Langlauf

Sommerfeldt Sechster der Tour - Zeller wird Zehnte

Val di Fiemme. Die deutsche Erfolgsserie am Alpe Cermis ist gerissen, doch traurig war darüber kaum jemand. Als sich der Tscheche Lukas Bauer nach einer überragenden Leistung zum zweiten Mal als Tour-de-Ski-König krönen ließ, stand erstmals kein DSV-Athlet auf dem Podium.
10.01.2010, 18:04
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Sommerfeldt Sechster der Tour - Zeller wird Zehnte

Sechster

dpa

Val di Fiemme. Die deutsche Erfolgsserie am Alpe Cermis ist gerissen, doch traurig war darüber kaum jemand. Als sich der Tscheche Lukas Bauer nach einer überragenden Leistung zum zweiten Mal als Tour-de-Ski-König krönen ließ, stand erstmals kein DSV-Athlet auf dem Podium.

Der Oberwiesenthaler René Sommerfeldt belegte Platz sechs vor Axel Teichmann aus Bad Lobenstein. Mehr war von den Rückständen vor dem finalen Berganlauf nicht möglich.

Katrin Zeller, die als einzige deutsche Läuferin bis zum Schluss die Tour bestritten hatte, belegte Platz zehn. Im Vorletzten Rennen hatte sie ebenfalls mit Rang zehn als vierte deutsche Läuferin die Qualifikations-Norm für die Olympischen Winterspiele erfüllt.

«Es war einfach ein zu großer Rückstand. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich hatte an meine Chance, weiter nach vorn zu kommen, geglaubt. Aber da hätte vorn ein Favoritensterben einsetzen müssen. Platz sechs ist realistisch und von daher okay», sagte Sommerfeldt, der letztmalig den Alpe Cermis erklomm. Nach der Saison beendet er seine Karriere. «Es ist immer wieder ein hartes Stück Arbeit. Im steilen Stück musste ich mich schon selbst motivieren. 'Komm Junge, einmal noch', habe ich zu mir gesagt», berichtete der Oberwiesenthaler, der dem Podestplatz ein wenig nachtrauerte. «Die Erfolgsserie der ersten drei Touren fortzusetzen, wäre schon schön gewesen. Es hat nicht sollen sein», meinte Sommerfeldt.

Teichmann, als Gesamtdritter in den Schlusstag gestartet, nahm seine Platzierung gelassen. «Ich bin erleichtert, gesund hier oben zu sein. Ich habe acht Wettkämpfe durchgezogen, das war in Richtung Olympia ein sehr gutes Training. Wichtig für uns ist: Petter Northug ist nicht unschlagbar. Ob man ihn immer als Feindbild braucht, sei dahingestellt. Aber wir wissen jetzt, dass wir mithalten können», sagte der Thüringer.

Bundestrainer Jochen Behle würdigte das Mannschaftsergebnis. «Wir wollten in Einzelrennen Akzente setzen, nicht auf die Gesamtwertung schauen. Wir haben drei Athleten in den Top-12, das kann sich sehen lassen. Jetzt kommt es darauf an, zu regenerieren und dann Olympia anzugehen», meinte der Coach. Während Jens Filbrich (Frankenhain) und Teichmann bis zur Abreise nach Kanada in Toblach trainieren, fährt der Rest der Mannschaft noch zum Weltcup nach Rybinsk.

«Ende gut, alles gut. Ich wusste seit Samstag, dass Platz zehn drin ist. Mit der erfüllten Norm im Rücken konnte ich befreit laufen. Ich kann für mich jetzt sagen, dass der Trainingsaufbau in Richtung Olympia stimmte und hoffe, dass das jetzt den anderen Mädels auch Auftrieb gibt», sagte Zeller. Bundestrainer Jochen Behle war zufrieden. «Top Ten in der Gesamtwertung ist sehr gut. Wir wollten eine Läuferin in diesen Bereich bringen. Katrin hat sich von Rennen zu Rennen gesteigert und war besonders auf den letzten Etappen voll auf der Höhe», meinte Behle. Zeller wird nun eine Regenerationspause einlegen und erst beim Weltcup in Canmore am 5. und 6. Februar wieder starten.

Die anderen deutschen Damen werden sich zuvor im russischen Rybinsk wieder die erste Wettkampfpraxis holen. Allerdings verläuft deren Trainingslager derzeit alles andere als gut. Steffi Böhler (Ibach) und Claudia Nystad (Oberwiesenthal) konnten krankheitsbedingt noch nicht nach Toblach kommen und werden erst am Dienstag erwartet. Am Sonntag erkrankte auch Biathletin Miriam Gössner (Garmisch). Wann sie ins Training, das derzeit nur Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) bestreitet, einsteigen kann, ist ungewiss. (dpa)

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