Handball-Bremenliga der Frauen Spannung pur

Die HSG Vegesack-Hammersbeck und die HSG Lesum/St. Magnus teilen sich im Derby beim 18:18 die Punkte
11.03.2020, 15:41
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord/Schwanewede. Der SV Grambke-Oslebshausen II landete einen Befreiungsschlag und entfernte sich dank eines 22:15-Erfolges über den HC Bremen II aus dem Tabellenkeller der Handball-Bremenliga der Frauen. Dort teilten sich die HSG Vegesack-Hammersbeck und die HSG Lesum/St. Magnus im Nachbarschaftsduell mit einem 18:18-Unentschieden die Punkte. Der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gelang ein recht souveräner 29:19-Sieg über die SG Buntentor/Neustadt fest.

HSG Vegesack-Hammersbeck – HSG Lesum/St. Magnus 18:18 (11:7): „Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel“, ließ HVH-Coach Carsten Blum wissen. Nach 15 Minuten habe seine Formation besser ins Spiel gefunden und sich deshalb bis zur Pause auf vier Tore abgesetzt. „Diese Führung brachte uns allerdings keine Sicherheit in der zweiten Halbzeit. Uns gelangen stattdessen nur noch wenige gut herausgespielte Chancen“, bedauerte Blum. Ein ums andere Mal sei seine Mannschaft auch an Lesums Torhüterin Martha Witte gescheitert. Lesum holte Tor um Tor auf und führte in der 54. Minute mit 17:15. Doch auch das Blum-Team gab sich nicht geschlagen und kam zurück. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Sie schaffte es, das Spiel wieder zu drehen und hätte sogar noch mit dem letzten Wurf das Spiel gewinnen können“ (Blum).

Jutta Junge (HSG Lesum/St. Magnus) freute sich über die Steigerung des vor der Pause zu harmlosen Angriffs. In Halbzeit zwei habe ihre Formation mit mehr Tempo nach vorne gespielt und so den Rückstand mithilfe einer starken Ulivia Albert und konsequent verwandelten Siebenmetern aufgeholt. „Nachdem wir zehn Minuten vor Schluss sogar mit zwei Toren in Führung gegangen waren, haben wir einfach zu viele technische Fehler gemacht, sodass wir mit dem Unentschieden glücklich sind“, erklärte Trainerin Junge. Charline Fricke besorgte in der 50. Minute das 16:14 und ein paar Minuten später auch das 17:15 für die Gäste. Doch die Gastgeber wendeten das Blatt auch dank einer treffsicheren Kristina Gerber, die dem Spiel mit insgesamt zehn Toren ihren Stempel aufdrückte, wieder.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Ludemann, Marlies Kuls; Kammerloch, Gerber (10), Anders, Lamcke (2), Schacht (6), Zielonka, Krüger.

HSG Lesum/St. Magnus: Witte; Böhmer, Albert (7/2), Steinwede, Losch (5/3), Bothe, Piprek (1), Taucke (3), Fricke (2).

SV Grambke-Oslebshausen II – HC Bremen II 22:15 (12:8): „Unsere Anfangsphase war geprägt durch viele technische Unzulänglichkeiten. Sicherheit in unser Spiel brachte dann die große Ruhe, die unsere Torfrau Ilka Zachow ausstrahlte“, teilte SVGO-Trainerin Kirsten Janik mit. Mit ihren Paraden und einem guten Tempospiel, das durch Svea Kassan und Franziska Raschdorf forciert worden sei, habe sich das Heimteam eine 10:3-Führung nach 20 Minuten erarbeitet. Dazu trug auch die treffsichere Linksaußen Lena Frese bei.

„Danach zeigte unsere Abwehr jedoch große Schwächen im Abzählverhalten und stand zu defensiv“, kritisierte Janik. In der zweiten Hälfte habe sich das Abwehrverhalten aber wieder verbessert. „Und im Angriff zeigte Sabrina Grieme nach fast dreimonatiger Ausfallzeit ein gelungenes Comeback“, freute sich Kirsten Janik über gute Kreisläuferanspiele und Torgefährlichkeit. „Besonders gefreut haben wir uns auch über die ersten Einsatzminuten von Alina Voß, die sich nach einer Kreuzbandverletzung wieder an das Team herangekämpft hat“, sagte Janik.

SV Grambke-Oslebshausen II: Zachow, Appel; Raschdorf (2), Jana Voß (1), Feldermann, Fislage, Alina Voß, Rabenhold (2), Kassan (6), Grieme (3/1), Pahler (2), Siuts (3), Frese (3).

HSG Schwanewede/Neuenkirchen – SG Buntentor/Neustadt 29:19 (12:8): „Wir wollten den Schwung aus den letzten beiden Spielen mitnehmen und den Gegner mürbe spielen“, sagte „Schwäne“-Trainerin Janina Lehmann. Die Heimformation hatte aber leichte Startschwierigkeiten, weil Buntentors Heike Janz ihr das Leben mit versteckten Würfe schwer machte. „Wir konnten uns aber schnell fangen und unser Tempospiel aufziehen. Wir haben auch einige schöne Kombinationen gezeigt“, berichtete Janina Lehmann. Die Torausbeute sei ebenfalls erheblich besser als zuletzt gewesen, weil wir richtig gut verteidigt haben“, betonte Lehmann, die auch den Kampfgeist und Siegeswillen hervorhob. Ein besonderes Trainerinnen-Lob erhielten Alina Deichsel, Maret Jäger, Sandra Pein und Chevvanthi Sivanathan.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Sandra Pein; Woelke (3), Neumann (1), Deichsel (5), Hanke (2), Klenner (2), Schnug (1), Hasselmann (4/3), Sivanathan (3), Augustiniak (1), Buth (1/1), Jäger (6).

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