Damen Susanne Riesch mit zweitem Slalom-Podestplatz

Zagreb. Neues Jahr, neues Glück: Erstmals in ihrer erfolgreichen Weltcup-Karriere schaute Maria Riesch der jüngeren Schwester bei der Siegerehrung der besten Drei nur zu. Susanne Riesch freute sich beim Slalom-Sieg der Französin Sandrine Aubert über Rang 3 und das 2. Podium ihrer Karriere.
03.01.2010, 16:44
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Zagreb. Neues Jahr, neues Glück: Erstmals in ihrer erfolgreichen Weltcup-Karriere schaute Maria Riesch der jüngeren Schwester bei der Siegerehrung der besten Drei nur zu. Susanne Riesch freute sich beim Slalom-Sieg der Französin Sandrine Aubert über Rang 3 und das 2. Podium ihrer Karriere.

«Es wäre schön gewesen, wenn wir beide wieder auf dem Stockerl gewesen wären», sagte eine aber so hochzufriedene Susanne Riesch nach einem verheißungsvollen Start ins Olympia-Jahr. Zum dritten Mal war sie im Weltcup vor der großen Schwester platziert. «Wir leisten uns da keinen Familienkampf, ich schaue nach vorne, dass ich da ran komme. Es hat funktioniert», sagte die nun zweimalige Podestfahrerin im ZDF. Maria Riesch, nach Durchgang eins noch Dritte, blieb nur der «undankbare» vierte Rang.

«Natürlich ist man ein bisschen enttäuscht, wenn man das Podest verpasst. Aber im Vergleich zu Lienz waren das Welten wie ich heute gefahren bin», sagte die 25-Jährige, die die Führung in der Disziplin-Wertung an Siegerin Aubert abgeben musste. Dafür holte sie sich die Führung im Gesamtklassement von der mit Schmerzen und einer Bandage gehandicapt ausgeschiedenen Lindsey Vonn (USA) zurück - für Zagreb-Vorjahressiegerin Maria Riesch zumindest ein guter Einstand in das Olympia-Jahr. Das alte hatte mit einem Riesenslalom-Aus und Rang 14 im Slalom von Lienz («Eine Watschn») dagegen denkbar ungünstig aufgehört.

Susi Riesch war vor fünf Tagen auf dem Weg zum Podium kurz vor dem Ziel noch gestürzt; diesmal hielt die 22-Jährige bei der Fahrt aufs Stockerl nichts auf. «Susanne arbeitet sich weiter und weiter vor», lobte Damen-Cheftrainer Mathias Berthold, der glaubt, dass der jüngeren Riesch-Schwester «früher oder später» der erste Sieg glücken wird. Mitfavoriten für den Slalom in Vancouver seien die Zwei allemal. «Beide sind jetzt zweimal auf dem Podium gewesen. Aber es kommt sicher darauf an, wie die nächsten Rennen laufen», sagte Bertholt mit Blick auf die doppelte Riesch-Medaillenchance beim Slalom von Vancouver. Beide haben wie vier Teamkolleginnen das Olympia-Ticket schon in der Tasche.

Endlich fährt Susanne Riesch so, wie sie es im Training seit langem zeigt. Mit Platz fünf in Levi 2006 schnupperte sie erstmals an der Weltcupspitze, doch danach kamen reihenweise Rückschläge. Die 22- Jährige ist aber jetzt gereift - und strotzt derzeit vor Selbstvertrauen. Auch das Aus in Lienz brachte sie nicht aus der Spur. «Ans Ausscheiden denke ich eigentlich gar nicht mehr», sagte sie und durfte sich über 12 500 Euro Preisgeld freuen.

Sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen holten auch Christina Geiger als 12. und Nina Perner auf Platz 18 Punkte. Katharina Dürr schied im zweiten Lauf aus. Beim mit insgesamt 135 000 Euro höchstdotierten Damen-Rennen im Weltcup hatten sich sechs der elf deutschen Starterinnen schon zur Halbzeit verabschiedet. «Das ärgert mich schon. Nur fünf im zweiten Durchgang ist relativ schwach», sagte Berthold. (dpa)

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