Im letzten Heimspiel bereitet der Brinkumer SV seinem scheidenden Trainer einen traumhaften Abschied – 10:1 gegen Geestemünde So macht Fußball Spaß!

Brinkum. Die Luft ist raus? Von Wegen! Obwohl es für die Fußballer des Brinkumer SV in der Tabelle der Bremen-Liga um nichts mehr ging, haben sie im letzten Heimspiel der Saison gegen den ESC Geestemünde noch einmal ihre Macht demonstriert und die Eisenbahner mit 10:1 (5:0) zurück an die Nordsee geschickt.
15.05.2017, 00:00
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Von Niklas Golitschek

Brinkum. Die Luft ist raus? Von Wegen! Obwohl es für die Fußballer des Brinkumer SV in der Tabelle der Bremen-Liga um nichts mehr ging, haben sie im letzten Heimspiel der Saison gegen den ESC Geestemünde noch einmal ihre Macht demonstriert und die Eisenbahner mit 10:1 (5:0) zurück an die Nordsee geschickt.

„So einen Abschluss kann man sich nicht besser wünschen“, sagte ein stolzer Trainer Kristian Arambasic. Von Beginn an übernahmen die Gastgeber die Initiative und übten permanent Druck auf die Geestemünder aus. Bereits nach sieben Minuten ließ Marcel Dörgeloh mit einem Lattentreffer aufhorchen. Besonders das schnelle und effiziente Passspiel überforderte den ESC sichtlich, folgerichtig traf Daniel Block aus dem Halbfeld zum 1:0 (15.).

Nur zwei Minuten später erhöhte Dikollari auf 2:0, ein Weltklassetor, wie Arambasic schwärmte: Auf der rechten Außenbahn setzte sich Dennis Krefta gegen zwei Gegner durch, verlagerte das Spiel auf die linke Seite zu Marcel Brendel, der schließlich Marcel Dörgeloh im Strafraum fand. Während sich die Gäste langsam aufgaben, schraubten auch die Brinkumer einen Gang zurück. Das Toreschießen stellten sie aber bis zum Abpfiff nicht ein. Dörgeloh staubte ab, nachdem zuerst Saimir Dikollari an ESC-Keeper Felix Aschmoneit gescheitert war (39.), Marcel Brendel traf zum 4:0, als zwei Spieler am Boden lagen, der Pfiff des Schiedsrichters jedoch ausblieb (42.). Mit dem Pausenpfiff netzte Alexander Behrens, laut Arambasic Trainingsweltmeister, bei seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Saison ein.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die durch Florian Beck zum Ehrentreffer kamen (53.). Die Aufholjagd leitete er jedoch nicht ein, im Gegenteil: Per Foulelfmeter stellte Brendel den alten Abstand wieder her, Marcel Dörgeloh erhöhte nach Vorlage Dikollaris auf 7:1. Selbst dann peitschte Arambasic seine Spieler weiter an, mit „Bock haben!“ forderte er sie auf, nicht nachzulassen. Und die Brinkumer hatten Bock, Dikollari erzielte das 8:1 nach Pass durch den eingewechselten Tom Trebin (71.), Brendel durfte beim 9:1 ran. In der Schlussphase durfte sich Stammtorhüter Niklas Frank (Ralph Müller stand zwischen den Pfosten) sogar als Stürmer ausprobieren – und machte dabei gar keine schlechte Figur. Mit seiner ersten Aktion bediente er Tom Trebin, statt selbst abzuschließen, und war so maßgeblich am 10:1 beteiligt (80.). „Es war cool, mal auf dem Feld zu spielen. Saimir hätte das Tor wahrscheinlich selbst geschossen, ich habe aber Tom kommen sehen“, sagte Frank, dessen Zukunft in Brinkum noch ungewiss ist.

Für Kristian Arambasic war dies nach zwei Jahren am Brunnenweg ein traumhafter Abschied. „Wir haben viele schöne Momente gehabt, ich habe die Jungs auch lieb gewonnen“, sagte er, etwas Wehmut sei da schon dabei. „Aber der Stolz überwiegt, man verliert sich ja nicht aus den Augen.“ In den vergangenen Monaten sei die Stimmung stets gut gewesen, daher könne er nun mit einem sehr guten Gefühl gehen.

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