Kim-Anna Heidorn und Maike Leder wechseln zum Saisonende vom Oberligisten Habenhausen

Stephan Rix freut sich über Verstärkungen

Oslebshausen. Eine leichte Vorahnung hatte Stephan Rix schon, trotzdem war es ein Schuss ins Blaue: Als der Trainer der Landesklassen-Handballerinnen des SV Grambke-Oslebshausen zum Handy griff und Kim-Anna Heidorn sowie Maike Leder nach ihrer sportlichen Zukunft fragte, da rannte er offene Türen ein. Die beiden Oberliga-Spielerinnen des ATSV Habenhausen dachten gerade über eine Luftveränderung nach.
28.02.2019, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik
Stephan Rix freut sich über Verstärkungen

Kim Anna Heidorn

frei

Oslebshausen. Eine leichte Vorahnung hatte Stephan Rix schon, trotzdem war es ein Schuss ins Blaue: Als der Trainer der Landesklassen-Handballerinnen des SV Grambke-Oslebshausen zum Handy griff und Kim-Anna Heidorn sowie Maike Leder nach ihrer sportlichen Zukunft fragte, da rannte er offene Türen ein. Die beiden Oberliga-Spielerinnen des ATSV Habenhausen dachten gerade über eine Luftveränderung nach. Eine Spielbeobachtung und zwei Probetrainingseinheiten später sind sie die Aufsehen erregenden Neuzugänge der Gelb-Blauen für die kommende Saison.

Stephan Rix strahlte zufrieden. „Die beiden sind absolute Wunschspielerinnen, die mein Team weiterbringen werden. Von ihnen werden alle profitieren.“ Maike Leder hatte schon vor zwei Jahren einmal mit einem Wechsel zum SVGO geliebäugelt. „Da waren wir aber gerade abgestiegen“, bedauerte Stephan Rix. „Und ich wollte auch noch höher spielen, alles ausreizen“, ergänzte die Umworbene, die in Grambke wohnt. Bei Kim-Anna Heidorn bekam „Shorty“ Rix auf einer Feier zufällig Wind davon, dass sie kurz vor Weihnachten nach Burg, also quasi um die Ecke, gezogen ist. Es war der nächste Volltreffer, zumal die beiden Verstärkungen ja auch miteinander befreundet sind.

Die wohnliche Nähe zum neuen Klub ist das eine Pfund, mit dem der SVGO-Coach beim Duo punkten konnte. „Vor allem, wenn die Straßen nach Habenhausen wieder einmal dicht waren, konnte die Anfahrt dorthin sehr zeitaufwendig sein“, erklärt „Uschi“ Heidorn. „Das ist ein Gefühl, wie zuhause zu sein“, fügt „Renate“ Leder hinzu. Die 26-jährige Rückraumspielerin hat das Handballspielen bei der TuSG Ritterhude erlernt und läuft seit 2014 für den ATSV Habenhausen in der Oberliga auf. Kim-Anna Heidorn griff das erste Mal bei der SG Oslebshausen nach der Lederkugel und wechselte in der C-Jugend zum TV Oyten, bei dem es die Kreisläuferin bis in den Stammkader der Drittliga Frauen schaffte. Nach einem Jahr in der zweiten Liga beim SV Werder Bremen spielt die 24-Jährige im dritten Jahr beim ATSV Habenhausen in der Oberliga.

Die angehenden Verstärkungen verhehlen aber auch nicht, dass sie mit der bevorstehenden Entwicklung im Bremer Süden nicht einverstanden sind. So ohne Weiteres wechselt man ja auch nicht gleich zwei Ligen tiefer zum Landesklasse-Aufsteiger, der sich mit 15:13 Punkten auf dem siebten Platz tummelt. Der ATSV plant nämlich in der kommenden Spielzeit einen Umbruch und will das Team mit talentierten A-Jugendlichen und jungen, ambitionierten Spielerinnen aus der zweiten Vertretung verjüngen. Das soll offenbar der Trainer vornehmen, der vor Kurzem gerade erst von seinem Oberliga-Amt zurückgetreten ist. „Wir haben uns doch gerade erst von ihm getrennt, weil es zwischen ihm und der Mannschaft nicht zusammen passte“, erklärt Maike Leder. Sie ist über das Ende in Habenhausen traurig: „Die Mädels waren schon wie eine Familie für mich, da ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen.“ Bei Kim-Anna Heidorn steht außerdem eine berufliche Veränderung an, weshalb sie zusätzlich kürzer treten wollte.

Nun schauen die Zwei nach vorne und freuen sich auf ihre bevorstehende Aufgabe. „Der SVGO hat ein sehr junges Team, das phasenweise sehr dynamisch spielt. Mit dem kann man viel erreichen“, ist Heidorn überzeugt. Das ist Wasser auf die Mühlen von Stephan Rix, der über kurz oder lang den nächsten Schritt, sprich die Landesliga, anpeilen will. „Gerade der Wechsel unseres starken A-Nachwuchses in der übernächsten Saison, wahrscheinlich sieben Spielerinnen, bringt uns diesem Ziel beträchtlich näher.“ „Aufsteigen wäre natürlich das Coolste, denn ich bin weiter ehrgeizig und will mit dem SVGO so hoch wie möglich spielen“, erzählt Maike Leder.

Außer den beiden wechselt die Rückraumspielerin Katja Schumacher nach einer einjährigen Pause von der TuSG Ritterhude zum SVGO. Mit Sandra Bode kündigte sich außerdem eine 1,84 Meter große Kreisläuferin vom Regionsligisten TSV Bierden als vierter Neuzugang an.

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