Verhinderte Rekordjäger der Bundesliga

Stark zum Start sagt gar nichts

München. Zwölf Tore nach acht Spielen – Robert Lewandowski hat den Startrekord der Bundesliga eingestellt und kommt mit dieser Empfehlung am Sonnabend ins Weserstadion. Werders Trainer Viktor Skripnik ist erleichtert: „Gott sei Dank, ich muss ihn nicht stoppen.
16.10.2015, 00:00
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Zwölf Tore nach acht Spielen – Robert Lewandowski hat den Startrekord der Bundesliga eingestellt und kommt mit dieser Empfehlung am Sonnabend ins Weserstadion. Werders Trainer Viktor Skripnik ist erleichtert: „Gott sei Dank, ich muss ihn nicht stoppen.“ Aber wackelt durch Lewandowskis Serie nun auch die 40-Treffer-Saisonbestmarke von Gerd Müller? Schließlich hat Lewandowski mit zwölf Toren nach acht Spieltagen die Bestmarke des „Bombers der Nation“ (1968/69) und von Christian Müller (1. FC Köln; 1964/65) eingestellt. Die Historie zeigt: Ein toller Saisonstart muss noch nichts bedeuten.

Christian Müller: Nach zwölf Toren in den ersten acht Spielen der Saison 1964/65 traf der damalige Kölner nur noch siebenmal und landete mit seinen 19 Toren am Ende der Spielzeit (seinerzeit 30 Spieltage) auf Rang drei der Torjägerliste.

Peter Meyer: Den Mönchengladbacher erwischte es drei Jahre später noch härter. Er spielte die Hinrunde seines Lebens und traf in 15 Spielen 19 Mal. Dann aber brach er sich das Bein. Anschließend machte der Stürmer kein Saisonspiel mehr, Torschützenkönig wurde der Kölner Hannes Löhr.

Vedad Ibisevic: Der Profi aus Bosnien-Herzegowina war ebenfalls schon einmal auf Gerd Müllers Spuren. Nach 18 Toren in der Hinrunde 2008 trauten nicht wenige Experten dem damaligen Hoffenheimer den Saisonrekord zu. Doch es kam ganz anders: Ibisevic zog sich einen Kreuzbandriss zu und fiel bis zum Ende der Spielzeit aus.

Charly Dörfel: Der Hamburger erzielte zu Beginn der Saison 1963/64 zehn Tore für den HSV und war auf dem besten Weg, erster Torschützenkönig der Bundesliga zu werden. Anschließend traf er jedoch nur noch fünfmal und belegte am Ende Platz neun in der Liste der besten Schützen. Erster wurde HSV-Idol Uwe Seeler.

Robert Lewandowski: Dem Polen könnten auf der Jagd nach dem Saisonrekord von Gerd Müller neben Verletzungen und einem Formtief auch die Erfolge der eigenen Mannschaft zum Verhängnis werden. Denn wenn der Fokus der Bayern in der Rückrunde auf der Champions League liegt, drohen ihm in der Liga rotationsbedingte Pausen. Das würde ihn jedoch nicht daran hindern, den Rekord für die meisten Tore in einem Bundesligaspiel anzupeilen. Mit sechs Treffern liegt da immer noch Dieter Müller vorn. Erzielt hatte der Stürmer des 1. FC Köln sie 1977 beim 7:2 gegen Werder Bremen.

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