Die frühere Oytenerin Kim-Anna Heidorn bereitet sich mit Werder Bremen auf die zweite Handball-Bundesliga vor Stolz auf die Raute

Oyten·Bremen. Wenn Kim-Anna Heidorn eine Sache in den vergangenen Wochen des Öfteren gemacht hat, war das vor allem schwitzen. Denn seit rund drei Wochen bereitet sich die Handballerin auf ihr „Abenteuer 2.
30.07.2015, 00:00
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Stolz auf die Raute
Von Florian Cordes

Wenn Kim-Anna Heidorn eine Sache in den vergangenen Wochen des Öfteren gemacht hat, war das vor allem schwitzen. Denn seit rund drei Wochen bereitet sich die Handballerin auf ihr „Abenteuer 2. Bundesliga“ mit dem SV Werder Bremen vor. Die Kreisläuferin wechselte vom Drittligisten TV Oyten zum Aufsteiger aus der Hansestadt (wir berichteten).

In ihrem neuen Team fühle sich Kim-Anna Heidorn, die immerhin sieben Jahre lang das Trikot der „Vampires“ sowohl in der Jugend als auch im Erwachsenenbereich trug, pudelwohl, versichert die Neu-Werderanerin. Ein wenig sei sie wegen der guten Stimmung innerhalb des Teams sogar überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir als Mannschaft so schnell zusammenfinden. Das Training ist einfach super und macht viel Spaß. Aber es ist auch ein anderer Schnack als in Oyten. Wir geben schon ordentlich Gas.“ Zwar hätten es auch die Saisonvorbereitungen mit TVO-Coach Sebastian Kohls in sich gehabt – Kim-Anna Heidorn erinnert sich da zum Beispiel sofort an die harten Trainingseinheiten am Cluvenhagener Baggersee –, doch beim SV Werder Bremen sei es noch ein Stück weit härter.

Kim-Anna Heidorn weiß allerdings genau, warum sie und ihre Teamkolleginnen sich momentan und in den anstehenden Wochen so sehr quälen: Mit den Grün-Weißen will sie in der kommenden Saison das große Ziel Klassenerhalt realisieren. „Das können wir definitiv erreichen. Wir sind ein junges und dynamisches Team, haben aber auch die Spielerinnen, die schon Bundesligaerfahrung gesammelt haben“, sagt Kim-Anna Heidorn. Was ihre persönlichen Ziele in ihrem Premieren-Jahr in der zweithöchsten deutschen Liga angeht, bleibt die junge Kreisläuferin eher zurückhaltend. Selbstverständlich wird sie sich über jede Minute freuen, die sie von ihrem Trainer Patrice Giron eingesetzt wird. „Doch einen Stammplatz fordere ich mit Sicherheit nicht ein“, sagt Kim-Anna Heidorn. Zudem hat sie auf der Kreisläufer-Position mit Nele Osterthun harte Konkurrenz. Wobei sie ihre neue Teamkollegin nicht als Konkurrentin ansehen möchte. „Ich denke, dass Nele und ich uns gut ergänzen werden und ein gutes Gespann am Kreis bilden können“, meint die Werderanerin.

In den bisherigen Einheiten unter Patrice Giron, der Werders Meistertrainer Radek Lewicki auf der Trainerbank abgelöst hat, wurde unter anderem an der Kondition und der Fitness gefeilt. Doch für den Zweitligisten aus Bremen standen auch schon einige Testspiele an. In den Partien gegen die HSG Delmenhorst und HSG Hude/Falkenburg war Kim-Anna Heidorn dabei. Eine andere Begegnung hat sie dagegen verpasst – und zwar den Test gegen ihren Ex-Verein. Mit Sicherheit wäre es ein seltsames Gefühl geworden, gegen den TV Oyten zu spielen, meint Heidorn: „Aber leider war ich nicht dabei.“

Überhaupt nehme sie nur tolle Erinnerungen aus Oyten mit. „Ich kann das alles gar nicht aufzählen. Ich war ja auch eine ziemlich lange Zeit dort. Wie Oyten in der Saison abschneidet, ist für mich schwer einzuschätzen. Ich hoffe aber, dass sie wieder oben mitspielen können“, sagt sie. „Ich wäre auch gerne geblieben, aber dann kam halt die Anfrage von Werder.“ Die Herausforderung, sich bei einem Zweitligisten zu beweisen, hat sie zu sehr gereizt.

Und für Kim-Anna Heidorn ist der SV Werder Bremen nicht irgendein Verein. „Schon als Kind war ich Werderfan“, erinnert sie sich. „Dass ich jetzt das Trikot mit der Raute tragen darf, macht mich wirklich stolz. Für mich geht damit auch ein Kindheitstraum in Erfüllung.“ Ihren ersten Auftritt in einem Pflichtspiel will Kim-Anna Heidorn am 12. September erleben. Dann startet für sie und Werder mit einem Auswärtsspiel gegen den TV Beyeröhde das „Abenteuer 2. Bundesliga“.

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