Sportpolitik Sportausschuss-Chefin kritisiert Fernsehen

Berlin. Die Bundestags-Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag hat ARD und ZDF vorgeworfen, nicht ausgewogen über das gesamte Sportgeschehen zu berichten.
15.01.2010, 18:10
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Berlin. Die Bundestags-Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag hat ARD und ZDF vorgeworfen, nicht ausgewogen über das gesamte Sportgeschehen zu berichten.

Sie betrachte mit großer Sorge, dass es in den Fernsehübertragungen der beiden öffentlich-rechtlichen Sender von Profiboxen, Fußball und jetzt Wintersport nur so wimmele, sagte die SPD-Politikerin der «Ostsee-Zeitung».

«Während Box-Events zu später Stunde geradezu inszeniert werden, geraten andere Sportarten ins Hintertreffen. Ich habe leider den Eindruck, dass die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Auftrag, möglichst umfassend über das Sportgeschehen zu berichten, immer weniger nachkommen», erklärte Freitag. Sie beklagte, die Sender würden von den Sportverbänden die Übernahme von Übertragungskosten verlangen und meinte: «Es darf nicht so weit kommen, dass Sportarten von kleineren und finanzschwächeren Verbänden bei ARD und ZDF keine Rolle mehr spielen.»

Das ZDF wies die Kritik zurück. «Der Vorwurf das Profi-Boxen betreffend wird auch durch ständige Wiederholung nicht origineller», sagte ein ZDF-Sprecher. Wie bereits mehrfach betont, laufe der Vertrag demnächst aus. Zudem betreffe der kritisierte Wintersport «genau die kleinen Verbände, von denen Frau Freitag spricht». In diesem Zusammenhang verwies der Sender auf das «aktuelle Sportstudio». «Das ist seit 40 Jahren genau die Sendung, die neben dem Volkssport Fußball die sogenannten kleinen Sportarten aus dem 32er-Vertrag bedient», sagte der Sprecher des Senders aus Mainz. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+