Volleyball

SV Dimhausen bejubelt zwei Premieren

Beim TSV Fischerhude-Quelkhorn gelingt dem SVD nicht nur das erste Comeback der Saison nach einem 0:2-Satzrückstand. Die Gäste feiern außerdem den ersten Auswärtssieg der Serie.
26.11.2019, 12:42
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Von Thorin Mentrup
SV Dimhausen bejubelt zwei Premieren

Nicole Heusmann biss grippegeschwächt auf die Zähne und spielte fast komplett durch.

Michael Braunschädel

Mit einem wahren Kraftakt hat der SV Dimhausen in der Volleyball-Landesliga der Frauen den dritten Sieg in Serie eingefahren. Beim Verbandsliga-Absteiger TSV Fischerhude-Quelkhorn schien der Aufsteiger nach zwei verlorenen Sätzen schon auf der Verliererstraße zu sein, doch dann startete der SVD eine tolle Aufholjagd, entschied die Begegnung noch mit 3:2 für sich und nahm zwei Punkte mit auf die Heimreise – und natürlich jede Menge Selbstvertrauen für den letzten Heimspieltag dieses Jahres am kommenden Sonntag in der heimischen Sporthalle in Nordwohlde.

Trainer Jörg Menzel war stolz auf seine Mannschaft: „Wie die Mädels gekämpft und nie aufgegeben haben, war großartig.“ Seine Marathon-Frauen, die im achten Spiel zum fünften Mal über die volle Distanz gehen mussten, bewiesen einmal mehr Durchhaltevermögen – und feierten gleich zwei Saison-Premieren: Zum ersten Mal drehten sie einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg, zum ersten Mal gewannen sie zudem eine Partie in der Fremde. „Wir waren am Anfang überhaupt nicht drin“, kommentierte Menzel die ersten beiden Durchgänge, die sein Team jeweils mit 15:25 abgab. „Vielleicht waren wir auch ein bisschen beeindruckt“, meinte der Coach. Dass sich die Gastgeberinnen schon warmspielten, als der SVD in die Halle kam, war doch ein ungewohntes Bild. „Das kennt man eher aus der Verbandsliga aufwärts“, wusste Menzel, dass der TSV mit seiner Routine auch ein Zeichen setzte.

Erst Ende des zweiten Satzes fanden die Gäste zu ihrem Spiel. „Da haben wir zwei kleinere Serien geschafft und gespürt: Hier geht doch was“, sagte Menzel. Zu verlieren hatten die Dimhauserinnen ab dem dritten Durchgang nichts mehr. Sie stellten um, warfen die beiden Talente Emilie Birkholz und Jana Wilhelmy ins kalte Wasser. „Und die beiden haben es dann so gut gemacht, dass sie die anderen mitgerissen haben“, lobte Menzel seine beiden Teenagerinnen, die unerschrocken ins Spiel starteten und kaum Zeit benötigten, um sich an die Landesliga zu gewöhnen. Außerdem quälte sich Nicole Heusmann trotz Grippe durch vier der fünf Sätze, Kristin Schorling rückte von der Außenposition wieder in ihre gewohnte Zuspielerrolle und Mittelblockerin Tomke Borchers begann nun hinten in der Rotation. „Das hat gefruchtet“, freute sich Menzel, der wie sein Team spürte, dass die Gastgeberinnen etwas nachließen.

Dimhausen dagegen drehte auf. „Wir haben richtig stark gespielt und deutlich weniger Fehler gemacht“, sah Menzel, wie sich das Blatt immer mehr zugunsten der Gäste wendete, die mit 25:21 zunächst den Anschluss und mit demselben Resultat kurz darauf den Ausgleich schafften. Der SVD spielte wie aus einem Guss, die Gastgeberinnen dagegen waren zunehmend unzufrieden mit sich und dem Spiel. Im Entscheidungssatz waren die Dimhauserinnen nicht mehr aufzuhalten. Mit 15:8 machten sie den Sieg perfekt und überflügelten die den TSV in der Tabelle.

Als Vierter startet Dimhausen nun in den Heimspieltag am Sonntag. Ab 11 Uhr ist zunächst der ATSV Scharmbeckstotel der Gegner. Dann folgt das Wiedersehen mit Fischerhude-Quelkhorn. „Wenn wir weiter punkten, wäre das ein Riesenschritt zum Klassenerhalt“, blickte Menzel voraus. Auch gegen Scharmbeckstotel hat seine Mannschaft bereits gespielt und mit 2:3 verloren. „Es werden auch am Sonntag wieder enge Spiele werden“, ahnte der Coach, dem aber keinesfalls bange ist. Schließlich hat sein Team bewiesen, dass es über Comeback-Qualitäten verfügt und dass auf die Talente Verlass ist.

SV Dimhausen: Steimke, Schröder, Wilhelmy, Borchers, Flemming, Heusmann, Schorling, Stühring, Birkholz, Plenge.

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