Korbball-Bundesliga Sudweyhe mit klasse Saisonstart

Leeste. Es war die mit Spannung erwartete Partie zum Auftakt der Korbball-Bundesliga Nord in der KGS-Halle in Leeste. Der gastgebende TuS Sudweyhe traf auf den TV Stuhr, also jene Truppe, gegen die man sich in der vergangenen Spielzeit ein dramatisches Fernduell geliefert hatte.
06.09.2010, 04:20
Lesedauer: 2 Min
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Sudweyhe mit klasse Saisonstart
Von Jens Hoffmann

Leeste. Es war die mit Spannung erwartete Partie zum Auftakt der Korbball-Bundesliga Nord gestern Mittag in der KGS-Halle in Leeste. Der gastgebende TuS Sudweyhe traf auf den TV Stuhr, also jene Truppe, gegen die man sich in der vergangenen Spielzeit ein dramatisches Fernduell geliefert hatte. Zur Erinnerung: Damals verpassten die Stuhrerinnen die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft nur auf Grund der schlechteren Korbdifferenz. Nutznießer war: der TuS Sudweyhe. Und gestern? Hielt sich die Spannung im Rahmen. Sudweyhe siegte letztlich klar mit 10:6 (6:0).

Besonders vor dem Wechsel zelebrierten die TuS-Frauen Korbball aus dem Lehrbuch. Zielstrebig und konzentriert in der Offensive und taktisch diszipliniert in der Defensive. 'Ich habe meinen Spielerinnen gesagt, dass sie gegen den Ball verteidigen und weniger den Raum abdecken sollen. Das haben sie klasse umgesetzt.'

Mauz sprach voller Hochachtung von einer 'völlig unaufgeregten' Abwehrarbeit seines Teams. Sie war der Schlüssel zum Erfolg. Denn: 'Dass wir vorne unsere Körbe machen, davon bin ich ausgegangen', sagte der TuS-Coach. Er behielt Recht.

Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Sudweyherinnen vergleichsweise locker in das brisante Duell mit Stuhr gehen konnten. Ihre Hausaufgaben hatten sie nämlich bereits zuvor erledigt, inform eines 10:8 (5:4)-Erfolges über den TSV Heiligenrode.

In dieser Partie klappte zwar längst noch nicht alles, 'es fehlten einfach die Automatismen', so Mauz, aber schon nach diesem Auftritt stellte der Trainer erleichtert fest: 'Wir sind auf einem gutem Weg.' Dieser Weg wurde gegen Stuhr konsequent weiter beschritten - auf eine wirklich überzeugende Art und Weise. Selbstverständlich war der perfekte Saisonstart mit zwei Siegen derweil nicht.

Immerhin mussten die Sudweyherinnen mit Katharina Gillwald, Heike Lehmkuhl und Ilka Mauz gleich auf drei erprobte Stammkräfte verzichten. Vanessa Schulenberg (Bänderdehnung) ging zudem angeschlagen in die Begegnungen. 'Ich will gar nicht wissen, was alles möglich wäre mit denen, die noch draußen sind', fragte sich Mauz nach dem Doppel-Erfolg. Schwierige Frage. Eines scheint festzustehen: Selbst personell dezimiert ist bei Sudweyhe eine ganze Menge möglich.

Und der TV Stuhr? Dessen Trainerin Sandra Hellmers betonte nach dem 6:10, dass 'wir das Spiel verloren haben'. Es lag also weniger am Gegner. 'Wir können 1000 Mal mehr, als wir gegen Sudweyhe gezeigt haben, aber wir hatten zu sehr mit uns selbst zu kämpfen.' Immerhin verwandelten die Stuhrerinnen das 0:6 binnen zwei Minuten in ein 3:6 und riskierten am Ende mit einer extrem offensiven Taktik Kopf und Kragen - ohne Erfolg. Es war einfach nicht der Tag des TVS, der auch seine zweite Partie gegen Walle verlor.

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