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Stuhrer Willensleistung

Der TV verspielt gegen den starken TSV Okel zunächst eine Führung, dreht die Partie dann aber doch noch zu seinen Gunsten.
24.11.2019, 18:29
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Von Thorin Mentrup
Stuhrer Willensleistung

Tobias Peters und seine Stuhrer verspielten erst eine Führung, drehten die Partie gegen Okel dann aber doch noch. Das entscheidende dritte Tor bereitete der Mittelfeldspieler vor.

Mentrup

Stuhr. Der TSV Okel hat sein tolles Punktspieljahr 2019 mit einer Niederlage abgeschlossen, der TV Stuhr dagegen mischt nach dem 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den Aufsteiger weiterhin ganz oben mit in der Fußball-Bezirksliga. „Wir werden auch nach der Winterpause um einen Spitzenplatz mitspielen“, freute sich Stephan Stindt, der die Stuhrer in Abwesenheit seines Partners Christian Meyer allein trainierte, nach dem Kraftakt gegen mutige Gäste, deren Coach Lutz Schröder ebenfalls nicht unzufrieden war. „Das Ergebnis ist bitter für uns, aber wir können erhobenen Hauptes in die Winterpause gehen“, meinte er.

Der Auftritt der Okeler unterstrich deutlich, wie viel Selbstvertrauen sich der TSV im Laufe seiner ersten Bezirksliga-Saison erspielt hat. „Nach einer halben Stunde waren sie richtig stark. Sie haben sich hier super verkauft“, lobte Stindt den Kontrahenten, der in dieser Phase vor der Pause herausragende Möglichkeiten hatte und zweimal am Aluminium und mehrfach an Keeper Niklas-Jonah Lührs scheiterte. Der Treffer Rico Volkmanns (45.), der die Stuhrer Führung durch Torben Drawert (20.) egalisierte, war fast schon zu wenig. „Wir hätten uns noch mehr belohnen müssen“, fand Schröder. Die Stuhrer, die stark gestartet waren, verloren in diesen Minuten den Faden, wirkten überrascht vom Okeler Pressing und dem Druck, den die Gäste auch fußballerisch entwickelten.

Die Pause wollten die Gastgeber dann eigentlich nutzen, um sich zu sammeln. „Es sah auch danach aus, als hätte das geklappt“, wähnte Stindt sein Team auf dem richtigen Weg, wurde dann aber eines Besseren belehrt: Einen langen Ball verteidigten die Gastgeber „ganz schlecht“, wie der Trainer sagte, Marvin Zwiebler lauerte auf seine Chance und vollstreckte zur Gästeführung (51.). Okel war nun auf dem Weg zum Sieg, „aber die Mannschaft hat dann eine tolle Reaktion gezeigt“, würdigte Stindt die Moral, mit der sich seine Elf doch noch zurückmeldete und dem Spiele eine weitere Wendung verlieh. Riccardo Azzarello (67.) und der eingewechselte Bennet Hansen (76.) drehten die Begegnung. „Wir haben zu leichte Fehler gemacht. Vor dem 2:2 dürfen wir die Flanke von Torben Drawert nicht zulassen, vor dem 3:2 sind wir eigentlich schon im Konter, verlieren dann den Ball und laufen in den Gegenkonter“, monierte Schröder, dessen Elf offensiv nicht mehr viel zustande brachte. „Da fehlten dann die letzten Körner.“ Das sei nach all der Leidenschaft und dem Willen, mit dem seine Mannschaft in den vergangenen Wochen gespielt habe, allerdings durchaus zu verstehen.

Auf der anderen Seite belohnten sich die Gastgeber ihrerseits dafür, den Kopf nach dem Rückstand nicht hängen gelassen zu haben. „Am Ende ist der Sieg auch verdient“, fand Stindt und verwies darauf, dass die Stuhrer durch Dimitri Steen und den eingewechselten André Kück in der Schlussphase zwei Top-Möglichkeiten zur Entscheidung liegen ließen. Den Respekt hatten sich am Ende einer packenden Begegnung allerdings beide Mannschaften redlich verdient.

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