Achim Spätes Glück ist noch zu wenig

Ottersberg. Im ersten Moment sieht es so aus, als müsste Jan Fitschen eigentlich ziemlich zufrieden sein. Lange Zeit lag sein TSV Ottersberg zurück, erst in der Schlussphase gelang der Ausgleich zum 2:2 (0:1)-Endstand gegen den MTV Eintracht Celle.
26.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Spätes Glück ist noch zu wenig
Von Malte Bürger

Ottersberg. Im ersten Moment sieht es so aus, als müsste Jan Fitschen eigentlich ziemlich zufrieden sein. Lange Zeit lag sein TSV Ottersberg zurück, erst in der Schlussphase gelang der Ausgleich zum 2:2 (0:1)-Endstand gegen den MTV Eintracht Celle. Doch der Coach sah es anders. „Wir haben ein sehr, sehr gutes Heimspiel gemacht. Das war genau der Fußball, wie ich ihn mir vorstelle“, sagte er. „Leider belohnt sich die Mannschaft im Moment nicht ausreichend für ihren Aufwand, den sie betreibt.“

Von Beginn an hatten die Wümmekicker das Geschehen unter Kontrolle. Es fehlte lediglich noch der Führungstreffer, um einen rundum gelungenen Nachmittag zu haben. Doch genau der fiel dann im eigenen Strafraum. Nach einer halben Stunde war Celles Pascal Jarzyna zur Stelle und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf (31.). Die Ottersberger mühten sich zwar weiterhin, zumindest im ersten Abschnitt wollte das 1:1 aber noch nicht gelingen. Die Anhänger mussten sich letztlich gar bis zur 63. Minute gedulden, ehe Egzon Prcani den überfälligen Treffer markierte. Die Freude erhielt jedoch einen jähen Dämpfer. Denn plötzlich hatte Dominik Rosenbrock seinen ungewollt großen Auftritt. Der Defensivakteur der Heimmannschaft wollte an der Mittellinie stehend eigentlich einen Rückpass auf Keeper Leon Seeger spielen – jedoch gab er dem Spielgerät derart viel Geschwindigkeit mit auf den Weg, dass der Ball eben nicht beim Torhüter landete, sondern weit über ihn hinweg ins verwaiste Tor segelte (68.). „Das war zwar ganz schön anzuschauen, aber natürlich überhaupt nicht zielführend“, sagte Jan Fitschen mit einer gehörigen Portion Galgenhumor.

Und so kam es, dass der TSV Ottersberg trotz seiner Überlegenheit wieder zurücklag. „Aber die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben, das war letztlich sehr wichtig“, lobte Fitschen. Besonders Artur Janot, der aus dem Reserveteam in die Startelf gerutscht war, habe eine starke Leistung gezeigt. Darüber hinaus hätten auch Dominik Rosenbrock – trotz seines Eigentores – und Nebenmann Christoph Drewes im Abwehrverbund einen guten Auftritt hingelegt. In Kombination mit der Einsatzfreude der Kollegen gelang dann in der Schlussphase tatsächlich noch der neuerliche Ausgleich. Patrick Yao Delon war zur Pause für Daniel Moderau eingewechselt worden und zahlte das Vertrauen kurz vor Ultimo zurück. In der 87. Minute brachte er den Ball im Netz unter und sicherte seiner Mannschaft somit zumindest einen Zähler. Im Grunde zu wenig, wie Jan Fitschen fand.

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