TB Uphusen verliert auch gegen den VfL Bückeburg / Brandrede von Dennis Offermann noch auf dem Platz „So steigen wir ab“

Uphusen. Dennis Offermann nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war enttäuschend, das war beschämend“, schimpfte der Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen unmittelbar nach dem Schlusspfiff, als er seine Mannschaft noch auf dem Platz zu einer ersten Manöverkritik zusammengetrommelt hatte.
14.03.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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„So steigen wir ab“
Von Malte Bürger

Dennis Offermann nahm kein Blatt vor den Mund. „Das war enttäuschend, das war beschämend“, schimpfte der Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen unmittelbar nach dem Schlusspfiff, als er seine Mannschaft noch auf dem Platz zu einer ersten Manöverkritik zusammengetrommelt hatte. Und seine Spieler bekamen nach der 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den abgeschlagenen Tabellenvorletzten VfL Bückeburg einiges auf die Ohren. „Wenn wir so weitermachen, steigen wir ab. Das kann ich euch sagen.“

Dabei hätte es eigentlich ein richtig schöner Nachmittag in Uphusen für die Heimmannschaft werden sollen – und auch können. Im ersten Durchgang hatte das Team die Partie komplett unter Kontrolle, oder wie Dennis Offermann es ausdrückte: „Bückeburg hatte gefühlt zehn Prozent Ballbesitz“. Nach elf Minuten hatte Mustafa Azadzoy die erste Chance, vergab jedoch. Auch an der nächsten Gefahrensituation war der afghanische Nationalspieler direkt beteiligt, er wurde im gegnerischen Strafraum nämlich elfmeterreif von Nico Stolte von den Beinen geholt. Der Unparteiische Theodor Potiyenko (Hude) zeigte zu Recht auf den Punkt. Denis Spitzer trat an – und scheiterte an Torhüter Patrick Spilker (18.). Warum der Innenverteidiger antrat, blieb ein Rätsel. „Das frage ich mich auch. Eigentlich gibt es da eine andere Absprache“, klärte Offermann auf. „Darüber wird noch gesprochen werden.“ Samir Dikollari und Sedat Yücel gehören jedenfalls sonst zu den ersten Adressen des TBU, wenn es um Strafstöße geht.

Nur sieben Minuten später gab es dann den ersten Rückschlag. Bückeburgs Marcel Buchholz durfte ungehindert flanken, ebenso unbedrängt köpfte Bastian Könemann zur Gäste-Führung ein. Die Uphuser Reaktion ließ jedoch gerade einmal 60 Sekunden auf sich warten, dieses Mal war Bekim Murati nach einer Dikollari-Flanke per Kopf zur Stelle (26.). Im weiteren Verlauf kreiselte der Ball durch die Reihen der Heimmannschaft, große Chancen blieben allerdings aus. Defensiv nahm sich das Team aber noch einmal eine kollektive Auszeit. Nach einer längeren Verletzungspause lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als Bückeburg gleich zwei Mal auf höhe des Strafraums von Seitenlinie zu Seitenlinie flanken durfte, ehe ein weiterer hoher Versuch doch noch einen Abnehmer fand – Fabio Battaglia schloss unbedrängt ab (1:2).

Die Halbzeitansprache von Dennis Offermann fiel kurz aus, bereits nach wenigen Minuten stand seine Elf wieder komplett auf dem Rasen. Und es spricht für sie, dass sie abermals schnell den Ausgleich schaffte. Benjamin Titz traf nach einer Ablage von Saimir Dikollari (52.). „Wir haben eigentlich immer die perfekte Antwort parat gehabt, aber dann erlauben wir uns immer wieder derart schlimme Fehler“, sagte der TBU-Coach. Gemeint hatte er damit auch die 65. Minute, als Sedat Yücel einen harmlosen Rückpass auf seinen Torhüter Leon Seeger spielte. Der Schlussmann ließ sich mit seinem Befreiungsschlag jedoch derart viel Zeit, dass Bückeburgs Bastian Könemann am Ball war und diesen dann mutterseelenallein im Kasten unterbringen durfte – 2:3.

Noch einmal kamen die Platzherren nicht zurück. Der eingewechselte David Airich hatte noch einmal eine halbwegs gute Möglichkeit (79.), mehr aber auch nicht. Und somit hatten die feiernden Bückeburger plötzlich neun Punkte auf dem Konto – allein vier davon holten sie in dieser Saison gegen den TB Uphusen. „Das hat hier auch etwas mit Ehre zu tun“, kritisierte Dennis Offermann. „Es wird höchste Zeit, dass wir nach einem halben Jahr auch endlich mal eine Mannschaft werden“, hielt er seinen Spielern vor. „Ich habe jedenfalls heute keinen gesehen, der hier versucht hat, sich als Teamspieler zu präsentieren. Da wird geschimpft und gemeckert, aber unterstützt wird sich nicht. Das macht mich sehr traurig. Das ist ein Verhalten, das ich in unserer momentanen Situation einfach nicht nachvollziehen kann.“

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