Frank Köhler, Trainer des SV Heiligenfelde II, profitiert von einer starken Trainingsbeteiligung / Ziel: oben angreifen Stabile Basis für eine gute Saison

Syke-Heiligenfelde. Für Furore in der Fußball-Kreisliga A Diepholz hatte der SV Heiligenfelde II in der Saison 2009/2010 als Aufsteiger gesorgt. Mit Platz drei, punktgleich mit dem Spitzenduo, übertraf das Team von Trainer Frank Köhler alle Erwartungen bei weitem. In der vergangenen Saison stand aber nur noch der neunte Rang zu Buche. Köhler war aber dennoch von Enttäuschung weit entfernt: "Es war nach dem Weggang von gleich sieben Stammkräften eine in jeder Hinsicht turbulente Saison, in der uns in jeder Hinsicht alles abverlangt wurde."
05.08.2011, 05:00
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Von Henning Reinke

Syke-Heiligenfelde. Für Furore in der Fußball-Kreisliga A Diepholz hatte der SV Heiligenfelde II in der Saison 2009/2010 als Aufsteiger gesorgt. Mit Platz drei, punktgleich mit dem Spitzenduo, übertraf das Team von Trainer Frank Köhler alle Erwartungen bei weitem. In der vergangenen Saison stand aber nur noch der neunte Rang zu Buche. Köhler war aber dennoch von Enttäuschung weit entfernt: "Es war nach dem Weggang von gleich sieben Stammkräften eine in jeder Hinsicht turbulente Saison, in der uns in jeder Hinsicht alles abverlangt wurde."

Den Neuaufbau musste Köhler mit einer sehr dünnen Personaldecke starten. "Da haben wir uns einige empfindliche Klatschen eingehandelt", weiß der Trainer. "Es war ein langer und harter Weg, bis es in der Mannschaft passte." Als die Heiligenfelder ein wenig durchatmen durften, machte ihnen das Verletzungspech einen Strich durch die Rechnung. "Mit Stefan Zawidzki fiel unser bester Stürmer lange Zeit aus, mit Dominik Kleinwächter fehlte eine weitere Offensivkraft häufig. Wir hatten in vielen Partien keinen gelernten Stürmer auf dem Platz", so Köhler, der notgedrungen seinen eher offensiv ausgerichteten Filius Daniel Köhler auf die Liberoposition beordern musste. Tore blieben daher im gesamten Saisonverlauf absolute Mangelware. Die drei Treffer beim 3:1 in Varrel bedeuteten Rekordausbeute.

"Aber immerhin haben wir mit wenigen Treffern knappe Siege geschafft. Wir waren auf hauchdünne Erfolge geradezu spezialisiert", so Köhler. Magere 46 Treffer reichten zu 45 Punkten. "Dabei standen am Ende sogar 13 Siege zu Buche", wundert sich Köhler selber ein wenig. Der beste Schütze kam aus dem Mittelfeld: Normen Helms brachte es auf 18 Tore. "Ein Gewinn war laut Köhler der in der Winterpause vom SV Sottrum gekommene Karsten Wurm. "Mit ihm bekam ich einen starken Libero und konnte meinen Sohn wieder weiter nach vorn beordern. Das hat unserem Spiel neue Impulse verliehen."

Als frühzeitig klar war, dass die Heiligenfelder sich jenseits von Gut und Böse einpendeln würden, gab es eine neue Herausforderung. Schließlich galt es, die in der 2. Kreisklasse Nord nach Punktabzügen wegen eines nicht spielberechtigten Akteurs auf den letzten Platz abgesackte dritte Garnitur vor dem drohenden Abstieg zu bewahren. "Da habe ich das Gros der Spieler ausgetauscht und praktisch beide Teams trainiert. Die Spieler der Zweiten waren sich aber nicht zu schade, bei der Rettungsaktion für die dritte Mannschaft mitzuwirken. Das ist ein Beweis für den guten Zusammenhalt im Verein", sagt Köhler, der fortan etliche unterklassige Akteure in seiner Zweiten hatte. "Die haben ihre Sache aber ihren Möglichkeiten entsprechend gut gemacht", lobt Köhler. Und bezahlt gemacht hat sich der ganze Aufwand auch, denn die Dritte punktete emsig und hielt als Tabellenzehnter noch klar die Liga.

In der am Wochenende beginnenden neuen Saison wollen die Heiligenfelder wieder oben angreifen, wie Köhler wissen lässt. "Wir haben jetzt einen Kader von 22 Spielern, der aber wohl noch etwas abgespeckt wird. Beim Training sind im Schnitt 18 dabei", verweist Köhler auf eine stabile Basis. Dazu zählt der Coach auch die Neuzugänge: Stefan Diers und Arne Lindhorst stammen aus der eigenen ersten Garnitur, Michael Hagemann kehrt nach einen Auslandsaufenthalt zurück. Von der TSG Osterholz-Gödestorf wechselte Merten Klusmann zur SVH-Reserve. Große Erwartungen knüpft Köhler auf das Eigengewächs Jurek Büsen. "Der spielt bei uns, weil wir keine U19 gemeldet haben."

Sehr viel hält der Coach zudem von dem 18-jährigen Patrick Noske, zuvor Neubruchhausen. Aus der Konkursmasse des FC Syke 01 kamen Mohammed Talebi und Andreas Emmrich. Im Tor setzt Köhler wieder auf die bewährten Andy Rabe und Lars Bekefeld. "Aber aus der A-Jugend rückte Patrick Kuder hoch, der jedoch erst einmal für die erste Garnitur vorgesehen ist. Mal sehen, wie sich das Ganze dort entwickelt", erklärte Köhler. "Wir brauchen einen guten Start, und was wir überhaupt nicht brauchen, ist Verletzungspech. Dann können wir unser Ziel, oben anzugreifen, auch realisieren."

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