Fußball-Landesliga Stöver kann es auch im Mittelfeld

Im Lokalderby der Fußball-Landesliga siegte das DJK-Team beim TSV Lesum-Burgdamm mit 4:1.
11.04.2018, 16:41
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Lesum. Der verletzte Dennis Tanski von der DJK Germania Blumenthal ballte nach 60 Minuten an der Seitenlinie beide Fäuste. „Ich habe ihm gesagt, dass er es alleine machen soll“, kommentierte er das vorentscheidende 3:1 von Shirwan Hussein Khalef beim 4:1-Erfolg der Gäste im Lokalderby der Fußball-Landesliga beim TSV Lesum-Burgdamm. „Das war ein verdienter Sieg für die DJK“, zeigte sich Lesums Trainer Gino Shabani direkt nach dem Abpfiff als sehr fairer Verlierer.

Marcel Stöver leitete den enorm wichtigen Dreier für den Gast im Kampf um den Klassenerhalt nach 17 Minuten mit seinem 1:0 ein. „Da haben wir endlich mal schnell gespielt“, urteilte der stellvertretende DJK-Vorsitzende Gerd Stedtnitz. Nach einem Pass von Rechtsverteidiger Hamid Cherief strebte Stöver alleine auf TSV-Schlussmann Veton Maliqi zu und überwand diesen zur Führung. Nur 60 Sekunden später erkämpfte sich Abdou Kadim Dieng die Kugel und erhöhte selbst auf 2:0. Nach etwas mehr als einer halben Stunde verkürzten die Hausherren aber auf 1:2. Nach einem Foul von Hamid Cherief an Samet Polatgil verwandelte Marian Bokelmann den fälligen Elfmeter zum Anschlusstor. Mit diesem Pausenstand durften die Gastgeber durchaus zufrieden sein. Schließlich scheiterte Shirwan Hussein Khalef noch zwei Mal freistehend an Veton Maliqi.

Was zwei Mal nicht klappt, dass schaffe ich auch noch ein drittes Mal, schien sich Hussein Khalef gleich nach dem Wiederanpfiff zu sagen. Wieder fand dieser freistehend seinen Meister in Maliqi. Die Lesumer tauchten dagegen nur sporadisch vor dem gegnerischen Kasten auf. Die beste Möglichkeit vergab dabei Joker Jan-Hendrik Michalik, der den Ball aus 18 Metern unbedrängt über das Gehäuse jagte. Michalik war der einzige Einwechselspieler des TSV und mit Daniel Meyer half nur ein Altherrenkicker aus. „Ich finde es traurig, dass einige Spieler einfach wegbleiben und die Mannschaft im Stich lassen“, ärgerte sich Gino Shabani über das Fehlen einiger etablierter Akteure.

Sein Gegenüber Abdelfattah Rhazani tobte sich derweil auf dem Feld aus. Ihm waren seine 45 Lenze wahrlich nicht anzusehen. Der Altmeister ordnete im Mittelfeld das Spiel und glänzte dabei auch immer wieder mit öffnenden Pässen in die Spitze. „Ich musste mich einfach wieder selbst aufstellen, weil uns sonst die Erfahrung gefehlt hätte“, so Rhazani. Dieser freute sich auch diebisch über das 3:1 durch das Solo von Marcel Stöver: „Ich habe unseren Innenverteidiger ins Mittelfeld beordert. Dies hat er uns mit zwei Toren gedankt.“

Kurz nachdem Shirwan Hussein Khalef knapp die endgültige Entscheidung verpasst hatte, schwächte sich das Heimteam mit der Ampelkarte gegen Peyman Rasmju selbst. Samet Polatgil wollte diesen Platzverweis nicht wahrhaben. Er zeigte Referee Dennis Stahmann an, dass sein Mitspieler schließlich den Ball getroffen habe. Die Entscheidung von Stahmann ging aber in Ordnung, weil Rasmju zu ungestüm in den Zweikampf gegangen war (73.).

Im Anschluss an einige fragwürdige Abseitsentscheidungen der Unparteiischen schnappte die Lesumer Abseitsfalle in der 90. Minute einmal nicht zu. Deshalb tauchten Fauzi Kahlil und Enes Kök nach einem sehr langen Ball von Hamid Cherief ganz alleine vor Veton Maliqi auf. Enes Kök nutzte den Querpass seines Kollegen zum 4:1-Endstand. „Wir hatten Chancen ohne Ende. Deshalb geht unser Sieg auch vollkommen in Ordnung“, traf Abdelfattah Rhazani den Nagel auf den Kopf.

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