Fußball-Bezirksliga

Stenum beweist Durchhaltevermögen

Der VfL hat im Derby gegen Hude mit 2:0 geführt, eine Druckphase des Gegners überstanden und mit 3:1 gewonnen. Für die Gäste wäre mehr möglich gewesen.
06.10.2019, 19:32
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Stenum beweist Durchhaltevermögen
Von Justus Seebade
Stenum beweist Durchhaltevermögen

Der starke Bastian Morche (rot) setzte sich mit seinem VfL Stenum im Derby gegen den FC Hude um Aaron Lepthien durch.

INGO MÖLLERS

Stenum. Den Bezirksliga-Fußballern des VfL Stenum ist es in dieser Saison schon häufiger passiert, dass sie eine Führung noch verspielt haben. Gegen BW Bümmerstede zum Beispiel, als sie nach einem 2:0-Vorsprung noch zwei Treffer kassierten. Oder zuletzt beim Heidmühler FC, als aus einem 1:0 noch eine 1:2-Niederlage wurde. Im Derby gegen den FC Hude machten es die Schützlinge von Trainer Thomas Baake nun besser. Am heimischen Kirchweg lagen sie erneut mit 2:0 vorne, ließen sich vom Huder Anschluss nicht aus der Bahn werfen und legten noch ein Tor zum 3:1 (2:0)-Erfolg nach.

Entsprechend zufrieden war Baake nach dem Abpfiff. „Es wäre ärgerlich gewesen, wenn wir das 2:0 noch aus der Hand gegeben hätten“, meinte der VfL-Coach. Wichtig war in seinen Augen, dass seine Mannschaft die Druckphase der Gäste nach dem Seitenwechsel überstand. „Es war ein offener Schlagabtausch in der zweiten Halbzeit“, befand Baake. Sein Team habe nicht unverdient gewonnen, gleichwohl hätte der Gegner aber auch etwas Zählbares mitnehmen können.

Dass die Huder das nicht schafften, war insbesondere ihrem Auftritt in der ersten Hälfte zuzuschreiben. Der war zwar an sich nicht schlecht, hielt jedoch zwei Szenen parat, die entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf nahmen. Negativen Einfluss aus Sicht des FCH. „Wir verlieren das Spiel ganz klar in der ersten Halbzeit. Wir kriegen das 0:1 aus einer Situation, aus der es nicht fallen darf. Beim 0:2 dürfen wir den Konter nicht kriegen. Dadurch gehen wir mit einer Hypothek in die Halbzeit“, monierte Trainer Lars Möhlenbrock.

Stenum schaltet schnell um

Nachdem Jannik Schrank in einer munteren Anfangsphase die erste Möglichkeit für die Huder vergeben hatte (4.), lag das Spielgerät nur drei Minuten später auf der anderen Seite im Netz. Ein hoher Ball über die rechte Angriffsseite fand Maximilian Klatte, der trocken ins Torwarteck abschloss. FCH-Schlussmann Christopher Schnake sah hierbei nicht wirklich gut aus. Ein optimaler Start für die Gastgeber, die nicht allzu lange brauchten, um nachzulegen. Nach einer Huder Ecke schalteten sie klasse um, Klatte bediente Bastian Morche, der das Auge für den völlig freien Tom Geerken hatte. Der Youngster hatte aus kurzer Distanz keine Probleme zu vollenden (23.). „Das können sie halt“, meinte Möhlenbrock zu den Umschalt-Qualitäten des VfL.

Für Stenum lief bis hierhin alles nach Plan. Hude war nun gefordert, hatte bis zur Pause auch mehr Ballbesitz und war bemüht, gefährlich zu werden. Das gelang aber lediglich zweimal, wobei in einer Situation nur Zentimeter zum Torerfolg fehlten. Ingmar Peters war auf dem Weg Richtung Stenumer Gehäuse, umkurvte Keeper Maik Panzram und hätte auch getroffen, wenn nicht Julian Dienstmaier mit starkem Einsatz die Kugel noch von der Linie gekratzt hätte (31.). Sechs Minuten später setzte sich Baris Sarikaya über rechts durch, scheiterte aus Nahdistanz aber an Maik Panzram. Auf der Gegenseite parierte Schnake derweil einen Versuch von Klatte (39.).

Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Huder, die mutig aus der Kabine kamen, entschlossen wirkten und nun mit mehr Zug zum Tor agierten. Nach einer Ecke war es dann so weit: Nachdem die Stenumer zunächst geklärt hatten, landete der Ball bei Nils Grimmig, dessen Fernschuss Panzram noch ganz stark aus der linken unteren Ecke fischte. Allerdings stand Peters, wo er stehen musste, und staubte zum 1:2 ab (56.). Sieben Zeigerumdrehungen später hätte Peters gerne einen Elfmeter bekommen, nachdem an seinem Trikot gezogen worden war, doch die Pfeife des Schiedsrichters Yannik Kirchhoff blieb stumm.

Panzram in Galaform

Anschließend drückte der Gast auf den Ausgleich. Einen Schuss von Peters hielt der richtig gut aufgelegte Panzram (64.). Unmittelbar danach rettete die Latte für den VfL, als Aaron Lepthien nach einer Ecke den zweiten Ball bekam und abzog. Aluminiumpech hatte wenig später auf der anderen Seite auch Morche, dessen sattes Pfund von kurz hinter der Strafraumgrenze am Pfosten landete (73.). Eine weitere Riesenchance zum Ausgleich vergab der eingewechselte Marko Schrank, der im Eins-gegen-eins-Duell an Panzram scheiterte (83.). Das 2:2 wäre absolut möglich gewesen – und wie es so oft kommt im Fußball, kam es auch in diesem Fall. Hude nutzte seine Chancen nicht und kassierte stattdessen den entscheidenden Treffer. Wieder fuhren die Stenumer einen schönen Angriff über mehrere Stationen, den Morche zunächst nicht erfolgreich vollendete. Allerdings leitete er nach links auf Klatte weiter, der seinen Doppelpack schnürte (85.).

Letztlich hatten es sich die Gäste selbst zuzuschreiben, dass sie ohne einen Punkt nach Hause fuhren. Mangelnde Effektivität im zweiten und eigene Fehler im ersten Durchgang führten zur Pleite. Die Gastgeber bewiesen derweil bei ihren Treffern ihre Qualität und zeigten im zweiten Abschnitt Durchhaltevermögen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+