Squasher verzichten – und verlieren Sportliche Geste des Bremer SC

Bremen. Ein Sieg und eine Niederlage – der Start des Bremer SC in die 1. Squash-Bundesliga Nord verlief wie erwartet.
27.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Ein Sieg und eine Niederlage – der Start des Bremer SC in die 1. Squash-Bundesliga Nord verlief wie erwartet. „Wir können damit leben“, findet Teammanager Derek Lawrence. Während das Team beim Aufsteiger Cadillac Eschweiler am Sonntag mit 3:1 gewann, hatte es am Vortag eine 1:3-Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister Sportwerk Hamburg kassiert. „Da haben wir aber eigentlich den fast sicheren Sieg aus der Hand gegeben“, so Lawrence.

Diesen „fast sicheren Sieg“ hätten die Bremer vermutlich am grünen Tisch erzielt. Denn Hamburgs Topspieler Laurens-Jan Anjema war nicht, wie im Regelwerk gefordert, 30 Minuten vor dem Spiel in der Sportwelt angekommen, sondern erst zwei Minuten vor Beginn des Duells um 14 Uhr. „Eine heikle Sache, denn alle Spieler müssen um 13.30 Uhr da sein“, sagt Derek Lawrence. Der Bremer SC um seinen Vorsitzenden Willi Eickworth entschied sich jedoch für die sportliche Lösung und verzichtete auf Konsequenzen. „Wir haben ein Auge zugedrückt“, so Lawrence.

Bis Anjema zum Duell gegen Bremens Nummer eins, Paul Coll, antreten musste, war ja auch noch Zeit gewesen. Denn den Anfang machte das Spiel zwischen Hendrik Vössing und Norman Junge. Dabei trat der Bremer Vössing überraschend stark auf, konnte die klare Niederlage gegen den Bremer in Diensten der Hamburger allerdings nicht verhindern.

Dem 0:1-Rückstand schloss sich das Kräftemessen der beiden Topspieler an. Dabei war Paul Coll zwar frühzeitig mit 4:0 und 6:2 in Führung gegangen. Doch ganz so leicht wollte es Laurens-Jan Anjema, bis vor sechs Monaten noch international im Einsatz, seinem Gegner nicht machen. Der Niederländer hielt gut mit. „Sie sind sich bis zum 9:9 im zweiten Satz auf Augenhöhe begegnet“, sagt Derek Lawrence. Am Ende habe die größere Fitness den Ausschlag für den Neuseeländer in Reihen des BSC gegeben. „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Weltstars wie Paul so ins Zeug legen“, so der Teammanager. Er ist sich sicher, mit Coll einen „Volltreffer“ gelandet zu haben.

Als verlässlicher Punktelieferant ist auch Heiko Schwarzer bekannt. Derzeit läuft der Altmeister aber seiner Form hinterher, und weil Schwarzer am Wochenende keinen Sieg errang, war die Niederlage gegen Sportwerk Hamburg so gut wie besiegelt. Denn Sam Ellis war doch als krasser Außenseiter in das Duell mit Rudolf Rohrmüller gegangen und besaß angesichts der 0:3-Niederlage auch keine echte Chance.

Nach dem 1:3 gegen Hamburg sollte aber der erwartet erfolgreiche Auftritt in Eschweiler folgen. Und dabei tat sich Neuzugang Sam Ellis hervor, gewann er gegen Joeri Hapers im vierten Satz doch den entscheidenden dritten Punkt der Bremer. Ebenfalls mit einer starken Leistung wartete Hendrik Vössing auf, derweil Paul Coll im Duell mit der Nummer eins der Cadillacs (Piedro Schweertman) fast schon unterfordert schien.

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