Landesliga-Handballer der SG Bremen-Ost verlieren auch das Kellerduell gegen Verden-Aller So wird das nichts

Hemelingen. Jörg Budelmann war nach der 30:38 (17:18)-Niederlage im Kellerduell bei der HSG Verden-Aller restlos bedient. „Ohne Abwehr kannst du solche Spiele in der Handball-Landesliga nicht mehr gewinnen“, maulte der Trainer der SG Bremen-Ost.
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Von Olaf Kowalzik

Jörg Budelmann war nach der 30:38 (17:18)-Niederlage im Kellerduell bei der HSG Verden-Aller restlos bedient. „Ohne Abwehr kannst du solche Spiele in der Handball-Landesliga nicht mehr gewinnen“, maulte der Trainer der SG Bremen-Ost. Die Folgen sind für seine Mannschaft bitter: Anstatt sich in der neuen Spielklasse endlich ein wenig freischwimmen zu können, klebt der Aufsteiger nach sechs sieglosen Spieltagen mehr denn je im Tabellenkeller fest (0:12 Punkte).

Und schon werden sie lauter, die Rufe aus dem Umfeld, dass die Landesliga für den Neuling aus der Kreisoberliga wohl doch einen Tick zu hoch sei. Jörg Budelmann wiegelt ab. „Ich kenne doch die Qualitäten meiner Mannschaft und weiß, was sie zu leisten imstande ist.“ Wenn sie sich endlich an seine Vorgaben halte und sich als Kollektiv präsentiere, „dann werden wir auch erfolgreich sein“, ist er felsenfest überzeugt.

Vor einer Woche hatten das die Ostbremer im Pokal gegen den Oberliga-Primus HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit einer passablen 17:27-Niederlage vorgemacht. Da ging die Abwehr äußerst engagiert und sich gegenseitig unterstützend zu Werke. „Da konnten meine Spieler aber auch völlig befreit aufspielen“, betonte „Bodo“ Budelmann.

Zu großer Druck?

Im Kellerduell beim bis dahin ebenfalls wenig erfolgreichen Drittletzten aus Verden-Aller hielten die Gäste dem gestiegenen Nervendruck dann wieder nicht stand. Vor allem war es ihre Abwehr, die sich löchrig wie ein Schweizer Käse präsentierte. Egal, ob Jörg Budelmann nun die 6:0- oder die 5:1-Formation wählte, es änderte sich am Deckungsverhalten nichts. „Da gab es keinerlei gegenseitige Unterstützung, wir haben keine Gegenwehr geleistet“, bemängelte er.

Dass die Bremer in der ersten Hälfte trotzdem eine befriedigende Leistung boten, lag einzig und allein an ihrem Angriff. Der hatte wenigstens so gut getroffen, dass die Gäste einen 1:4-Rückstand nach einer Auszeit über 7:7 in eine 9:8-Führung umwandelten. Beim 15:12-Zwischenstand hatte sich die SG Ost sogar auf drei Tore abgesetzt. Bis dahin war also alles gut.

Die Niedersachsen drehten den Spieß zwar bis zum Seitenwechsel noch einmal zum 18:17 um, viel passiert war selbst bis dahin freilich noch nicht. „Wenn wir aber schon 17 Tore in einer Halbzeit werfen, dann sind 18 Gegentreffer entschieden zu viel“, monierte der Ostbremer Coach.

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch schlimmer. Nicht nur die Zahl der Gegentore steigerte sich, auch die Zahl der eigenen Fehlwürfe wurde deutlich höher. Vier Siebenmeter ließen die Gäste nun allein gegen die robust verteidigenden Verdener liegen. Hinzu kamen viele Fehlpässe und Fehlwürfe. Nach dem 19:19 riss die Tuchfühlung schließlich völlig ab, und die Verdener schickten das Schlusslicht über 22:19 bis zum 38:30-Endstand klar aufs Abstellgleis.

Am Sonnabend steht bei der SG Bremen-Ost schon so etwas wie ein kleines Schicksalsspiel auf dem Plan: Sie erwartet um 19 Uhr den personell zuletzt stark gebeutelten Vorletzten HSG Stedingen in der Halle an der Heisiusstraße, der ebenfalls noch punktlos ist. Sollten die Hausherren da nicht in ihrer Leistung eine radikale Kehrtwendung vollziehen, dann wird es für sie im Kampf um den Klassenerhalt richtig eng.

SG Bremen-Ost: Anders; Dieckmann (5/2), Maurer (2), Lückert (8/1), Meinken, Mews (4), von Wildenradt (6), Bergmann (1), Suhr (1), Niemeyer (3)

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