Sport-Schnack von den Sixdays

Staunen und Schwelgen in der WESER-KURIER-Loge

Die Bremer Sixdays sind mehr als das reine sportliche Ereignis, sie sind auch ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Nirgendwo wird das deutlicher als in den Logen. Das war am Donnerstag los.
11.01.2019, 09:36
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Von Kim Torster
Staunen und Schwelgen in der WESER-KURIER-Loge

Gäste des WESER-KURIER: (v. l.) Hajo Müller, Monika Mehrtens und Frank Dreeke

Christina Kuhaupt

Er wolle ehrlich sein, sagt Hajo Müller, Vorstand der Bremer Straßenbahn AG (BSAG): zum Radsport habe er keinen Zugang. Schon, wenn er die Radfahrer zu lange beobachte, wie sie in der Halle ihre Runden drehen, werde ihm schwindelig. Die Sixdays möge er trotzdem – für ihn stehe der soziale Aspekt aber klar im Vordergrund, sagt Müller. Ob er sich denn auf Eröffnungs-Stargast Howard Carpendale freue? Müller lacht. Aufgrund seines Alters müsse man das annehmen. Aber eigentlich war er nie Fan. Nicht seine Musik, sagt er.

Frank Dreeke, Vorstand BLG Logistics Gruppe, feierte am Donnerstag sein Comeback. Seit zehn Jahren war er nicht bei den Sixdays. Man muss sich das einmal vorstellen: Das letzte Mal war er hier, da waren Klaus und Klaus noch die Stars der Veranstaltung. An sein erstes Mal bei den Sixdays kann sich Dreeke aber noch gut erinnern. 1983 oder 1984 müsse das gewesen sein – er war Azubi und feierte bis fünf Uhr morgens durch. Mittlerweile habe sich sicher vieles verändert, sagt er. Im Hintergrund stauen sich die Menschen am VIP-Einlass. An der Jackenabgabe hat sich eine lange Schlange gebildet. Übrigens: Dreeke gehört zu der Sorte Sixdays-Besucher, die sich für den Radsport interessiert. Er schaue sogar regelmäßig die Tour de France, sagt er.

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Für Hermann Kleen (SPD), langjähriger Senats-Sprecher, sind die Sixdays eine Pflichtveranstaltung. Seit 1989 kommt er her, sagt er. Zu Zeiten als Senatssprecher bis zu fünf Mal pro Woche – heute schaffe er das aber nicht mehr. Ihm gefalle die Atmosphäre, die Mischung aus Party und Schnack: „Rummel“, für alle, die ihn suchen, aber eben auch die Möglichkeit, sich gemütlich bei einem Bier zu unterhalten. Er bevorzuge mittlerweile Zweiteres, sagt Kleen. Menschen treffe man hier ja genug.

Natürlich sei sie selbst begeisterte Radfahrerin, sagt die Weserpark-Chefin Monika Mehrtens. Zusammen mit dem ehemaligen Bremer Rennfahrer Hans-Peter Jakst unterstütze sie deshalb auch den Verein Aktiv für Osterholz. Die Sixdays besucht Mehrtens seit zehn Jahren. Zwar mehr berufllich als privat, aber auch häufig mit Kollegen – das sei ja beides, irgendwie. Für die Sixdays drücke sie den Weserpark-Nachbarn, dem Team von Möbel Schulenburg die Daumen. „Aus Solidarität“, sagt sie. Auch dieses Jahr will sie die Rennen wieder über die Berichterstattung verfolgen.

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Alexander Kmita, Geschäftsführer von SWB, hat keine Ahnung vom Radsport. Aber das eigene Team, das hat er sich sagen lassen, soll vielversprechend sein. Müsste er wetten, er würde auf das SWB-Team tippen. Seit drei Jahren ist er dabei und nutzt die Veranstaltung vor allem zum Netzwerken, wie er sagt. Ihm mache das großen Spaß.

Außerdem in der ÖVB-Arena gesichtet: Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni, Tanz-Weltmeister-Trainer Roberto Albanese und Bürgermeister Carsten Sieling.

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