Fußball-B-Junioren Starke 60 Minuten reichen dem TuS Sudweyhe nicht

Sudweyhe. Die Fußball-B-Junioren des TuS Sudweyhe hatten das Geschehen mehr als eine Stunde unter Kontrolle und waren auf dem besten Wege, das Bezirkspokalfinale gegen die U17 des SV Arminia Hannover zu gewinnen. Dann kam aber alles anders.
20.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Starke 60 Minuten reichen dem TuS Sudweyhe nicht
Von Malte Bürger

Sudweyhe. Etwas mehr als eine Stunde lang sah es gut aus - richtig gut sogar. Die Fußball-B-Junioren des TuS Sudweyhe hatten das Geschehen unter Kontrolle und waren auf dem besten Wege, das Bezirkspokalfinale gegen die U17 des SV Arminia Hannover für sich zu entscheiden. Doch binnen weniger Minuten sorgte ein Sturmlauf der Gäste für eine Verschiebung der Verhältnisse - am Ende mussten sich die Sudweyher mit 1:3 (1:0) geschlagen geben.

Auf der Reservebank verkrochen sich die TuS-Akteure in der Schlussphase immer tiefer in ihren Jacken. Das hatte zwar einerseits auch mit dem ungemütlichen Regen zu tun, andererseits sahen sie ihre Chancen auf den Titelgewinn immer weiter schwinden. Aufopferungsvoll hatten sie sich für den Sieg eingesetzt, umso härter wurden sie schließlich bestraft.

Nach einer kurzen Abtastphase zwischen beiden Teams waren es die Platzherren, die dem Spielgeschehen ihr Tempo aufdrückten. "Meine Jungs haben das richtig klasse gemacht", lobte auch Trainer Reiner Klausmann. "In der ersten Halbzeit haben sie nicht einen einzigen Torschuss zugelassen." Stattdessen produzierten sie selbst eine Reihe gefährlicher Aktionen: Besonders Hendrik Stannius, Jonas Lüdeke und Christian Heusmann wirbelten durch die Hintermannschaft der Arminen.

Riesenchance zur Vorentscheidung

Nach exakt 27 Minuten wurde dieser Einsatz belohnt, der ebenfalls emsige Nils Förster war nach einer Ecke von Heusmann zur Stelle und nickte aus kurzer Distanz ein. Während der Jubel unter dem Großteil der rund 120 Zuschauer noch nicht ganz abgeklungen war, hatte Förster sogar die riesige Chance zum 2:0, doch er scheiterte aus drei Metern am glänzend reagierenden Schlussmann der Hannoveraner, Philipp von Wedelstedt (29.).

Auch nach dem Seitenwechsel deutete zunächst nichts auf eine Niederlage hin. Die Sudweyher störten den Gegner bereits im Mittelfeld und versuchte auf spielerischem Wege, den Defensivverbund der Gäste auszuhebeln. Die eingewechselten Pierre Neuse und Fabian Akin waren dabei dem zweiten Treffer ganz nah, doch Neuses Pass auf den freistehenden und einschussbereiten Akin wurde im allerletzten Moment unterbunden.

Und dann war die Präsenz und Leichtigkeit im Mittelfeld plötzlich verschwunden - ohne Ankündigung, dafür mit enormen Nachwirkungen. Anstatt den Ball weiterhin punktgenau zum Mitspieler zu befördern, wurde die Kugel nur noch hastig aus der Gefahrenzone bugsiert. Die Hannoveraner drängten nun ihrerseits in die neutrale Zone und leiteten im weiteren Verlauf Angriff um Angriff ein. Nach 64 Minuten waren die Sudweyher dann das erste Mal geschlagen. Einen Distanzschuss der Arminen entschärfte TuS-Torhüter Jannik Theiß zwar noch, gegen den Abstauber von Samet Karaer war er jedoch machtlos.

Die Unsicherheit der Gastgeber war nun spürbar, nur 60 Sekunden nach dem Ausgleich gab es einen Freistoß in gefährlicher Distanz zum TuS-Tor. Hannovers Dean Bubulj bedankte sich für die Einladung und zirkelte das Leder unhaltbar in den Winkel.

Der TuS machte nun weiter auf, um wenigstens noch zum Ausgleich zu kommen, kassierte aber weitere vier Minuten später durch einen Konter von Florian Bunjaku das 1:3. "Das ist natürlich sehr bitter", meinte Klausmann. "Die Tore sind leider viel zu schnell hintereinander gefallen. Wenn wir auch nur eine unserer Chancen vorher nutzen, sieht das hier ganz anders aus. Aber so ist eben Fußball."

Die härteste Prüfung folgte dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Während die Arminen singend ihren Triumph bejubelten und den Pokal in die Höhe stemmten, blieb den Sudweyhern nur die Zuschauerrolle - da half dann auch das Verstecken hinter dem Jackenkragen nicht mehr.

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