Kommentar über Colin Kaepernick und Nike

Starkes Zeichen

Auch wenn die Motive kommerzieller Natur sind, ist die Botschaft eine politische. Als Topsponsor der NFL kritisiert Nike mit eben dieser Aktion nicht nur die Football-Liga, sondern auch Donald Trump.
05.09.2018, 21:39
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Starkes Zeichen
Von Elena Matera
Starkes Zeichen

Der US-amerikanische Football-Spieler Colin Kaepernick startete mit dem Hinknien eine Protestaktion gegen ungerechte Behandlung von Minderheiten in den USA.

John G Mabanglo/dpa

Es ist wieder soweit: Trump twittert wütend. Seine Kritik zielt auf die Zusammenarbeit des Sportartikelherstellers Nike mit dem Footballspieler Colin Kaepernick. Bereits vor zwei Jahren wetterte Trump gegen den ehemaligen Spieler der National Football League (NFL). Dieser ging aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus bei der Nationalhymne im Stadion auf die Knie. Seitdem hat Kaepernick keinen NFL-Vertrag mehr erhalten.

Jetzt nimmt Nike den Spieler scheinbar barmherzig an die Hand und schenkt ihm ein Gesicht in einer Werbekampagne. Eine Geste der Nächstenliebe? Wohl kaum. Nike ist auch nur ein Unternehmen, also auf Profit aus. Dennoch: Auch wenn die Motive kommerzieller Natur sind, ist die Botschaft eine politische. Als Topsponsor der NFL kritisiert Nike mit eben dieser Aktion nicht nur die Football-Liga, sondern auch Donald Trump.

Zahlreiche US-Amerikaner haben nach Trumps Tweet bereits ihre Nike-Schuhe verbrannt. Die Aktie des Unternehmens fällt, sein Ansehen sinkt. Die Firma nimmt den Verlust bislang in Kauf. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht einknickt.

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