SV Atlas Delmenhorst ist nach einem 2:0-Sieg gegen Dinklage drei Spieltage vor Saisonschluss weiter Ligaprimus Standgehalten und erhöht

Delmenhorst. Die Landesliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben durch einen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den TV Dinklage den Druck auf die Konkurrenten TuS BW Lohne und SC Melle weiter erhöht. „Das war ein verdienter und souveräner Sieg.
08.05.2017, 00:00
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Von Niklas Johansson

Delmenhorst. Die Landesliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben durch einen 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den TV Dinklage den Druck auf die Konkurrenten TuS BW Lohne und SC Melle weiter erhöht. „Das war ein verdienter und souveräner Sieg. Wir haben taktisch sehr diszipliniert gespielt und bis zuletzt viel Einsatz gegen einen robusten Gegner gezeigt“, lobte SVA-Trainer Jürgen Hahn sein Team.

Die Blau-Gelben kamen mit sehr viel Schwung ins Spiel und hatten nach einem Eckball von Patrick Degen die erste gute Möglichkeit: Aus der Distanz versuchte es Stefan Bruns, dessen Abschluss allerdings an einem Dinklager-Verteidiger hängen blieb (7.). Nur zwei Minuten später zappelte das Leder aber schon im Netz. Vorausgegangen war ein überragender Diagonalpass von Degen auf Musa Karli, der von der linken Seite in die Mitte auf Dennis Janssen spielte. Der „Held“ von Bad Bentheim stocherte das Leder zum 1:0 über die Linie (9.). In der 14. Minute lief ein toller Atlas-Konter über Dominik Entelmann und Lars Scholz, doch der im Strafraum lauernde Thomas Mutlu – der für den gelbgesperrten Florian Knipping startete – traf die Kugel nicht voll.

Doch auch die Gäste aus Dinklage versteckten sich nicht und fuhren zwei, drei gute Angriffe. Der letzte Pass fehlte allerdings, um der Atlas-Defensive wirklich gefährlich zu werden. In Minute 21 schickte Kevin Radke Entelmann mit einem glänzenden Pass auf die Reise: Der Delmenhorster Top-Torjäger hätte es selbst versuchen können, doch er entschied sich, aus spitzem Winkel für den Querpass auf Scholz – Fehlpass. Nach rund einer halben Stunde hatten die Gäste ihre erste gute Torchance, als Dinklages Goalgetter Felix Schmiederer aus 20 Metern knapp links am Tor vorbeizielte (32.). Kurz danach zeigte Musa Karli ein herrliches Solo, vernaschte gleich drei Gegenspieler und konnte am Sechzehner nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß trat Degen, Dinklages Torwart Sven Neuefeind faustete den Ball jedoch sicher weg (38.).

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild vor rund 750 Zuschauern: Es spielte fast nur Atlas. In der 50. Minute belohnten sich die Gastgeber erneut für ihren Aufwand. Der sehr agile Entelmann passte in die Mitte, Scholz ließ clever passieren und der völlig freistehende Musa Karli erhöhte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck auf 2:0. „Dominik hat es klasse gemacht, das Tor toll vorbereitet und auch die Rolle als Vorbereiter gut angenommen. Bei uns spielt jeder für‘s Team. Es ist nicht wichtig, wer die Tore macht“, lobte Hahn, dessen Team immer mehr die Kontrolle über die nun dahin plätschernde Partie übernahm. Die Gäste bemühten sich in der Schlussphase zwar noch einmal in der Offensive, jedoch ließ die sicher stehende Atlas-Verteidigung kaum etwas zu.

In Minute 81 kam TVD-Akteur Steffen Espelage nach einem Freistoß zum Abschluss, dieser ging knapp vorbei. Das war aber lediglich eine Randnotiz, während die Atlas-Fans auf den Rängen die Feierlichkeiten längst begonnen hatten. „Werdet zur Legende, kämpfen ohne Ende, für die Oberliga, SVA!“, hallte es von der gut besetzten Tribüne. Schließlich blieb es beim nie gefährdeten 2:0-Heimsieg für die Delmenhorster. Nach dem Schlusspfiff versammelte sich Atlas wieder im großen Kreis: Und, in dem hatte Mutlu das Wort: Er war es, der seine Mannen für die kommenden drei Endspiele noch einmal einschworen wollte: „Geiler Sieg, nur noch drei Wochen, drei Wochen hart arbeiten.“ Danach tanzten sie wieder und sangen „Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“.

Coach Jürgen Hahn stand das Grinsen nach der tollen Leistung ins Gesicht geschrieben: „Wir haben den Druck auf die Konkurrenz erneut erhöht. Jetzt sind es nur noch drei Spiele. Wenn wir sieben Punkte holen, steigen wir auf“. Atlas hat bei einem ausgetragenen Spiel mehr weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den TuS BW Lohne, der am Freitagabend mit 4:1 beim SV Hansa Friesoythe siegte. Weiter geht es für Blau-Gelb am kommenden Sonnabend beim SC Melle, der ebenfalls noch mitten drin in der Lostrommel für den Oberliga-Aufstieg steckt.

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