Handball-Kleinfeld-Turnier

„Starlight Exzess“ setzt Glanzlichter

Der „Starlight Exzess“, eine bunt zusammengestellte Combo des Ex-Grambkers Thies Kohrt, machte seinem Namen beim Handball-Kleinfeld-Turnier des SV Grambke-Oslebshausen alle Ehre.
25.06.2018, 15:57
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Von Olaf Kowalzik
„Starlight Exzess“ setzt Glanzlichter

Torben Pilger (links, im Zweikampf) mit dem SVGO-Spieler Pascal Hinrichs.

Kowalzik

Grambke. Der „Starlight Exzess“, eine bunt zusammengestellte Combo des Ex-Grambkers Thies Kohrt, machte seinem Namen beim Handball-Kleinfeld-Turnier des SV Grambke-Oslebshausen alle Ehre. Das aus lauter aktuellen und ehemaligen SVGO-Routiniers bestehende Team setzte nicht nur mit dem 12:10-Finalsieg über die erste Vertretung des Gastgebers die Glanzlichter. Bei der Siegerehrung öffnete Torben Pilger eine Flasche Gerstensaft und duschte seinen Teamkapitän ausgiebig. Den dritten Platz holte sich bei den Männern die in zwei Teile gesplittete Landesliga-Mannschaft der Gelb-Blauen mit einem 9:7-Erfolg über die eigene vierte Vereinsmannschaft.

Bei den Frauen triumphierte der „SV Mett Eagle“, eine gemischte Truppe des ATSV Habenhausen bestehend aus dessen Oberliga- und Landesklassespielerinnen, mit 9:7 über den SV Grambke-Oslebshausen. Das „kleine“ Finale entschied die HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 10:8 über die „Rasenbeacher“, zusammengestellt von Christine Köster, für sich. „Ich hoffe, dass es das Turnier noch einige Jahre geben wird“, wünscht sich Thilo Baron vom „Team Nord“. Eigentlich hatte die Mixtur aus Spielern der HSG Vegesack-Hammersbeck (Jascha Springer, André Röse, Lars Lisson), HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Mike Morisse) und der HSG Lesum/St. Magnus (unter anderem Reent Semmler, Marcus Rannenberg, Mike Fedderwitz) bei den Alten Herren starten wollen.

Da der Veranstalter SVGO jedoch nicht genügend Mannschaften mit Spielern über 32 Jahren akquirieren konnte, war die von Rolf Wieduwilt zusammengetrommelte Truppe bei den „jüngeren“ Teams mitgestartet – erwartungsgemäß ohne durchschlagenden Erfolg. „Einmal im Jahr spielen ist für mich immer noch völlig okay, denn Handball ist einfach der geilste Sport“, störte Thilo Baron das Viertelfinal-Aus gegen „Starlight Exzess“ nicht (6:13).

Die Sternlichter überstrahlten das Turnier mit den aktuellen und ehemaligen höherklassigen Routiniers des SVGO wie Erik Brandt (jetzt TvdH Oldenburg), Marc Krüger (ATSV Habenhausen II) und Torben Pilger mit seinem aktuellen Schwaneweder Mannschaftskameraden Tim Paltinat. Kurios war schon ihr Spieldress: Shirts mit der Aufschrift „Super Mario“ und entsprechend aufgedruckten Motiven, die Thies Kohrt bei einer irischen Billig-Modekette entdeckt hatte. Super sehenswert war auch sein Hinterkopfanspiel an den Kreis auf den Bruder Bengt Kohrt, der diese Chance sofort einnetzte – fast so wie in alten Zeiten. Im Endspiel gegen einen Teil des Landesligisten SVGO brachte in der ersten Hälfte vor allem Silan Lönnecker die Gelb-Blauen mit starken Paraden zur Verzweiflung (7:1). Die finale SVGO-Aufholjagd durch Melvin Bülow, Björn Bischof und Igor Hergert kam zu spät (10:12).

Bei den Frauen flogen die „Mett Eagle“ aus Habenhausen der Konkurrenz davon. Im Halbfinale bezwangen sie den Landesklasse-Absteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen von Ulf Ziehmer mit 10:7, in das die „Schwäne“ per Doppelschlag von Jennifer Meierhöfer mit 2:0 gestartet waren. Chevvanthi Sivanathan erzielte für die Niedersachsen den letzten Ausgleich (5:5), danach setzten sich die Bremerinnen auf 9:5 ab – die Entscheidung.

Im Endspiel behielt das Team um die Ex-Ritterhuderin Maike Leder, das am kommenden Sonntag als „Mett Eagle“ in der Überseestadt beim „Red Bull Flugtag“ starten wird, die Oberhand über den Landesklasse-Neuling SV Grambke-Oslebshausen. Der SVGO war nach dem 2:1 von Melina Iordanidis und Cynthia Hett auf 3:7 zurückgefallen, bevor dessen Trainer Stephan Rix die Abwehrformation änderte und sein Team wenig später durch drei Tore in Folge von Melina Iordanidis, Anja Reimann und Neele Piepjohn auf 7:8 verkürzte. Am Ende hatte sich die ehemalige SVGO-Torhüterin Malin Appel den Gastgeberinnen jedoch etwas zu oft erfolgreich in den Weg gestellt – 7:9.

Platz drei ging mit 10:8 an die HSG Schwanewede/Neuenkirchen gegen die „Rasenbeacher“, in deren Reihen mit Katrina Wessels und Melina Allerheiligen zwei ehemalige HSG-Oberliga-Spielerinnen aufgelaufen waren. Melina Allerheiligen war für dieses Turnier extra aus Duisburg angereist, spielt aktuell noch für den Krefelder Oberligisten Adler Königshof. „Mein Ziel ist, nach dem Abschluss meines BWL-Studiums im übernächsten Jahr wieder nach Bremen zu ziehen“, ließ sie durchblicken. Spätabends, vor der Turnierdisco, ging es beim SVGO noch einmal hoch her: Rund 120 Zuschauer lagen sich beim Public Viewing nach dem WM-Sieg der deutschen Fußballer über Schweden in den Armen.

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