tür weder raucht noch den geringsten Müll hinterlässt, das ist schon einen Pokal wert: Respekt!“, kommentierte Jürgen Manteufel die Pokalvergabe.

Da das Turnier wieder zum Ziel hatte, Gelder für die „Heiligenhafenfreizeit“ einzuspielen, sprangen dieses Mal ausschließlich Sponsoren ein. „Insbesondere den Flüchtlingen kann man pro Team nicht die sonst üblichen 100 Euro Startgeld abverlangen“, waren sich die Sponsoren einig: Christoph Lüdemann, Honda Wellbrock & Co., die Kreissparkasse und die Volksbank unterstützten die Aktion. „Wir bedanken uns im Namen der Kinder, denen durch dieses Turnier beziehungsweise die Unterstützung der Sponsoren eine Woche Urlaub an der Ostsee ermöglicht wird“, sagte Manteufel.

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