19. Württemberg-Cup

Sulingen ist der erste Finalist

Der TuS sichert sich gegen Sudweyhe den Gruppensieg. Für den Brinkumer SV trifft Joshua Brandhoff doppelt gegen seinen Ex-Klub SV Heiligenfelde, der Tobias Dickmann durch eine Verletzung verliert.
17.07.2018, 22:50
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup
Sulingen ist der erste Finalist

Zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: Sudweyhes Coach Christian Mach.

Thorin Mentrup

Ristedt. Der TuS Sulingen ist der erste Finalist des 19. Württemberg-Cups in Ristedt. Das Team von Maarten Schops setzte sich am letzten Spieltag der Gruppe A im direkten Duell um Platz eins gegen den TuS Sudweyhe mit 2:0 (2:0) durch. Die Sudweyher sind damit im Spiel um Platz drei. Zuvor hatte sich der Brinkumer SV den dritten Rang der Gruppe durch ein 2:1 (1:0) über den SV Heiligenfelde gesichert.

Brinkumer SV - SV Heiligenfelde 2:1 (1:0). Der Mann des Spiels aus Brinkumer Sicht war ausgerechnet ein ehemaliger Heiligenfelder: Joshua Brandhoff traf gegen seine ehemaligen Teamkollegen doppelt. Zunächst brachte er sein Team durch einen abgefälschten Schuss in Führung (6.), ehe er in der 53. Minute per Kopf aus kurzer Distanz nach einer Hereingabe von Marcel Dörgeloh den Siegtreffer markierte und dem BSV den ersten Erfolg in der Vorbereitung. Dennoch war Trainer Dennis Offermann nicht wirklich zufrieden mit der Leistung seines Teams: "Das war zu wenig", fehlten ihm unter anderem die Laufbereitschaft und die Ruhe am Ball. Pech hatte sein Team, als Till Meiners einen Abschluss von Bastian Helms noch an den Pfosten lenkte.

Die Heiligenfelder ihrerseits verloren auch das dritte Spiel – und zum dritten Mal war der Vorjahresfinalist alles andere als chancenlos. Er hatte einige Möglichkeiten, um mehr als den einzigen Treffer durch Göksan Vurgun zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich zu erzielen (41.). Unter anderem scheiterte Roman Obst mit einem Foulelfmeter an Torhüter Tariq Olatunji. "Die Jungs haben ein gutes Spiel gemacht", war Trainer Torben Budelmann mit dem Auftritt zufrieden. Allerdings war er mit den Gedanken nach dem Spiel bei Tobias Dickmann. Der Mittelfeldspieler verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Olatunji in der ersten Hälfte und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. "Das ist natürlich unwahrscheinlich bitter. Wenn es etwas Schwerwiegenderes ist, ist das für Tobi und für uns ein herber Schlag", war Budelmann betrübt.

TuS Sulingen - TuS Sudweyhe 2:0 (2:0). Das Spiel stellte beide Trainer zufrieden. Sulingens Maarten Schops, der nach dem 3:2 gegen den Brinkumer SV die in der Schlussphase zu lässige Verteidigungsarbeit seiner Mannschaft bemängelt hatte, machte nun "einen Schritt nach vorn" aus. "Wir haben sehr gut verteidigt und frühzeitig viele Bälle erobert. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, schnell das Spiel zu verlagern und umzuschalten." Auch sein Gegenüber Christian Mach war trotz der ersten Niederlage des Turniers nicht enttäuscht: "Die Jungs haben es gut gemacht und sich nach Kräften gewehrt. Wir hatten in der ersten Phase des Spiels Probleme. Da hat man gesehen, wie stark Sulingen ist. In der letzten Saison haben sie noch zwei Ligen über uns gespielt. Jetzt ist es nur noch eine, aber die Qualität sieht man. Als wir dann umgestellt haben, lief es besser. Da haben wir es geschafft, Sulingen auch mal ins Schwimmen zu bringen."

Zunächst aber liefen die Sudweyher oft hinterher. Sulingen drückte wie schon gegen Brinkum aufs Gaspedal, spielte variabel und schnell nach vorn und legte in den ersten 20 Minuten bereits den Grundstein für den Finaleinzug. Salam Garaf (10.) und Ramien Safi (17.) brachten den Landesligisten mit 2:0 in Führung. Weitere Gegentreffer verhinderte Alexander Keskinsoy im Sudweyher Tor. Unter anderem parierte er klasse gegen Maximilian Meyer und Salam Garaf. Über weite Strecken der Begegnung kontrollierte Sulingen das Geschehen. Sudweyhe stellte Mitte des ersten Durchgangs um und traute sich fortan mehr zu. In der offensiv besten Szene des Bezirksligisten vor der Pause wurde Tobias Halls Schuss noch geblockt.

Nach dem Seitenwechsel war die Partie ausgeglichener, wenngleich Sulingen nicht den Eindruck vermittelte, das Spiel noch einmal aus der Hand geben zu wollen. Sudweyhe brachte den Favoriten dennoch das eine oder andere Mal ins Straucheln. So hatte etwa Julian Heusmann Pech, dass sein Schuss an die Latte klatschte und Patrick Wenigers Kopfball nach einem Heusmann-Freistoß strich ganz knapp über den Kasten. Dem TuS fehlte auch das letzte Quäntchen Glück, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Enttäuscht hat er jedenfalls nicht. Diese Aussage gilt bislang für das gesamte Auftreten beim Württemberg-Cup. "Wir haben immer gesagt, dass wir befreit aufspielen können. In dieser Gruppe Zweiter zu werden und ins Spiel um Platz drei einzuziehen, ist für uns ein Erfolg", sagte Mach.

Auf wen Sulingen und Sudweyhe am Freitag treffen werden, entscheidet sich am Mittwochabend. Dann treffen der TV Stuhr und der TSV Melchiorshausen (18.45 Uhr) sowie der Bremer SV und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (20.15 Uhr) aufeinander.

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