3. Liga: Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg spielen gegen Spitzenreiter Oyten zunächst gut mit, gehen dann aber mit 29:40 unter Starkem Auftritt folgt der Einbruch

Ganderkesee. Schon in der vergangenen Woche in Schwerin hatten die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach einer guten ersten Halbzeit in Hälfte zwei einen Einbruch erlebt - gegen den TV Oyten gab es gestern beim 29:40 (16:15) quasi eine doppelte Steigerung. "Wir haben in der ersten Hälfte noch besser gespielt als letzte Woche", fand HSG-Trainer Werner Rohlfs, der dafür nach der Pause einen noch stärkeren Einbruch seines Teams erlebte.
05.12.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Ganderkesee. Schon in der vergangenen Woche in Schwerin hatten die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach einer guten ersten Halbzeit in Hälfte zwei einen Einbruch erlebt - gegen den TV Oyten gab es gestern beim 29:40 (16:15) quasi eine doppelte Steigerung. "Wir haben in der ersten Hälfte noch besser gespielt als letzte Woche", fand HSG-Trainer Werner Rohlfs, der dafür nach der Pause einen noch stärkeren Einbruch seines Teams erlebte.

Im Minutentakt traf der TV Oyten - und das war 20 Minuten lang wörtlich zu nehmen. Praktisch jeder Angriff endete mit einem Tor für die Gäste. Franziska Bohlken hatte noch zum 17:15 für die HSG getroffen, doch dann gaben die Gäste Gas. Nach 40 Minuten stand es 18:26. "Da war das Spiel praktisch gelaufen", haderte Rohlfs und hielt fest: "Irgendwie verfallen wir nach der Pause in eine komische Starre, wir bekommen dann den Dreh nicht, weiterzumachen." Natürlich war seine personell dünn besetzte Mannschaft nach der starken, aber kräfteraubenden Leistung in der ersten Halbzeit müde. Dass sie sich aber direkt nach der 15-minütigen Pause gleich eine ganze Reihe von Abspielfehlern leistete, die von Oyten gnadenlos bestraft wurden, kann nur zum Teil daran liegen.

Zusätzlich spielten nun allerdings die Gäste auch deutlich intensiver. "Wir haben den klassischen Fehler gemacht, es in der ersten Hälfte nicht in die Köpfe zu bekommen, dass man auch in solchen Spielen 100 Prozent geben muss", sagte Oytens Trainer Sebastian Kohls. "In der Pause haben wir uns dann aber neu sortiert", berichtete er. Hude/Falkenburg deckte die starke Kim Pleß jetzt kurz, zumeist durch Anja Mühlbach, allerdings nutzten die anderen Spielerinnen der Gäste die Lücken, die sich dadurch in der Deckung der Gastgeberinnen auftaten. Die Außenspielerinnen trafen häufiger, oft auch durch Tempogegenstöße. Und die wuchtige Kreisläuferin Jana Kokot konnte immer wieder zu ihren Gewaltwürfe ansetzen. "Die können es halt alle", seufzte Rohlfs. In den letzten Minuten nahm Oyten dann ein wenig das Tempo aus der Partie, und Hude/Falkenburg konnte sich noch einige Male schön in Szene setzen.

Allzu schwer nahm Rohlfs die Niederlage gegen den Zweitligaabsteiger nicht: "Wir können damit leben." Mut dürfte dem Coach vor allem die erste Hälfte gemacht haben. Im Angriff hatte die HSG sehr variabel gespielt, vor allem Desiree Görzel setzte sich in den ersten Minuten einige Male am Kreis durch. Insgesamt 29 Tore sind immerhin eine Hausnummer, die Hude/Falkenburg in dieser Saison noch nicht erreicht hat. Die Verteilung zeigt zudem, dass die Mannschaft nicht nur von Mareike Zetzmanns Treffsicherheit abhängig ist. Defensiv hatte sich vor allem Katharina Woltjen im Tor auszeichnen können. Die nominelle Nummer zwei hatte ausnahmsweise begonnen und in der ersten Hälfte ein gutes Dutzend Paraden gezeigt, die auch zu einigen Toren durch Tempogegenstöße führten. "Sie hat uns gut im Spiel gehalten", gab es ein Sonderlob vom Trainer, der versprach: "Wir werden weiter arbeiten."

Vielleicht kann die HSG Hude/Falkenburg dann den Aufwärtstrend der ersten Hälften in Schwerin und gegen Oyten auch über 60 Minuten bestätigen und die dringend benötigten Punkte einfahren.

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