Bassumer Shooting Birds feiern 20-jähriges Bestehen Stolz auf die Einzigartigkeit

Zweimal stand der Bassumer Squash-Sport kurz vor dem Aus, zweimal konnte er doch noch aufrecht erhalten werden: Im ersten Fall dank der Gründung eines ganz neuen Vereins, den Shooting Birds – auf den Tag genau vor 20 Jahren.
02.08.2014, 00:00
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Stolz auf die Einzigartigkeit
Von Marius Merle

Zweimal stand der Bassumer Squash-Sport kurz vor dem Aus, zweimal konnte er doch noch aufrecht erhalten werden: Im ersten Fall dank der Gründung eines ganz neuen Vereins, den Shooting Birds – auf den Tag genau vor 20 Jahren. Und dann noch einmal vor rund fünf Jahren, als die bisherige Spiel- und Trainingsstätte nicht mehr genutzt werden konnte. Doch dann hatten einige Mitglieder der Shooting Birds einen Plan...

„Unser Verein ist einzigartig in ganz Deutschland“, sagt Timo Krämer, seit etwa fünf Jahren Vorsitzender der Bassumer Shooting Birds, erfreut. Und seit eben diesen fünf Jahren hat der Squash-Klub sein besonderes Privileg: Eine unter eigener Regie geführte Anlage in Harpstedt. Jedes Mitglied hat einen Schlüssel und kann somit spielen, wann immer es möchte. Dabei war diese Anschaffung zunächst mehr aus der Not heraus geboren. „Wir konnten nicht länger im Olympus in Bassum spielen, und da bot sich die Gelegenheit, die leer stehende Sportanlage in Harpstedt zu erwerben“, erinnert sich Krämer.

Doch vor der Umsetzung gab es Probleme. „Der Vorstand wollte das finanzielle Risiko nicht tragen und trat zurück“, so Timo Krämer, der dann seinerseits die Verantwortung übernahm und sich zum neuen Vorsitzenden wählen ließ. „Sonst hätte sich der Verein aufgelöst“, sagt der Syker, der den Erwerb der eigenen Anlage inzwischen als „absoluten Glücksgriff“ sieht. Bereits seit 17 Jahren ist Krämer für die Shooting Birds aktiv und hat somit den Großteil der Vereinszeit hautnah miterlebt. Denn heute, auf den Tag genau vor 20 Jahren, gründete sich der Squash-Klub.

Von den Anfängen bis heute immer mit dabei: das Papageien-Maskottchen und Volker Reske. „Damals hatte sich der bisherige Squash-Verein wegen Differenzen aufgelöst“, so Reske. Dabei seien ein paar Mitglieder übrig geblieben, die nicht auf das Squashspielen vor Ort in einem Verein verzichten wollten. Und so habe Reske gemeinsam mit dem späteren Vorsitzenden Gerhard Westenfels den Klub „Shooting Birds“ gegründet. „Zunächst waren wir nur 15 bis 18 Mitglieder, aber die Zahlen haben sich dann wieder stabilisiert“, sagt Volker Reske, der heute die Funktion des Jugendwartes im Verein inne hat.

Dann kam der Umbruch vor fünf Jahren: Durch den Vorstand- und Standortwechsel schrumpfte die Anzahl der Mitglieder wieder auf 18 Mitglieder. „Doch in den folgenden zwei Jahren hat sich die Zahl mehr als verdoppelt“, betont Timo Krämer. Zu Hochzeiten habe der Verein in der Folge mehr als 50 Mitglieder gehabt. Und auch sportlich lief es für die Shooting Birds prächtig. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren einen Vereinsrekord nach dem anderen aufgestellt“, so Krämer. Dazu zählte unter anderem der erstmalige Aufstieg in die Oberliga und der Spielbetrieb mit gleich fünf Teams.

Immer mindestens ein Jugendteam

Im Fokus stand dabei auch stets die Förderung des Nachwuchses. „Ich habe damals, in der Zeit nach der Vereinsgründung, eine Jugendabteilung gegründet und seitdem jedes Jahr mindestens eine Jugendmannschaft betreuen können“, berichtet Volker Reske, der sich selbst vor 35 Jahren mit dem Squash-Virus infiziert habe. „Es ist wie eine Sucht und hat mich wahnsinnig fit gehalten“, erzählt der 63-Jährige, der in der nächsten Saison wieder für die zweite Mannschaft aktiv sein wird.

Für die erste Mannschaft ist die Zielsetzung für die neue Runde laut Timo Krämer klar: „Wir wollen wieder in die Oberliga“. Die Zukunftsprognose des Vereinsvorsitzenden fällt insgesamt recht optimistisch aus – trotz der im vergangenen Jahr leicht rückläufigen Mitgliederzahlen und der etwas schwächeren sportlichen Resultate. „Man kann halt nach den sehr erfolgreichen Jahren nicht immer wieder einen draufsetzen“, begründet Krämer.

41 Mitglieder hat der Verein zurzeit, die nun als Aktive das 20-jährige Bestehen feiern können. „Das ist schon sehr zufriedenstellend und ich rechne eher mit einer Entwicklung zum Besseren“, so Krämer. Und auch wenn der Nachwuchs mal ein Jahr nicht so nachkommt – auf seine Alteingesessenen kann der Verein zählen. „Ich möchte auch noch mit über 70 auf dem Court stehen“, sagt Gründungsmitglied Reske. Dann würde auch der Teilnahme an der 30-Jahr-Feier der Shooting Birds als Aktiver wohl nichts im Wege stehen.

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