Fußball-Bezirkspokal Strittiger Elfmeter, kaum Pokalfeeling

Lange Zeit schien alles auf ein 0:0 hinaus zu laufen in der Partie zwischen ATSV Scharmbeckstotel und Komet Pennigbüttel, ehe ein umstrittener Foulelfmeter doch noch die Entscheidung brachte.
19.07.2018, 16:12
Lesedauer: 2 Min
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Von JAN-HENRIK GANTZKOW

Scharmbeckstotel. Bereits im Vorfeld des Duells zwischen dem ATSV Scharmbeckstotel und dem SV Komet Pennigbüttel im Fußball-Bezirkspokal hatte sich angedeutet, dass die Partie aufgrund der Terminierung nicht den höchsten Stellenwert genießen würde. Und so kam es dann auch: Beide Mannschaften lieferten sich ein Spiel mit wenig Tempo, kaum Torraumszenen – Pokalfeeling kam nicht auf. Dank einer strittigen Elfmeterentscheidung durften die Gastgeber am Ende aber letztlich über einen 1:0-Sieg jubeln.

Angesichts der damit verbundenen Doppelbelastung am Sonntag fiel frenetische Freude am Mittwochabend allerdings aus: „Natürlich will man immer gewinnen, deshalb spielen wir Fußball. Und ein Duell gegen den Landesligisten aus Ritterhude ist immer schön. Da wir aber auch auf deren Sportwoche antreten, wissen wir noch gar nicht, wie das personell funktionieren soll“, erklärte Kjell Scheper, der Philipp Meinke an der Seitenlinie vertrat.

Von da aus sah er wie auch die knapp 70 Zuschauer von Beginn an eine wenig spektakuläre Partie, in der beiden Teams die hohe Belastung der Vorbereitung deutlich anzumerken war. In der Offensive fehlte so oft die letzte Konsequenz ,und beide Abwehrreihen hatten im ersten Durchgang kaum Probleme.

Erst nach einer halben Stunde Spielzeit kam so etwas wie Torgefahr auf, Pennigbüttels Kapitän Rafael Monsees klärte nach einer schönen Freistoßvariante aber per Kopf. Auf der anderen Seite wurde eine verunglückte Flanke von Julian Michaelis fast noch gefährlich, landete aber nur auf dem Tornetz (37.). Eben jener Michaelis hatte dann kurz vor dem Pausenpfiff die einzig wirkliche Chance, scheiterte nach einem schönen langen Ball aber aus spitzen Winkel am stark reagierenden Scharmbeckstoteler Keeper Gabriel-Tassilo Hildebrand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau überschaubar, immerhin gab es ein paar Torgelegenheiten zu verzeichnen. ATSV-Kapitän Jonas Krebs scheiterte mit einem zu unplatzierten 25-Meter-Freistoß aber an Filip Rucki, Nelson Mawi köpfte außerdem zweimal daneben.

Bei den Gästen, die über mehr Spielanteile verfügten, wurde es vor allem dann gefährlich, wenn der quirlige Kosta Katsanos an den Ball kam. In der 63. Minute luchste Katsanos ATSV-Innenverteidiger Rene Meier gekonnt den Ball ab, zog freistehend aufs Tor, scheiterte aber an Hildebrand. Auch der Nachschuss von Fabian Kauf wurde geblockt, sodass es beim torlosen Unentschieden blieb.

Das sollte sich aber eine knappe Viertelstunde vor Spielende ändern – zum Entsetzen der „Kometen“: Schiedsrichter Malte Böschen erkannte da nach einem Pressschlag von Florian Luehrsen und Viateslav Dederer auf Strafstoß für die Hausherren. „Das war ein typisches 0:0-Spiel. Letztlich ist es ärgerlich, dass der bis dahin gute Schiri die Partie dann mitentscheidet und so ein Ding pfeift. Das verstehe ich nicht“, ärgerte sich Kometen-Coach Marco Meyer über den diskutablen Pfiff. Und sogar sein Gegenüber konnte die Wut verstehen: „Ehrlich gesagt hätte ich den wohl nicht gegeben“, räumte Kjell Scheper ein.

Jonas Krebs war all das völlig egal, und der Scharmbeckstoteler Mittelfeldmotor versenkte den Elfmeter eiskalt zur Entscheidung (76.). Pennigbüttel rannte in der Schlussphase zwar noch mal mit aller Macht an, kam gegen kompakt stehende Hausherren aber zu keiner echten Chance mehr. Stattdessen vergaben Krebs und der eingewechselte Florian Arkenau auf der anderen Seite noch zwei echte Hochkaräter gegen die aufgerückten Gäste – am Sieg und Weiterkommen des ATSV änderte dies aber auch nichts mehr.

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