Der zehnjährige Max Weidenhöfer gewinnt das Weyher Schachturnier der Generationen So jung war noch kein Sieger

Weyhe. Mit gerade einmal zehn Jahren war Max Weidenhöfer einer der jüngsten Teilnehmer beim Weyher Schachturnier der Generationen. Doch keiner der teils deutlich älteren und erfahreneren Gegner spielte so gekonnt wie Max, sodass sich der Fünftklässler ungeschlagen den Turniersieg holte.
26.11.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von FR

Weyhe. Mit gerade einmal zehn Jahren war Max Weidenhöfer einer der jüngsten Teilnehmer beim Weyher Schachturnier der Generationen. Doch keiner der teils deutlich älteren und erfahreneren Gegner spielte so gekonnt wie Max, sodass sich der Fünftklässler ungeschlagen den Turniersieg holte.

Zum insgesamt 14. Mal hatten die Schach-AG der KGS Kirchweyhe und die Seniorenschachgruppe der „Alten Wache“ in Leeste zum Turnier geladen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte konnte nach seiner Begrüßungsrede leider aus terminlichen Gründen nicht bleiben, um am Turnier teilzunehmen. Doch mit insgesamt 28 Schachfreunden im Alter von acht bis über 80 Jahren herrschte volles Haus in der „Alten Wache“, dem Ausrichter. Turnierleiter Dennis Webner, Leiter der örtlichen Schach-AGs, konnte auch einige seiner Schüler begrüßen, für die es das erste Turnier war. Und nicht wenige von diesen konnten sich im Turnierverlauf zumindest einmal über einen Sieg gegen einen der Senioren freuen.

Max hingegen zählte trotz seines jungen Alters bereits vorher zu den heißesten Anwärtern auf den Turniersieg. Der Leester hatte sich im Frühjahr für die Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse U 12 qualifiziert und im September mit seinem Verein, dem TuS Varrel, an den Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften teilgenommen.

Nachdem sich zu Beginn die Favoriten keine Blöße gaben, kam es in Runde drei für Max Weidenhöfer dann zum Spitzenspiel mit dem Titelverteidiger. Rudolf Nagel von der Alten Wache, Turniersieger 2016 und ein Jahr lang im Besitz des vom Bürgermeister gestifteten Wanderpokals, musste Max schließlich zum Sieg gratulieren, nachdem dieser Nagels Dame erobert hatte. In Runde vier traf Max dann auf den Ersten der Setzliste, Hubert Sturm. Dieser hatte 2004 das Turnier der Generationen ins Leben gerufen und viele Jahre als Turnierleiter fungiert. Auch kurz nach seinem 80. Geburtstag gehört der langjährige Leiter der Kirchweyher Schach-AG noch zu den besten Spielern Weyhes. Doch an diesem Tag erwies sich Max‘ Angriffsspiel als zu trickreich, und Sturm büßte eine Figur ein. Als beide Spieler zum Partieende nur noch Sekunden auf der Uhr hatten, setzte sich dann die jugendliche Geschwindigkeit durch, und Max übernahm die alleinige Tabellenführung.

In der letzten Runde schließlich spielte Max in dem Wissen, das bereits ein Unentschieden zum Turniersieg reichen würde, eine solide Partie ohne jegliches Risiko – und sicherte sich auf diese Weise gegen seinen Vereinskameraden Stefan Menke die angestrebte Punkteteilung. Somit gewann, nachdem sich in den vorigen Jahren zumeist die Erfahrung durchgesetzt hatte, der bislang jüngste Spieler in der Turnierhistorie den Bürgermeisterpokal. Diesen wird er beim nächsten Turnier im Herbst 2018 zu verteidigen versuchen. Stefan Menke belegte in der Endtabelle mit vier Punkten aus fünf Partien den zweiten Platz vor den punktgleichen Jürgen Meyer und Rudolf Nagel, beide von der Alten Wache.

Beste weibliche Spielerin im Teilnehmerfeld war die 16-jährige Patricia Gesell vom Tus Varrel. Mit drei Punkten aus fünf Partien erhielt die Leester Schülerin ebenso einen Pokal wie die Gäste vom Schachklub Bremen-West, Umutcan Kaya als bester U 10-Spieler und Rida Boussitou als bester U 16-Spieler.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+