Fußball-Landesliga Frauen: Bassen/Posthausen gewinnt mit Glück, Holtebüttel vergibt 2:0-Führung Stefanie Freund entscheidet das Match

Holtebüttel·Bassen. Freud und Leid bei den beiden besten Fußball-Frauenmannschaften aus dem Landkreis Verden: Während die SG Bassen/Posthausen (1:0 gegen SV Ahlerstedt/Ottendorf II) in der Landesliga einen Start nach Maß hingelegt hat, zahlt Neuling SV Holtebüttel reichlich Lehrgeld. Nach einer 2:0-Führung verloren die Schützlinge von Trainer Holger Kreyenhop gegen den TuS Fleestedt noch mit 2:3.
30.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Holtebüttel·Bassen. Freud und Leid bei den beiden besten Fußball-Frauenmannschaften aus dem Landkreis Verden: Während die SG Bassen/Posthausen (1:0 gegen SV Ahlerstedt/Ottendorf II) in der Landesliga einen Start nach Maß hingelegt hat, zahlt Neuling SV Holtebüttel reichlich Lehrgeld. Nach einer 2:0-Führung verloren die Schützlinge von Trainer Holger Kreyenhop gegen den TuS Fleestedt noch mit 2:3.

Stefanie Freund erzielte gegen Ahlerstedt II den entscheidenden Treffer für die SG Bassen/Posthausen. Aline Stenzel hatte sich durchs Mittelfeld getankt und damit gute Vorarbeit geleistet. Stefanie Freund umkurvte noch eine Gegnerin und hob den Ball in den oberen Torwinkel (83.). "Wir haben heute in einem temporeichen Spiel einen zweifelsfrei glücklichen Sieg eingefahren, den sich unser Team aber aufgrund des enormen Einsatzes auch verdient hat. Über eine Punkteteilung hätten wir uns aber keineswegs beschweren können", stellte Uwe Norden, Koordinator für den Frauenfußball bei der Spielgemeinschaft, zusammenfassend fest. Ein Sonderlob verdiente sich Torfrau Jennifer Kempf, die hervorragende Reaktionen zeigte und trotz der Nässe die Bälle festhielt.

Ahlerstedt war in den Anfangsminuten sehr druckvoll unterwegs, ohne allerdings erwähnenswerte Torchancen herauszuspielen. Erst nach rund 20 Minuten konnten die Gastgeberinnen sich befreien und hatten sogar eine gute Gelegenheit, die aber in letzter Sekunde vereitelt wurde.

Torfrau Kempf souverän

Bassens Hintermannschaft stand nahezu über 90 Minuten sehr sicher. Torfrau Jennifer Kempf konnte die wenigen ihr gestellten Aufgaben mit großer Sicherheit erledigen. Nach Wiederbeginn wurde Ahlerstedt/Ottendorf aber immer besser und hatte klare optische Feldvorteile. Seine beste Chance hatte der Gast in der 70. Minute, als der Ball von der Unterkante der Latte ins Feld zurücksprang. Dort tauchte die nachsetzende Angreiferin ganz allein vor Jennifer Kempf auf, die den Ball aber souverän parierte. Weil Ahlerstedt in der Folge sein Heil in der bedingungslosen Offensive suchen musste, hatte das Team von Trainer Peter Stein noch die eine oder andere Konterchance, konnte jedoch keine davon verwerten. Norden: "Mit der optimalen Ausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen sind wir natürlich mehr als zufrieden, so dass wir am kommenden Sonntag vollkommen entspannt beim Tabellenführer in Harsefeld antreten können."

Der SV Holtebüttel kann beim Betrachten der Tabelle dagegen überhaupt nicht entspannt sein. Die 2:3-Niederlage erschien den Gastgeberinnen als völlig vermeidbar, nicht nur aufgrund der 2:0-Führung, die dem SV Holtebüttel eigentlich hätte Sicherheit geben müssen. Heiko Strüver, Co-Trainer beim Neuling, mahnt freilich zur Ruhe und zu Geduld. "Wir müssen weiter an uns arbeiten und dieses Spiel schnell abhaken, denn nächste Woche geht es weiter!"

Dabei fing es so verheißungsvoll an. Besonders die torgefährlichen und laufstarken Maike Grünhagen und Janina Lind sorgten von der ersten Minute an für Schrecksekunden bei den Fleestedterinnen. Lindhorst hatte die Torhüterin schon ausgespielt, setzte den Ball aber an den Pfosten (1.). Auch Nele Schmidt verpasste das frühe 1:0 nur knapp. Das 1:0 durch Christien Staudt (33.) nach prächtiger Vorleistung Janina Lindhorst war Ausdruck der Holtebütteler Überlegenheit, die dann nach verpassten Gelegenheiten durch Mareen Schneider ubnd Nele Schmidts relativ spät im 2:0 durch einen 30-Meter-Schuss Annika Nentwigs (66.) Niederschlag fand. Als dann aber nur zwei Minuten später in die Holtebütteler Freude und Unaufmerksamkeit hinein das Anschlusstor platzte, kam der Neuling völlig aus dem Tritt. Strüver: "Die beiden Tore der kampfstarken Fleestedterinnen waren verdient!"

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