Fußball-Kreispokal SV Atlas erreicht Achtelfinale

Wildeshausen. Mit 3:1 (0:0) nach Elfmeterschießen hat der SV Atlas Delmenhorst am Mittwochabend den VfL Wildeshausen II aus dem Kreispokal geworfen und damit das Achtelfinale erreicht.
07.09.2012, 05:00
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Von Merle Osterthun

Wildeshausen. Mit 3:1 (0:0) nach Elfmeterschießen hat der SV Atlas Delmenhorst am Mittwochabend den VfL Wildeshausen II aus dem Kreispokal geworfen und damit das Achtelfinale erreicht. Die Wildeshauser hatten im Spiel und auch vom Punkt aus große Probleme, den Ball im Tor zu versenken.

Die Sonne war schon längst untergegangen, als am Mittwochabend auf dem Platz an der Glaner Straße schließlich feststand, dass der SV Atlas Delmenhorst das Achtelfinale des Kreispokals erreicht hat. Kurz zuvor hatten Tobias Kern und Timo Petersen den Ball beim Elfmeterschießen in den bedeckten Nachthimmel geschickt und Mirsad Stubbla Atlas-Torhüter Marc Ibrahim in die Arme geschossen. Damit bereiteten die Spieler des Kreisligisten VfL Wildeshausen II den Delmenhorster Kontrahenten aus der 1. Kreisklasse den Weg zum 3:1 (0:0)-Sieg.

In den 90 Minuten zuvor waren die Delmenhorster der Wildeshauser Reserve über weite Strecken unterlegen gewesen. Während die Hausherren mit viel Herzblut kämpften, vertrauten die Gäste auf ihre individuelle Klasse. Zunächst fuhr der SV Atlas damit auch gut: Nach einer Flanke von Kevin Eberhard konnte Timo Zimmermann den Ball jedoch nicht kontrollieren (12.). Bereits beim nächsten Angriff schoss Delmenhorsts Zugang Gerry Klenke nach einem Doppelpass mit Philip Stephan am Tor vorbei (13.). Klenke gehört zu dem kürzlich verpflichteten Trio, das die Blau-Gelben zu Vertragsamateuren machten, um es sofort einsetzen zu können (wir berichteten). Auch Neuverpflichtung Eduard Scharf lief in Wildeshausen bereits auf, Waldemar Kelm, der dritte im Bunde, fehlte dagegen.

Trotz prominenter Namen, ab Mitte der ersten Hälfte war Wildeshausen am Drücker. Tobias Kern stellte Ibrahim mit einem starken Lupfer auf die Probe (14.). Die nächste gute Chance bot sich Andrej Kari in der 23. Minute. Weil Delmenhorsts Stefan Klar einen weiten Pass in die Spitze unterschätzt hatte, stand der Wildeshauser plötzlich allein vor dem Atlas-Tor. Nur mit großem Einsatz konnte Schlussmann Ibrahim den Rückstand verhindern. "Mit den langen Bällen der Wildeshauser sind wir nicht gut zurecht gekommen", stellte Atlas-Spielertrainer Michael Müller fest. Wohl wahr: Erneut Kari (32.) und Kern (36.) kamen dank dieses Mittels zu weiteren Möglichkeiten, die sie jedoch nicht in Tore ummünzen konnten. "Das Chancen-Verhältnis lag bei 9:2. Und wir hatten nicht nur mehr, sondern auch noch die besseren Möglichkeiten", haderte Wildeshausens Trainer Marcel Bragula.

Der SV Atlas kam erst zu Beginn der zweiten Halbzeit stärker auf. Nach einem Doppelpass zwischen Andre Tüsselmann und Klenke musste sich VfL-Torhüter Florian Rohe bei Klenkes Schuss mächtig strecken (47.). Die Hausherren ließen aber keineswegs locker, ein Kopfball von Petersen traf jedoch nur die Latte (58.). Kurz darauf kam ein Bruch ins Spiel, weil Wildeshausens Tim Albus nach einem fairen Zweikampf verletzt vom Platz getragen und wenig später vom Krankenwagen abgeholt werden musste, was zu einer knapp zehnminütigen Unterbrechung führte. "Die Jungs haben mir berichtet, dass es geknallt hat. Ich befürchte, da ist im Knie etwas kaputt gegangen", sagte Bragula.

Nur Dennis Schröder trifft

Zahlreiche Unterbrechungen aufgrund kleinerer Fouls machten die Partie in der letzten Viertelstunde zu einer zähen Angelegenheit. Atlas’ Tüsselmann scheiterte an Rohe (82.), Wildeshausens Christian Otten an Ibrahim (87.). Die beiden Erfolglosen rückten kurz darauf noch einmal in den Blickpunkt: Nach einem rüden Vergehen an Otten sah Tüsselmann die Rote Karte (90.+2). "Ein mehr als dummes Foul", kritisierte Müller seinen Spieler. Nach mehr als sieben Minuten Nachspielzeit stand schließlich fest: 0:0 – und somit Elfmeterschießen. Dort flatterten den Hausherren gehörig die Nerven: Kern, Petersen und Stublla vergaben, lediglich Dennis Schröder traf für die Hausherren. Die Gäste blieben cool. Christian Stark, Patrick Finke und Scharf waren erfolgreich, nur Klenke schoss an den Pfosten. "Wildeshausen hat das Spiel gemacht, Ein glücklicher Sieg für uns", befand Atlas-Coach Müller.

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