Frauenfußball

Sofortige Trennung: Jörg Beese und Fischerhude-Quelkhorn

Der Bezirksligist TSV Fischerhude-Quelhorn und Trainer Jörg Beese gehen getrennte Wege – und das ab sofort.
03.03.2020, 16:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Ballscheidt und Patrick Hilmes
Sofortige Trennung: Jörg Beese und Fischerhude-Quelkhorn

Wollte im Sommer gehen, muss es aber schon jetzt: Coach Jörg Beese.

Björn Hake

Die Bezirksliga-Fußballerinnen des TSV Fischerhude-Quelkhorn und Coach Jörg Beese: Diese Liaison hat nicht länger bestand. Zunächst verkündete der Trainer seinen Abschied im Sommer, nun aber kam es doch zur sofortigen Trennung.

Jörg Beese hatte zu Beginn der laufenden Saison das Traineramt von Jan Blanken übernommen, hatte viel vor beim TSV und bescheinigte der Truppe auch großes Potenzial. Ebenso war der Verein zufrieden mit der Arbeit Beeses, was auch durch die Mannschaft bestätigt wurde. Sie hatte sich für den 56-Jährigen ausgesprochen. Eine Anfrage des Trainers im Dezember ergab, dass drei Viertel des Teams hinter ihm steht und ihn als Übungsleiter behalten wollte.

Doch in Beeses laufender Amtszeit häuften sich auch die Abers. „Die Elf gehört sicher in die Landesliga und könnte dort sogar ganz oben mitspielen. Allerdings wollen viele meiner Spielerinnen nicht den größeren Aufwand für die höhere Klasse betreiben. Sie wollen lieber weiter in der Bezirksliga kicken“, erzählte Beese. Zudem wollte Beese eine zweite Mannschaft gründen, da ihm laut Papierform 30 Spielerinnen zur Verfügung stehen. Doch diese Zahl entspricht nur der Theorie. „Es gibt keine zweite Mannschaft und keine Jugend. Zudem wird es auch Spielerinnen von anderen Vereinen kaum geben, da das Team im Umland als eingeschworene Clique gilt, die keine externen Spielerinnen zulassen würde. Den Eindruck habe ich selbst allerdings nicht von der Truppe“, betonte Beese. Er selbst hält aber dennoch unter den gegebenen Umständen ein Arbeiten mit Perspektive für nicht möglich und zog daraus nun seine Konsequenzen – für den Sommer.

Mit diesen Aussagen konfrontiert, zog der Verein jedoch unmittelbar seine Konsequenzen. Der TSV Fischerhude-Quelkhorn suchte in Person von Spartenleiter Julian Kallhardt nochmals per Telefon das Gespräch mit dem Trainer. Das Resultat war das vorzeitige Ende der Liaison. „Wir haben uns ab sofort getrennt. Unter diesen Umständen konnten wir keine weitere Zusammenkunft erzielen und sahen somit keine gemeinsame Zukunft“, berichtete Kallhardt anschließend im Gespräch mit unserer Zeitung.

Beide Seiten machen sich nun auf die Suche – Beese nach einer neuen Herausforderung und der Verein nach einem neuen Trainer. Dieser wird dann ab Sommer benötigt. Die nun anstehende Rückrunde würde unter der Leitung eines Trainerduos gespielt. Die beiden neuen Coaches sind der Plan B der Fischerhuder, waren zu Redaktionsschluss aber noch nicht über die kürzlichen Ereignissen informiert, wie Kallhardt berichtete. „Mit ihnen hoffen wir nun, erst mal wieder in ruhiges Fahrwasser zu kommen und die Klasse zu halten.“ Ob das Duo auch eine Option für die kommende Saison sei, müsse die Entwicklung in der Rückserie zeigen, sagte Kallhardt.

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