Fußball-Bezirksliga: Aufsteiger TV Stuhr trennt sich vom TSV Wietzen mit einem absolut leistungsgerechten 1:1 So durchschnittlich wie das reine Resultat

Stuhr. Christian Meyer zog nach der Partie ein Resümee, das ganz und gar dem Spielverlauf und dem Resultat entsprach. "Es war heute okay, aber auch nicht mehr", sagte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TV Stuhr nach dem gestrigen 1:1 (1:0) auf eigenem Platz gegen den TSV Wietzen. Damit traf der Coach den Nagel auf den Kopf. Für einen Neuling bot Stuhr eine vernünftige Leistung, ohne jedoch an die beherzte Vorstellung vom 3:1 in Drakenburg anzuknüpfen. Immerhin: Das Remis war redlich verdient, beide Mannschaften bewegten sich über 90 Minuten absolut auf Augenhöhe.
05.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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So durchschnittlich wie das reine Resultat
Von Jens Hoffmann

Stuhr. Christian Meyer zog nach der Partie ein Resümee, das ganz und gar dem Spielverlauf und dem Resultat entsprach. "Es war heute okay, aber auch nicht mehr", sagte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TV Stuhr nach dem gestrigen 1:1 (1:0) auf eigenem Platz gegen den TSV Wietzen. Damit traf der Coach den Nagel auf den Kopf. Für einen Neuling bot Stuhr eine vernünftige Leistung, ohne jedoch an die beherzte Vorstellung vom 3:1 in Drakenburg anzuknüpfen. Immerhin: Das Remis war redlich verdient, beide Mannschaften bewegten sich über 90 Minuten absolut auf Augenhöhe.

Das sah auch Gästetrainer Torsten Klein so, der im Anschluss von einem "leistungsgerechten Ergebnis" sprach. Was beide Mannschaften darüber hinaus einte, war, dass sie vor der Pause deutlich gefährlicher agierten und weitaus mehr Offensivaktionen zu verzeichnen hatten als nachher. Bei schwüler Witterung hätten sowohl Stuhr als auch Wietzen in Führung gehen können. Auf Seiten der Platzherren hätte Philipp Schröer für das 1:0 sorgen können (18./30.), was ihm aber ebenso wenig gelang wie auf der Gegenseite Daniel Müller (20.) und Tobias Witte (24.). Schon in dieser frühen Phase deutete sich an, dass es an diesem Tag wohl keinen dominanten Sieger zu sehen geben würde. Stuhr gegen Wietzen - das war nichts besonders Schlechtes, nichts besonders Gutes, es war ein Paradebeispiel für Bezirksliga-Durchschnitt.

Schröer mit dem 1:0

Das beinhaltet aber auch, dass es gelegentliche Höhepunkte gab - vor allem in der 34. Minute. Es war eine jener Szenen, in denen Torben Drawert seine enorme Grundschnelligkeit ausspielte, seinen Gegenspieler abschüttelte, den Kopf trotz allem oben behielt und einen feinen Pass auf den mitgelaufenen Philipp Schröer servierte. Der Stuhrer Angreifer hatte in dieser Szene das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, weil er zunächst an Wietzens Keeper Andre Schreuder scheiterte, der Abpraller aber irgendwie doch noch ins Tor trudelte. Anschließend brummte dem Schützen zwar ein wenig der Schädel, aber das Resultat konnte sich sehen lassen - es stand 1:0 für den TV Stuhr.

Dieser eine Treffer sorgte nachher jedoch dafür, dass Christian Meyer die Frage nach seiner Zufriedenheit zwar zögerlich, aber doch eindeutig beantwortete. "So kurz nach dem Spiel würde ich sagen, ich bin eher unzufrieden", bekannte der Stuhrer Trainer. Schließlich hatte sein Team eine zu diesem Zeitpunkt zumindest nicht unverdiente Führung (zu) schnell aus der Hand gegeben. So waren nach der Pause noch keine fünf Minuten absolviert, als Tobias Witte der Stuhrer Sieghoffnung einen gewaltigen, letztlich entscheidenden Dämpfer verpasste. Glänzend freigespielt vom eingewechselten Benjamin Bauer brauchte er den Ball nur noch ins leere Tor zu bugsieren, was ihm mühelos gelang.

Dass dieses 1:1 fortan dafür sorgte, dass beide Teams nicht mehr alles riskierten, passte zum Gesamtverlauf. Der TVS und der TSV ähnelten sich bereits in ihren aktiven Phasen und schraubten ihren Offensivdrang nun in einem vergleichbaren Maße herunter. "Das 1:1 ist ein Ergebnis, mit dem wir gut leben können", versicherte Wietzens Torsten Klein. Sein Amtskollege aus Stuhr strich dieses "gut" aus seinem Fazit, aber restlos unglücklich zeigte sich Christian Meyer ob des Remis denn auch nicht.

Auch die Stuhrer Spieler nahmen das Resultat am Ende so hin - nicht mehr, nicht weniger. Was blieb ihnen auch anderes übrig? "Wir hatten uns im Vorfeld schon mehr erhofft", gestand stellvertretend TVS-Kapitän Janik Troue. "Aber irgendwie sollte es heute nicht sein, vor allem nicht mehr in der zweiten Halbzeit." Und irgendwie vermittelte Troue, als er diese Worte sprach, den Eindruck, dass er ein wenig enttäuscht war - aber auch nicht allzu sehr.

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