Weyhe

Spannender als unbedingt nötig

Weyhe. Weyhe. Die Badminton-Spieler des SC Weyhe haben den anvisierten Sieg im finalen Saisonspiel der Weserliga in die Tat umgesetzt. Dabei hat es das bereits im Vorfeld als Vizemeister feststehende Team um Routinier Lothar Kattner bei der SG Aumund-Vegesack spannender als unbedingt nötig gemacht.
03.03.2014, 00:00
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Spannender als unbedingt nötig
Von Dennis Schott

Die Badminton-Spieler des SC Weyhe haben den anvisierten Sieg im finalen Saisonspiel der Weserliga in die Tat umgesetzt. Dabei hat es das bereits im Vorfeld als Vizemeister feststehende Team um Routinier Lothar Kattner bei der SG Aumund-Vegesack spannender als unbedingt nötig gemacht. Letztlich setzten sich die Weyher aber mit 5:3 durch.

Dabei schienen sie von der Siegerstraße kaum zu verdrängen zu sein. Das Herren-Doppel mit Ralf Preuß und Lothar Kattner leistete sich gegen das Nordbremer Duo Jörg Rathmann und Stefan Wohlgemuth zwischenzeitlich zwar den Luxus, zwei Matchbälle zu vergeben, markierte dann aber doch den ersten Punkt für den SC Weyhe. Es folgte der Sieg des Damen-Doppels mit Kim Yasmin Feldmann und Christina Sawitzki, der des zweiten Herren-Doppels mit Simon Wepner und Henning Cohrs sowie der Erfolg des gemischten Duos Cohrs/Sawitzki.

Der SC Weyhe lag somit 4:0 in Front und brauchte nur noch einen Zähler, um den Gesamtsieg festzuzurren. Angesichts dieses beruhigenden Vorsprungs verzichteten die Gäste darauf, ihre Nummer eins im ersten Herren-Einzel an den Start gehen zu lassen. Der erst in der Nacht vor dem Auswärtsspiel von einer beruflichen China-Reise zurückgekehrte Ralf Preuß steckte nicht nur der Zeitunterschied in den Knochen, denn er klagte schon im Doppel über Schmerzen im Arm. Die Weyher entschieden daher kurzerhand, Preuß’ Einzel freiwillig abzugeben. Doch konnte zu diesem Zeitpunkt keiner erahnen, dass sie sich für den finalen fünften Punkt noch mächtig strecken müssten. Denn Kim Yasmin Feldmann verlor ihr Einzel gegen Nicole Wohlert, und auch Simon Wepner musste seine Begegnung gegen Stefan Wohlgemuth als verloren melden. Es lag also an Lothar Kattner im dritten Herren-Einzel den fünften Punkt zu erzielen, was er nach dem klaren 21:11 und 21:13 denn auch tat.

Trotzdem: „Wir haben es unnütz spannend gemacht“, meinte Kattner, der zum Saisonfinale feststellen musste, dass der Stachel der zuvor verpassten Meisterschaft doch tiefer steckte als angenommen. Insbesondere Simon Wepner habe über Motivationsprobleme geklagt, so Lothar Kattner. Schließlich war der SC Weyhe vom zweiten Platz der Weserliga nicht mehr zu verdrängen. „Eigentlich ging es in den vergangenen Jahren für uns immer bis zum Schluss um etwas, meistens um den Klassenerhalt. Nachdem wir vor zwei Wochen die Meisterschaft verspielt hatten, ging es für uns um nichts mehr. Das war eine neue Situation, und für Simon war es besonders bitter, weil er vor dem entscheidenden Spiel gegen den Bremer BC II im Doppel ungeschlagen war“, zeigte Lothar Kattner Verständnis für den Frust seines Teamkollegen.

So oder so war es für den SC Weyhe aber eine herausragende Saison, und Lothar Kattner stellte in diesem Zusammenhang fest, dass diese Platzierung keine Selbstverständlichkeit darstelle. Auch nicht in der kommenden Saison.

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